So wie zwei Brennpunkte die Erdbahn bestimmen – die Sonne als physischer Mittelpunkt, der andere als geistiger Mittelpunkt –, so tragen zwei Brennpunkte eine Gemeinschaft: ein irdischer und ein kosmischer. Dieser gemeinsame Wille entsteht, wenn alle in der Gemeinschaft...
Anhand zeichnerischer Texturen beforschte die Künstlerin Emanuela Assenza die Bedeutung des Stofflichen in der Kunst. Es ist ein Wagnis, das Stoffliche des Kunstwerks als ästhetische Größe und in seinem spirituellen Wert aufzufassen. Der folgende Artikel...

Werbeanzeige

Schwerpunktbeiträge

In gelebter Vielfalt und Unbefangenheit begegneten sich die Forschenden. Ich erlebe die Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner und der Anthroposophie in Europa oft polarisiert, schwarz oder weiß. Selten begegnen mir so unbefangene Blicke jenseits aller Kategorisierungen, wie ich...
Sie war eine geborene Kosmopolitin – und kam über Java, die Niederlande und Berlin in die Schweiz,...

Gegenwart sehen

Zeitsymptome

Gegenwart sehen 

Kunst wie Natur werden durch die Betrachtenden ‹realisiert›. Der Mensch schafft Wirklichkeit, weil er geistig Intuiertes in der sinnlichen Welt wahrnehmbar machen kann. Kein Kunstwerk ohne Betrachtende. Diese Einsicht ist...
Advertisement/Anzeige

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Es ist früh am Morgen und im Haus schläft alles noch. Der Himmel draußen ist klar. Ich sehe, wie sich die Berge im Sonnenlicht aufwärmen. Hier unten im Tal ist noch alles gefroren. Ein später Frost lässt den zarten Blüten wenig Chancen. Nur ein paar Pflaumen oder Birnen also in...
Dirk Kruses differenzierte und vielfach erhellende Darstellungen zum seelisch-geistigen Jahreslaufgeschehen in der Natur können gut parallel zu Rudolf Steiners ‹Seelenkalender› gelesen werden; beides gehört nebeneinander auf den Tisch. «Unser Gefühl kann gar nicht anders, als am Nachfühlen wachsen […]; Nachfühlen geht nach innen. […] In der Richtung nach innen aber...

Sprüche · Kolumne

Was gibt es doch für viele dornige Pfade, die ich gehen muss! Und ich muss überall durch, und nur ich allein bin der Maßstab für mich selbst, ich muss alles selbst herausbekommen und selbst meine eigenen Formulierungen und meine eigenen kleinen Wahrheiten finden. Manchmal verwünsche ich die schöpferischen Kräfte in mir, die mich zu weiß Gott welchen Dingen antreiben, aber zuweilen erfüllt mich auch große Dankbarkeit, fast schon Ekstase. Und diese Höhepunkte der Dankbarkeit dafür, so voll Leben sein zu dürfen, und für die Möglichkeit, die Dinge allmählich begreifen zu können, wenn auch auf meine Weise, lassen mir jedes Mal wieder das Leben der Mühe wert erscheinen, sie werden immer wieder zu den Pfeilern, auf die sich mein Leben stützt.

Etty Hillesum
Aus: Das denkende Herz. Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941–1943. Hrsg. und eingeleitet von J. G. Gaarlandt, Reinbek bei Hamburg 2006, S. 68. Auszug aus dem Eintrag vom 21. Nov. 1941.


Nur ich selbst vermag die Substanz zu schaffen, auf die sich das eigene Leben stützt. In Herausforderungen und mit Widerständen verdichtet sich diese Substanz zu einer Stabilität, die unumstößlich ist.


Kommentar Johanna Lamprecht
Zeichnung Philipp Tok

Das Thema der diesjährigen Tagung der Landwirtschaftlichen Sektion war ‹You never farm alone› (Du bist nie allein auf dem Feld), und so war auch die Veranstaltung: reich an Begegnungen, Lernerfahrungen und Inspiration. Die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Landwirte und Landwirtinnen in den Berichten erinnerte die Teilnehmenden daran, dass Landwirtschaft mehr ist als nur Land und Ernte, sondern auch aus Menschen und Gemeinschaft besteht.

Die Vormittagssitzungen widmeten sich Rudolf Steiners Michael-Brief, konzentrierter Anthroposophie, wodurch eine Atmosphäre der persönlichen Reflexion und Verbundenheit entstand. Referierende aus aller Welt stellten praktische Erfahrungen und Ideen vor und zeigten, dass Gemeinschaften oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen, während sie lokale Lösungen entwickeln. Sie stärkten das Bewusstsein, dass in der Landwirtschaft Tätige überall Teil einer größeren Bewegung sind, wobei die Anthroposophie einen gemeinsamen Orientierungsrahmen bietet. Berichte aus verschiedenen Ländern hoben das Engagement und die Beharrlichkeit von Landwirten und Landwirtinnen hervor, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen, und schufen Raum für persönliche Reflexion. Trotz der schwierigen Bedingungen, mit denen viele landwirtschaftliche Gemeinschaften heute konfrontiert sind, beschrieben die Teilnehmenden die kollegiale Atmosphäre als inspirierend. Das Gemeinschaftsgefühl auf dem Goetheanum-Campus verlieh der Zusammenkunft Tiefe und nachhaltige Wirkung. Ich konnte sehen, dass die Teilnehmenden mit neuer Hoffnung und Inspiration zurückkehren auf ihre Höfe, zu ihrer Arbeit und zu ihren Gemeinschaften.


Bild Eindrücke von der Jahrestagung der Landwirtschaftlichen Sektion 2026, Foto: Xue Li

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Es ist früh am Morgen und im Haus schläft alles noch. Der Himmel draußen ist klar. Ich sehe, wie sich die Berge im Sonnenlicht aufwärmen. Hier unten im Tal ist...
In einer Höhle in den Pyrenäen kann man noch Malereien aus der Zeit vor 16 000 Jahren bestaunen und einer Finsternis begegnen, die die Bilder der Welt birgt. Hinter den...

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

Nohfelden, Deutschland. Onlinekurs für die Wahrnehmungsschulung. Durch das Leben zu gehen und dabei mit den eigenen Sinnen verbunden zu bleiben, ist nicht immer leicht: Zu sehr leben wir in einer Welt der permanenten Reizüberflutung. Informationen, Bilder und Ansprüche prasseln auf uns ein, bis es unausweichlich scheint, als Konsequenz und auch als Selbstschutz abzustumpfen. Eine Beziehung zu den eigenen Sinnen aufzubauen,...
Châteauneuf-de-Gadagne, Frankreich. Öffentliches Forum zu einem konstruktiven Umgang mit künstlicher Intelligenz. Was bedeutet Intelligenz eigentlich in Zeiten von KI? Kann...
Kabelvåg, Norwegen / Wien, Österreich. Ein Film über das Aufwachsen in einer krisenbehafteten Welt, über Prinzipien und die Liebe zur...
Washington, USA. Testergebnisse zeigen, dass die jüngste Generation schlechtere kognitive Fähigkeiten hat als alle Generationen zuvor. Maine war 2002 der...
Kiental, Schweiz. Künstlerisches Achtsamkeitsretreat zum Thema Farbe. Die Beziehung zu Farben ist Teil jedes menschlichen Lebens, ob bewusst oder unbewusst....

Letzte Kommentare