Stangenbohnen brauchen Sonne, kleine Kinder auch. Wer in der Schweiz Stangenbohnen im März aussät, wird sich nicht an den schnell wachsenden Kletterpflanzen erfreuen können. Es ist einfach noch zu kalt für die Keimung. Wer einer...
War es früher die äussere Kraft, die Autorität und Dominanz verlieh, ist es heute die innere Kraft der Erziehenden – ein Geschenk an die Kinder, damit diese ihre Freiheit erobern können. Der Olivenbaum Andalusien, Februar...
«Güte ist die einzige ehrliche Antwort auf alles.» – George Sanders ‹Güte› bedeutet, echte Fürsorge und Mitgefühl in hilfreichem Handeln zu zeigen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Die Etymologie des Wortes ‹Kindness› stammt aus dem Altenglischen und...
So wie zwei Brennpunkte die Erdbahn bestimmen – die Sonne als physischer Mittelpunkt, der andere als geistiger Mittelpunkt –, so tragen zwei Brennpunkte eine Gemeinschaft: ein irdischer und ein kosmischer. Dieser gemeinsame Wille entsteht, wenn alle in der Gemeinschaft...

Werbeanzeige

Schwerpunktbeiträge

«Güte ist die einzige ehrliche Antwort auf alles.» – George Sanders ‹Güte› bedeutet, echte Fürsorge und Mitgefühl in hilfreichem Handeln zu zeigen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Die Etymologie des Wortes ‹Kindness› stammt aus dem Altenglischen und leitet sich...
Die Konferenz ‹100 Jahre Rudolf Steiner› war die erste Jahreskonferenz des Programms für die ‹Evolution der Spiritualität› der Harvard University, die sich auf eine einzelne Person und eine einzelne spirituelle Strömung konzentrierte. Die Entscheidungen, die bei der...

Gegenwart sehen

Über siebzig Jahre lang gab Jürgen Habermas erst der jungen Bundesrepublik und dann ganz Deutschland durch scharfe Polemik Begleitschutz. Der...

Zeitsymptome

Gegenwart sehen 

Über siebzig Jahre lang gab Jürgen Habermas erst der jungen Bundesrepublik und dann ganz Deutschland durch scharfe Polemik Begleitschutz. Der ursprünglich Journalist werden wollte, wurde ein weltweit wirkender Wissenschaftler und...
Kunst wie Natur werden durch die Betrachtenden ‹realisiert›. Der Mensch schafft Wirklichkeit, weil er geistig Intuiertes in der sinnlichen Welt wahrnehmbar machen kann. Kein Kunstwerk ohne Betrachtende. Diese Einsicht ist...
Advertisement/Anzeige

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Mit gesunder Erde wächst es auch auf dem Feld des Sozialen besser. Johannes Steegmans, Anfang 20, berichtet über seine Eindrücke von der Konferenz. Ich habe mein ganzes Leben in der Stadt gewohnt und habe nicht viel Erfahrung mit Landwirtschaft. Deshalb wollte ich die Landwirtschaft und die Menschen, die sich mit...
In einer Höhle in den Pyrenäen kann man noch Malereien aus der Zeit vor 16 000 Jahren bestaunen und einer Finsternis begegnen, die die Bilder der Welt birgt. Hinter den Schichten unserer Worte und Bilder gibt es ein Leben, das im Verborgenen liegt. Manchmal fühle ich sein Wühlen flau. Es...

Sprüche · Kolumne

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Matthäus 18,3


Das ist kein hübsches, nettes Wort, das wir im Evangelium finden. Vielmehr wird hier ein tiefgreifender spiritueller Prozess beschrieben. Sich der Quelle des Geistes in uns selbst zuzuwenden, bedeutet, sich der Kindheit in uns zuzuwenden: einem Geist und einem Herzen ohne Vorurteile, ohne Verurteilung, offen für das, was sich zeigt, offen für die unmittelbare Gegenwart.


Auswahl und Kommentar Louis Defèche
Zeichnung Philipp Tok

Güte, Kraft und Liebe – die drei Säulen der Erziehung als Tagungsthema. Zwei Kinder sitzen auf dem Boden, eines bekommt ein Brot zu fassen. Da beginnt ein Streit, weil das andere Kind leer ausging. Die europäische Mutter beugt sich hinunter, teilt das Gebäck in zwei Teile und gibt jedem Kind eines. Die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein. Wirklich? Die gleiche Szene in Zentralafrika, wie es der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeld beschreibt.1 Wieder hat eines der beiden Kinder das Brot in der Hand und wieder nimmt es die Mutter und teilt es in zwei Stücke. Doch jetzt gibt sie beide Teile dem Kind, das zuvor den ganzen Brotschatz besaß, zurück. Was passiert? Die Kleine schaut sich die zwei Teile in ihren beiden Händen an, ihr Blick wechselt vom linken zum rechten, dann zum brotlosen Geschwisterkind. Da reicht sie ein Teil hinüber. Was für ein Bild! Die Kraft schenkt der Mutter die Stärke, einzuschreiten und das Brot an sich zu nehmen, die Güte, es gleichmäßig in zwei Teile zu trennen, und die Liebe, es dem ursprünglichen Kind zurückzugeben. So kann das Kind sein Mitgefühl entdecken und wird nicht genötigt. Was die afrikanische Mutter macht, erwartet Liebe und schenkt sie zugleich. So ist es auch mit der Güte und Kraft: Wo wir sie geben, laden wir dazu ein, dass sie sich entfalten. So wie das Kind Kraft, Liebe und Güte empfängt und zu geben vermag, ist es auch bei uns Großen: Wir lieben, sind gütig und stark, wenn wir Liebe, Güte und Kraft empfangen können – wo geht das besser als bei den Kindern selbst, denn wer ist so lieb, gut und stark wie sie?


Bild Zeichnungen von einem Mädchen (3 Jahre) aus Südkorea, 2021. Quelle: Archiv ChildArt e.V.

Fußnoten

  1. Irenäus Eibl-Eibesfeld, Die Biologie des menschlichen Verhaltens. München 1995, S. 689.

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Der Aufbau der ersten Waldorfschule brauchte alle Kräfte. Und im gesellschaftlichen Verständnis war ein Ort für die kleinen Kinder nicht wichtig. Deshalb entstand der erste Waldorfkindergarten erst 1926. Elisabeth von...

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

Pisac, Peru. Bildungsreise nach Peru für Waldorflehrkräfte. Das US-amerikanische Bay Area Center for Waldorf Teacher Training (BACWTT) befindet sich in einem kontinuierlichen Austausch mit verschiedenen indigenen Gemeinschaften, deren Weltsicht und pädagogisches Wissen eine wertvolle Ergänzung für die Waldorfpädagogik darstellen. Vom 2. bis 11. August organisiert das BACWTT in Zusammenarbeit mit der Kusi Kawsay Andean School vor diesem Hintergrund eine zehntägige Reise nach Peru....
Alfter, Deutschland. Ausstellung zur Lebenswelt geflüchteter Kinder. Im Oktober 2024 startete die Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Kooperation mit...
Berlin, Deutschland. Acht Vorträge erkunden Steiners Ideen aus heutiger Perspektive. Seit 2012 beschäftigt sich die Veranstaltungsreihe ‹Ästhetik der religiösen Begegnung›...
«Zum Schauderfeste dieser Nacht, wie öfter schon, Tret’ ich einher, Erichtho, ich, die düstere» Sieben weibliche Neben-Hauptfiguren aus Goethes ‹Faust›...
Kleine Menschen, großes Wirken – Kleinkindzeichnungen aus aller Welt und ihre gemeinsame Sprache. Der Künstler und Pädagoge Norbert Carstens interessiert sich seit...

Letzte Kommentare