Dein Weg führt auf eine Gabelung zu, unentwegt, oft unbemerkt, weil Gewohnheit die Entscheidung übernimmt, der Autopilot schlummern lässt. ‹Tor des Mondes› nennt Rudolf Steiner diese Navigation. Doch was, wenn...
Ich sitze im kalten Gras auf dem Hügel über dem von Eichen erfüllten Tal, eingewickelt in meinen Schlafsack. Ich komme gerne hierher, beobachte die Raben, die mit dem Wind spielen....
Respekt und Ehrfurcht vor dem menschlichen Wesen vertiefen sich auf dem Weg der Selbsterkenntnis. Das Gewöhnliche, das Alltägliche, alles, was als selbstverständlich angesehen wird, beginnt, unerwartete Dimensionen zu offenbaren. Was einfach und alltäglich erschien, wird bereichert und belebt. Doch dieses Staunen, die Ehrfurcht beschränken sich nicht auf positive Erfahrungen von vertiefendem Wachsen, wie es sich die populäre New-Age-Wellness-Industrie vielleicht vorstellt. Ab einem bestimmten Punkt verflechten sie sich mit und in einer echten Probe. Die tieferen...
Und wenn wir hier bleiben …Schwebend über dem AbgrundUmgeben von Raubtieren. Und wenn wir nicht zurückschauen …Auf frühere Zeiten des Lachens und SchmerzesDiese Zeiten sind nun vorbei. Und wenn wir...
Ich werde das Fegefeuer nicht überleben, fühle ich manchmal von hier aus, wenn ich schmerzlich begreife, dass auch ich einen dunklen Anteil, eine Schuld am Geschehen habe. Wie in einem...
Die Skulptur des Menschheitsrepräsentanten, auch die ‹Gruppe› genannt, lädt ein zum inneren Gespräch, lädt ein zu einem Weg zur Mitte, zu mir. In diesem inneren Gespräch mit mir entsteht eine ‹forschende Wortwerkstatt›; ja, so möchte ich es nennen. Diese Perspektive, all das, was als Rudolf Steiners ‹Gruppe› in mir ist, stellt mich vor mich selbst. Ich finde die Kräfte in mir. So gerüstet, suche ich kaum begangene Pfade in der Seelenwelt. Es ist der Versuch,...
Das Sonnenwort ist in die Erde gegangen, hat einen Himmel aus ihr gemacht, und nun strömt sie eine neue Sonne aus. Seit einem Menschenalter haben sich die Stimmen verändert, die...
Wie fühlt sich das Ei, wenn sein Inneres so anders geworden ist, dass es die äußere Form nicht mehr braucht? Wie fühlt sich eine Mutter, die nach neun Monaten der...
Wie die fortwährende Bildung der Erde selbst, so wurzelt auch die aufsteigende Realität des Denkens im Willen. Der Denkprozess ist ein Wille, der sich nicht als Ding ausdrückt, sondern als aufsteigende, schwerelose, lebendige Imagination – ein geistiger Ausdruck. Er hallt in den Steinen auf dem Feld des Bauern wider, die zur Oberfläche schweben und von den formenden Kräften ihres inneren Kerns hochgedrückt werden. Wenn meine Taten sich so mit meiner Gegenwart in der Welt verbinden, dass ich...
Du näherst dich der Leinwand, sie ist noch jungfräulich weiß und unberührt. Welcher Entschluss, sie mit Farbe zu berühren … Die erste zarte Röte, dann ein Hauch von Gelb, vielleicht...
Loslassen können heißt, dem Willen widerstreben. Heißt, sich dem Ungewissen aussetzen können. Denn was im Willen passiert, ist außerhalb unserer Macht. Wenn ich mich der Aufgabe, ich selbst zu sein,...


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