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Schwerpunktbeiträge

Stangenbohnen brauchen Sonne, kleine Kinder auch. Wer in der Schweiz Stangenbohnen im März aussät, wird sich nicht an den schnell wachsenden Kletterpflanzen erfreuen können. Es ist einfach noch zu kalt für die Keimung. Wer einer Sau im...
«Güte ist die einzige ehrliche Antwort auf alles.» – George Sanders ‹Güte› bedeutet, echte Fürsorge und Mitgefühl...

Gegenwart sehen

Zeitsymptome

Gegenwart sehen 

Zum Tod des Erzählers, Autors und Filmers Alexander Kluge. Der Tod des Filmemachers und Schriftstellers Alexander Kluge hat mich besonders berührt, weil ich persönlichen Kontakt zu ihm hatte, das erste...
Das Schreiben mit der Tastatur hat die Handschrift weitgehend ersetzt. Da lohnt es sich zu fragen: Was geschieht in uns Menschen, wenn wir schreiben? Die neurobiologischen Ergebnisse deuten darauf hin,...
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Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Das vorliegende Büchlein vermittelt die Themen der Arbeit der Pädagogischen Sektion am Goetheanum. Die gesammelten Artikel fokussieren sich auf die Frage: Was können die Erkenntnisse einer anthroposophischen Menschenkunde dazu beitragen, den individuell werdenden Menschen in seiner Entwicklung zu ‹sehen› und zu unterstützen? Die Beiträge entstanden bei Veranstaltungen wie der ‹World...
Stehen wir derzeit in einem Zivilisationsbruch? Und wie stärken wir Diplomatie wieder als erste Option? Gerald Häfner entwickelt Perspektiven in kriegerischer Zeit. Die Fragen stellte Wolfgang Held. Wie erlebst du gegenwärtig die politische Lage? Gerald Häfner Wir stehen in einer Art Zivilisationsbruch. Eine neue Form von Politik macht sich breit. Sie...

Sprüche · Kolumne

Wenn du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rathe ich dir, mein lieber, sinnreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen. Es braucht nicht eben ein scharf denkender Kopf zu sein, auch meine ich es nicht so, als ob du ihn darum befragen solltest, nein! Vielmehr sollst du es ihm selbst allererst erzählen.

Heinrich von Kleist
Aus: Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden. In: Ders., Sämtliche Werke und Briefe Band II. München/Frankfurt am Main 2010, S. 284.


Die Weisheit des Dialogs liegt im gedankenbildenden Sprechen und in der Kraft des Zuhörens – im Zusammentreffen von beidem wachsen Sprechende und Zuhörende über sich hinaus.


Kommentar Johanna Lamprecht
Zeichnung Philipp Tok

Eine anthroposophische Kontemplation über das Wesen von Gleichnissen mit zwei Beispielen zum Denken.


Ich bin zu der Einsicht gelangt, dass sich alles, was sich wirklich verstehen lässt, durch ein Gleichnis erschließen lässt. Sowohl das anschauliche Gleichnis als auch das seelische oder geistige Phänomen, auf das es verweist, unterliegen derselben Gesetzmäßigkeit, demselben Prinzip. Wer die Grenzen der einzelnen Disziplinen oder Themen überschreiten will, muss jene durchlässigen, allen zugrunde liegenden gemeinsamen schöpferischen Prinzipien erkennen. Durch ein Gleichnis zu veranschaulichen, ist Imaginationskraft. Sie ist kein willkürliches Fantasieren und kein zufälliges Zusammenfügen einzelner Erscheinungen, sondern eine dem schöpferischen Prinzip verpflichtete Kraft der Gestaltbildung. Sie besitzt Wahrheitsgehalt und trägt die Möglichkeit in sich, Wirklichkeit zu werden. Zwei bildhafte Gleichnisse für das Denken:

1. Denken gleicht dem Fahren eines Autos. Die meisten Menschen ‹fahren› mit einem bestimmten Modell, dessen Konstruktion abgeschlossen ist. Die Aufmerksamkeit ist auf die Umgebung fokussiert. Doch ließe sich ein Denken denken, das während der Fahrt zugleich den Motor umgestaltet, sodass er sich wechselndem Terrain – Sumpf, Gebirge, Ebene – anzupassen vermag? Lässt sich das Denken wie eine Walnuss knacken und der bislang verborgene Blackbox-Prozess im Denken in einen durchsichtigen Vorgang verwandeln?

2. Gewöhnliches Denken ähnelt einer formenden Hand, die Inhalte sinnlicher und seelischer Erfahrung zu Gedanken gestaltet. Wie aber ließe sich ein Denken entwickeln, das über viele bewegliche Fühler wie die Schnecke verfügt? Fühler, die vom Willen frei durchdrungen und gelenkt werden können, die formend tätig sind und zugleich als Wahrnehmungsorgane dienen, um dem Gegenstand der Erkenntnis tastend zu begegnen und ihn zu erkennen?


Foto David Vilches

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Emil Molt war weltzugewandt und kompromisslos überzeugt von der Wirksamkeit des Geistigen. Aus mutiger Intuition ermöglichte er 1919 im ungewöhnlichen Zusammenspiel von Arbeiterschaft und Unternehmer die Gründung der ersten Waldorfschule....
Zum 100-jährigen Jubiläum der Ankunft von Gerard Wagner am Goetheanum. Im Jahr 1926, vor 100 Jahren, kam ein 20-jähriger Kunststudent vom Royal College of Art in London zu einer Sommertagung...
Das vorliegende Büchlein vermittelt die Themen der Arbeit der Pädagogischen Sektion am Goetheanum. Die gesammelten Artikel fokussieren sich auf die Frage: Was können die Erkenntnisse einer anthroposophischen Menschenkunde dazu beitragen,...
Albert Vinzens hat eine eindrückliche Hommage an Hermann Kükelhaus, den früh verstorbenen ‹Dichter im Krieg›, vorgelegt. Mit dem Namen Kükelhaus verbindet man gemeinhin den Vornamen Hugo des bekannten Philosophen, Künstlers...

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

Mansourieh, Libanon. Nothilfekampagne im Libanon. Im Jahr 1974 wurde im libanesischen Mansourieh der erste Kindergarten für Kinder mit Assistenzbedarf eröffnet, dessen pädagogisches Konzept den Grundlagen der Waldorfpädagogik folgt. Aus dem Kindergarten entwickelte sich mit den Jahren die heilpädagogische Einrichtung und Organisation namens Step Together. Der Ort bietet nicht nur eine Vielzahl an Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Assistenzbedarf im...
San Rafael / Bodega, USA. Workshop in naturbasiertem Lernen. An Waldorfschulen findet der Unterricht nicht nur in geschlossenen Räumen statt....
Brüssel, Belgien / Straßburg, Frankreich. Anthroposophische Perspektiven im multireligiösen Diskurs. Die Europäische Allianz von Initiativen angewandter Anthroposophie (ELIANT) ist seit...
Dornach, Schweiz. Ausstellung von Gerard Wagners Gemälden, die Kuppelmalereien des Goetheanums zeigen. Was sind die Kuppelmalereien von Rudolf Steiner? Vielleicht...
Sieben weibliche Nebenhauptfiguren aus Goethes ‹Faust› erscheinen hier in einer Reihe: Manto ist die geheimnisvollste unter ihnen. Faust begegnet ihr...
Basilika des antiken Namensgeber der Eurythmie entdeckt. Die Folge: Vitruv war nicht nur Kunsttheoretiker, sondern er schuf auch Werke. Der...
Im Februar 2026 wäre Ita Wegman 150 Jahre alt geworden. Als Ärztin trug sie neben Rudolf Steiner maßgeblich zur Entwicklung...
Florenz, Italien. Anthroposophische Perspektive auf die Kulturepoche Florenz gilt als Wiege der Renaissance, einer Kunst- und Kulturepoche, die Menschen bis...

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