Erde, Technik, Wahrheit, Frieden, Geist – fünf große Fragen, ein gemeinsamer Quellpunkt. Wo der Mensch wieder wahrnehmen lernt, beginnt Verbindung, und mit ihr Friedensarbeit. Renatus Derbidge schreibt über die vergessene Weltformel der Achtsamkeit. Manchmal erscheint die Gegenwart...
Anthroposophie ist keine Ideologie. Sie beschränkt sich nicht auf bestimmte Ideen. Sie erweitert den Bereich des Denkbaren und regt dazu an, alle Ideen zu denken – auch solche, die ungewöhnlich oder neu sind. Sie schränkt nicht ein;...

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Schwerpunktbeiträge

Erde, Technik, Wahrheit, Frieden, Geist – fünf große Fragen, ein gemeinsamer Quellpunkt. Wo der Mensch wieder wahrnehmen lernt, beginnt Verbindung, und mit ihr Friedensarbeit. Renatus Derbidge schreibt über die vergessene Weltformel der Achtsamkeit. Manchmal erscheint die Gegenwart wie ein...
Harzreise, Italienreise, Ilmenau und Frankreichfeldzug – eine seminaristische Annäherung an den verborgenen Goethe für das...
Wirtschaftliche Gesundheit ist ein Spiegel gesellschaftlicher Gesundheit. Die World Goetheanum Association (WGA) sieht im Assoziativen einen Schlüssel. In Verbindung zu arbeiten, setzt aber Verbindungsfähigkeit voraus. Welche aktuellen Trends und Herausforderungen kann man sehen? Friederike Mainz von der WGA sprach...

Gegenwart sehen

Am 12. August ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis über Island und Spanien – ein Grenzerlebnis für Sinne und Geist! Es ist die...

Zeitsymptome

Gegenwart sehen 

Viele Menschen erleben Erschütterungen, Unsicherheit und haben das Gefühl, am Abgrund zu stehen. Die Jahreskonferenz der Medizinischen Sektion vom 16. bis 20. September 2026 widmet sich deshalb den Themen Trauma,...
Am 12. August ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis über Island und Spanien – ein Grenzerlebnis für Sinne und Geist! Es ist die erste totale Sonnenfinsternis auf europäischem Festland nach der Finsternis vom...
Musik, Bewegung und die Kraft des Wassers versetzten tausend junge Menschen aus aller Welt während der diesjährigen Internationalen Studentenkonferenz (ISC) am Goetheanum in eine gemeinsame Resonanz. Ashton Arnoldy interviewte Gareth...
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Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

In alten Zeiten wurden Sonnenfinsternisse eher gefürchtet als verstanden. Das Zeitalter der Naturwissenschaft bot rationale Erklärungen. Heute erleben wir sie...
Wenn das Licht schwindet, wie bei einer Sonnenfinsternis, werden wir für einen Augenblick in der Dunkelheit sehend. Die ‹Pietà› von Tizian zeigt diesen Prozess, der auch immer einen Neuanfang in sich trägt. Der Maler Tizian (1488/90–1576) öffnete einen neuen gefühlsbetonten Innenraum durch die Leuchtkraft und Lebendigkeit seines Kolorits und seine...
Elisabeth Vreede prägte als erste Leiterin der Mathematisch-Astronomischen Sektion am Goetheanum deren Aufbau und Wirken. Sie besaß Klarheit, Wärme und...
Ein Konflikt ergreift sein Umfeld, lässt Zuschauende Positionen einnehmen – alle gehen ‹in Stellung›. Der Weg zum Frieden: Einander wahrnehmen ist der erste Schritt, gelten lassen ein zweiter, verstehen ein dritter. Auszüge von Reaktionen von Leserinnen und Lesern: «Endlich!», dachte ich beim Interview mit Serhii Kopyl. Eine Enttäuschung erlebte ich dann in der...

Sprüche · Kolumne

Liebster Freund, kannst du nicht sehen,
Daß die Dinge, für uns sehbar –
Nur ein Widerschein, ein Schatten
Derer, nicht dem Blick erspähbar?

Liebster Freund, kannst du nicht hören,
Daß das Marktgeschrei der Menge –
Ein verzerrtes Widerhallen
Feierlicher Sphärenklänge?

Liebster Freund, und kannst du ahnen,
Daß es eins nur gibt auf Erden –
Wenn in einem stummen Gruße
Sich zwei Herzen einig werden?

Wladimir Sergejewitsch Solowjow
aus dem Russischen übersetzt von Johannes von Guenther


Ist das Bewusstsein für die unsichtbare Harmonie, wenn auch nur als Ahnung, nicht gerade unser Zukunftspotenzial?


Auswahl und Kommentar Louis Defèche
Zeichnung Philipp Tok

Schon der erste Zug hat Verspätung, und ich warte an einem heißen Freitag im Juni an einem überfüllten Gleis in Deutschland. So viele Soldaten! Das habe ich lange nicht mehr gesehen. Auch Soldatinnen. Sie stehen allein und sprechen mit niemandem. Sie schauen ernst. Sie sind jung. Gesichter, die ein Leben vor sich haben. Das letzte Mal habe ich in meiner Kindheit eine so hohe Militärpräsenz erlebt. Düsenjäger, die durch den Sommerhimmel dröhnten, Panzer auf den wenig befahrenen Autobahnen der DDR in den 1980ern, das ‹Lied gegen die Neutronenbombe› im Musikunterricht. Im Zug bekomme ich keinen Platz mehr und lande im Zwischenraum, der nicht klimatisiert ist. Mit zwei Soldatinnen sitze ich auf der Erde zwischen Koffern und Rucksäcken. Als die Hitze fast unerträglich wird, sagt die eine: «Es ist schließlich mein Beruf, das auszuhalten.» Bilder von Kriegsfilmen tauchen auf. Mein Gehirn realisiert irritiert, dass diese beiden jungen Frauen wirklich in einem Schützengraben landen könnten. Ich antworte ihr: «Meiner auch!»

Vier Stunden Verspätung, stehen, schwitzen, vermüllte Gänge, Schlangen von Menschen für kostenloses Wasser im Bordbistro. Es scheint, wir haben unsere Komfortzone verlassen. Und überall Camouflage-Gestalten auf dem Boden. Ihre Präsenz mutet bedrückend an. Und zugleich wirkt es so verletzlich, wie sie da kauern, in sich gekehrt. Ich weiß nicht, ob sich da etwas zusammenbraut, aber ich will nicht, dass diese jungen Menschen erleben müssen, was mein Großvater und alle Soldaten erlebt haben und nie darüber sprechen konnten. Was ich in diesem Ausnahmezustand im überhitzten Zug tun kann, ist, ruhig, freundlich und in der menschlichen Begegnung zu bleiben. Und ehrlich gesagt tun das ziemlich viele Menschen in dieser ‹Postkomfortzone›.


Foto Mihail Cioinica

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Licht fällt durch hohe Fenster und berührt die Bilder von Christian Goll. Wer eintritt, begegnet Motiven zwischen Erde, Schwelle und Geist. Das Haus Pyle, in unmittelbarer Nähe des Goetheanum, noch...
In alten Zeiten wurden Sonnenfinsternisse eher gefürchtet als verstanden. Das Zeitalter der Naturwissenschaft bot rationale Erklärungen. Heute erleben wir sie als Individuen und fühlen uns betroffen, ganz abgesehen davon, wie...
Wenn das Licht schwindet, wie bei einer Sonnenfinsternis, werden wir für einen Augenblick in der Dunkelheit sehend. Die ‹Pietà› von Tizian zeigt diesen Prozess, der auch immer einen Neuanfang in...
Aus dem Spiel der Rhythmen von Erde, Mond und Sonne ereignen sich die Sonnenfinsternisse. Weil all diese Rhythmen nicht genau ineinander aufgehen, ist die Folge der Finsternisse ein überraschendes Geschehen....

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

Köln, Deutschland / Weiz, Österreich. Pflanzenmusik als pädagogisches Naturerlebnis. Wie wäre es, dem Klang einer Rose zu lauschen? Oder dem eines alten Olivenbaums? Und wie würde sich wohl eine Orchidee anhören? Pflanzenmusik bietet auf diese Fragen akustische Antworten. Denn die elektrische Aktivität in einer lebenden Pflanze kann mithilfe von Biofeedback-Sensoren und einem digitalen Transmitter in für Menschen hörbare Klänge übersetzt...
Istanbul, Türkei. Überregionales Netzwerk für Biodynamik in der Türkei. Mesopotamien bezeichnet die Kulturlandschaft in Vorderasien, die durch die Flusssysteme des...
Im September spielt das Projektensemble der Goetheanum-Bühne wieder das Stück ‹Der Besucher› des französisch-belgischen Autors Éric-Emmanuel Schmitt. Regie führt Gosha...
Ist Frieden möglich? Diese Frage scheint angesichts der aktuellen politischen Weltstimmung relevanter denn je. Die Gegenwart wirkt zunehmend komplex und...
New York City, USA. Wie Kunst in den menschlichen Geist blicken lässt. Das 1870 gegründete Metropolitan Museum of Art (MET)...

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