Himmel und Erde werden vergehen – denn auch das, was wir von den Sternen durch unsere Sinne sehen, gehört zu diesem Vergänglichen –, Himmel und Erde werden vergehen; das aber, was sich als das innere Wort in dem inneren Chaos des Menschen, in dem Zerstörungsherde bildet, das wird, nachdem Himmel und Erde vergangen sind, so fortleben, wie der Keim der Pflanze des gegenwärtigen Jahres im nächsten Jahr in der Pflanze weiterleben wird. In dem Inneren der Menschen sind die Keime von Weltenzukünften.
Rudolf Steiner,
Anthroposophie als Kosmosophie. Erster Teil: Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich. Vortrag in Dornach vom 24.9.1921. GA 207
Kann es sein, dass der Mensch, der so viel Chaos um sich herum verbreitet, gerade der Dreh- und Angelpunkt der Weltentwicklung ist? Dass das Chaos, das in ihm wohnt, zum Nährboden aller Zukunft wird?
Auswahl und Kommentar Louis Defèche
Zeichnung Philipp Tok


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