Erde, Technik, Wahrheit, Frieden, Geist – fünf große Fragen, ein gemeinsamer Quellpunkt. Wo der Mensch wieder wahrnehmen lernt, beginnt Verbindung, und mit ihr Friedensarbeit. Renatus Derbidge schreibt über die vergessene Weltformel der Achtsamkeit. Manchmal erscheint die Gegenwart...
Anthroposophie ist keine Ideologie. Sie beschränkt sich nicht auf bestimmte Ideen. Sie erweitert den Bereich des Denkbaren und regt dazu an, alle Ideen zu denken – auch solche, die ungewöhnlich oder neu sind. Sie schränkt nicht ein;...

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Schwerpunktbeiträge

Harzreise, Italienreise, Ilmenau und Frankreichfeldzug – eine seminaristische Annäherung an den verborgenen Goethe für das...
Jedes Mal, wenn wir online gehen, ist die künstliche Intelligenz (KI) dabei. Ob wir wollen oder nicht, KI wird gerade Teil unseres Alltags. In vielen Fällen super praktisch – die Maschine weiß es! In anderen Situationen etwas ungeheuerlich – wie kann die Maschine...

Gegenwart sehen

Am 12. August ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis über Island und Spanien – ein Grenzerlebnis für Sinne und Geist! Es ist die...

Zeitsymptome

Gegenwart sehen 

Am 12. August ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis über Island und Spanien – ein Grenzerlebnis für Sinne und Geist! Es ist die erste totale Sonnenfinsternis auf europäischem Festland nach der Finsternis vom...
Musik, Bewegung und die Kraft des Wassers versetzten tausend junge Menschen aus aller Welt während der diesjährigen Internationalen Studentenkonferenz (ISC) am Goetheanum in eine gemeinsame Resonanz. Ashton Arnoldy interviewte Gareth...
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Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

In alten Zeiten wurden Sonnenfinsternisse eher gefürchtet als verstanden. Das Zeitalter der Naturwissenschaft bot rationale Erklärungen. Heute erleben wir sie...
Wenn das Licht schwindet, wie bei einer Sonnenfinsternis, werden wir für einen Augenblick in der Dunkelheit sehend. Die ‹Pietà› von...
Aus dem Spiel der Rhythmen von Erde, Mond und Sonne ereignen sich die Sonnenfinsternisse. Weil all diese Rhythmen nicht genau ineinander aufgehen, ist die Folge der Finsternisse ein überraschendes Geschehen. Die Mondbahn ist gegenüber der Ekliptik um fünf Grad geneigt. Deshalb wandert der Mondschatten bei Neumond entweder ober- oder unterhalb...
Elisabeth Vreede prägte als erste Leiterin der Mathematisch-Astronomischen Sektion am Goetheanum deren Aufbau und Wirken. Sie besaß Klarheit, Wärme und...
Ein Konflikt ergreift sein Umfeld, lässt Zuschauende Positionen einnehmen – alle gehen ‹in Stellung›. Der Weg zum Frieden: Einander wahrnehmen ist der...
Anfang April 2026 trafen sich Jugendliche zur International Students’ Conference (ISC). Unter dem Titel ‹Die Fäden, die uns zusammenhalten› hatte die Jugendsektion eingeladen, sich selbst in der Verbundenheit zu finden. Zwei vom Organisationsteam teilen ihre Erfahrungen. Ein gemeinsamer Wille Ich bin Anna Christina Steffens, in Italien geboren, doch zweisprachig aufgewachsen,...

Sprüche · Kolumne

Himmel und Erde werden vergehen – denn auch das, was wir von den Sternen durch unsere Sinne sehen, gehört zu diesem Vergänglichen –, Himmel und Erde werden vergehen; das aber, was sich als das innere Wort in dem inneren Chaos des Menschen, in dem Zerstörungsherde bildet, das wird, nachdem Himmel und Erde vergangen sind, so fortleben, wie der Keim der Pflanze des gegenwärtigen Jahres im nächsten Jahr in der Pflanze weiterleben wird. In dem Inneren der Menschen sind die Keime von Weltenzukünften.

Rudolf Steiner,
Anthroposophie als Kosmosophie. Erster Teil: Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich. Vortrag in Dornach vom 24.9.1921. GA 207


Kann es sein, dass der Mensch, der so viel Chaos um sich herum verbreitet, gerade der Dreh- und Angelpunkt der Weltentwicklung ist? Dass das Chaos, das in ihm wohnt, zum Nährboden aller Zukunft wird?


Auswahl und Kommentar Louis Defèche
Zeichnung Philipp Tok

Ich beobachtete, wie sich Dutzende Menschen auf einem Feld versammelten. Kinder rannten herum. Menschen stellten Teleskope oder Kameras auf, sprachen aufgeregt miteinander und verteilten merkwürdige Sonnenbrillen. Als die Sonnenfinsternis begann und die Dunkelheit zunahm, wurde es ruhiger. Die Kinder hielten inne, die Erwachsenen flüsterten. Während der Totalität sprach niemand mehr und niemand bewegte sich. Als das erste Glimmen der Sonne wieder erschien, brach die Menge in Jubel aus, Menschen umarmten sich.

Viele Jahre zuvor saß ich allein im Wald. Das Licht fiel durch die Lücken im Laub und bildete kleine runde ‹Pfützen› auf dem Boden. Als sich der Mond vor die Sonne schob, verwandelten sich diese Lichtflecken in kleine ‹Haarsträhnen› – die goldenen Locken des verschwindenden Sonnenkindes. Die Farben traten zurück, aufgesogen von einem tiefen Grau. Es herrschte Grabesstille. Keine Brise, kein Vogelgesang, nichts. Der Wald hielt seinen Atem an. Es verging ein Moment. Und noch einer. Würde es für immer so sein? Auch ich hielt meinen Atem an. Dann ein kleines Vogellied, ein Farbflüstern und das plötzliche Einatmen von Freude in mein Herz sagten mir: Wir sind hindurchgegangen.

Ich dachte an einen Flug in eine kleine spanische Stadt. Als wir landeten, applaudierten und lachten die Passagiere. Ich lachte auch. Unser Verstand weiß, dass die Sonne zurückkehrt und das Flugzeug landet. Doch unser Herz empfindet einen Übergang, der viel großartiger ist. Es ist gut, einen Moment von unerwarteter Freude zu teilen: Wir sind hindurchgegangen, wir sind immer noch hier, zusammen.


Illustration Adrien Jutard

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

In alten Zeiten wurden Sonnenfinsternisse eher gefürchtet als verstanden. Das Zeitalter der Naturwissenschaft bot rationale Erklärungen. Heute erleben wir sie als Individuen und fühlen uns betroffen, ganz abgesehen davon, wie...
Wenn das Licht schwindet, wie bei einer Sonnenfinsternis, werden wir für einen Augenblick in der Dunkelheit sehend. Die ‹Pietà› von Tizian zeigt diesen Prozess, der auch immer einen Neuanfang in...
Aus dem Spiel der Rhythmen von Erde, Mond und Sonne ereignen sich die Sonnenfinsternisse. Weil all diese Rhythmen nicht genau ineinander aufgehen, ist die Folge der Finsternisse ein überraschendes Geschehen....
Elisabeth Vreede prägte als erste Leiterin der Mathematisch-Astronomischen Sektion am Goetheanum deren Aufbau und Wirken. Sie besaß Klarheit, Wärme und die seltene Fähigkeit, andere in ihrer Forschung zu unterstützen. «Aus...

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

New York City, USA. Wie Kunst in den menschlichen Geist blicken lässt. Das 1870 gegründete Metropolitan Museum of Art (MET) ist eines der bekanntesten Kunstmuseen weltweit. Es beherbergt Zehntausende von Kunstwerken aus verschiedensten Kulturepochen und -regionen der Welt. Es war zudem eines der ersten Museen, dessen Kuratorinnen und Kuratoren sich getraut haben, die Arbeiten von modernen, nicht figurativ arbeitenden Künstlerinnen...
Witten/Herdecke, Deutschland. Neue Studie zeigt Problematik von psychologischen Inhalten in den sozialen Medien. Psychoedukation ist auch dank Social Media heute...
Wellington, Aotearoa Neuseeland. Die neuseeländische Regierung unternimmt Schritte, um den Ökosektor zu stärken. Die ökologische Landwirtschaft in Aotearoa Neuseeland hat...
Wirtschaftliche Gesundheit im Spiegel gesellschaftlicher Gesundheit – am 25. und 26. September. Überall beginnen Menschen, Wirtschaft neu zu denken – ganzheitlich, verantwortungsvoll und tragfähig...

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