Wir inkarnieren auf einem Planeten, dessen Entwicklung mit dem Schicksal von uns Menschen zusammenhängt. Die ‹Große Mutter› ist unser Leib. Wir haben eine karmische Beziehung mit der Erde. Das Primärerlebnis ist das einer Einheit, einer...
Die Erlösung ungefühlter Gefühle aus der Kindheit lässt den inneren Menschen in der Seele auferstehen. Zu dieser Nachreifung ruft das Ich in jeder einzelnen Biografie – und zugleich das Ich der Menschheit. Werde erwachsen – werden wir erwachsen. Es...

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Schwerpunktbeiträge

Wir inkarnieren auf einem Planeten, dessen Entwicklung mit dem Schicksal von uns Menschen zusammenhängt. Die ‹Große Mutter› ist unser Leib. Wir haben eine karmische Beziehung mit der Erde. Das Primärerlebnis ist das einer Einheit, einer Einheitlichkeit von...

Gegenwart sehen

Aktuelle medizinische Forschungs­ergebnisse zeigen einen Zusammen­hang zwischen Komplikationen während der Schwangerschaft und Entwicklungs­störungen in der frühen Kindheit. Inwieweit wird die...

Zeitsymptome

Gegenwart sehen 

Der 15. Mai ist der Tag der Nakba – der Katastrophe. Gemeint ist die gewaltsame Entwurzelung und Vertreibung von mehr als 700 000 Palästinenserinnen und Palästinensern 1948 im Zuge der Gründung des...
Aktuelle medizinische Forschungs­ergebnisse zeigen einen Zusammen­hang zwischen Komplikationen während der Schwangerschaft und Entwicklungs­störungen in der frühen Kindheit. Inwieweit wird die Lebensqualität eines Kindes bereits während der Schwangerschaft bestimmt? In den...
Technologische Intelligenz lässt uns neu verstehen, wer wir Menschen sind. Das Prinzip ‹Geist ist niemals ohne Materie; Materie ist niemals ohne Geist› gehört zur Überzeugung vieler spiritueller Richtungen, doch wie erfahren...
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Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Als für Marcel Proust ein Kuss ausblieb, gebar die Sehnsucht ihm seine zukünftige Sprache. Gehüllt vom Prinzip der Mutter und der bedingungslosen Liebe gebären wir uns immer wieder neu. ‹Auf der Suche nach der verlorenen Zeit› von Marcel Proust wird mit einem fehlenden Kuss eröffnet. Die Mutter bleibt auf einer...
Durch Medien, die uns eine Sache vermitteln wollen, entfernt sich das unmittelbare Erleben ein Stück weiter vom Leib und wird...
Wir spazieren durch eine Ausstellung über die Zeit des Kaisers Augustus. Vor uns eine faszinierende Büste von Cicero, dann andere markante Gestalten, Statthalter und reiche Römerinnen, außerdem Fragmente städtischer Architektur, alles groß dimensioniert und in seiner Wirkung gut kalkuliert. Ich bin beeindruckt und mir ist zugleich, als umwehe mich eine...

Sprüche · Kolumne

Ich verlangte eine Quittung für den viel zu teuren Besuch des kleinen äthiopischen Gehöfts. Aber die Männer sahen nur verständnislos zu mir herüber. Wurde ich gerade übers Ohr gehauen? Ich hörte mich an wie meine Mutter und erkannte unverhohlen, dass ihr Umgang mit den Dingen mich geprägt hatte. Witzig und charmant versuchte ich, die Situation dann zu überspielen, ohne mein Frausein in den Fokus zu rücken. Denn die haben in diesen Dingen bestimmt nicht viel zu sagen hier. Im Stillen befand ich den Guide als überheblich, bevor ich mitbekam, dass er der Linie der Clanführer entstammte. Schlussendlich saß ich in der Hütte der jungen Ehefrau und lauschte ihrem Gesang – so schön wie der Savannenwind um 17 Uhr.

Unter unseren Kleidern aus Gewohnheiten, Habitus, Prägungen, Kultur und Biografie beginnt die Wandlung. Sie sind uns Schutz, auch Werkzeug, sie entzweien oder verbinden uns. Aber erst darunter kann das Gewordene befreit werden. Mit Licht. Und aus Licht muss irgendwann Liebe werden, je mehr es die Materie ergreift. Wo ich mir meiner Identitäten bewusst bin, wo ich nur noch ich bin, hinter meinen Kleidern, da begegne ich meinem Menschengewand.


Bild Gehöft in Südäthiopien, 2023, Foto: Gilda Bartel

Früher sah ich nicht das wahre Bild der Erde. Die Erde hat die Haltung einer Frau mit einem Kind in den Armen (mit ihren Geschöpfen in ihren breiten Armen).

Ich lerne den mütterlichen Sinn der Dinge kennen. Die Bergkette, die mich anblickt, ist auch eine Mutter, und abends spielt der feine Nebel wie ein Kind auf ihren Schultern und Knien.

Ich erinnere mich jetzt an eine Schlucht im Tale. Durch ihr tiefes Bett lief singend ein Wildbach, den das Gebüsch noch vor den Blicken verbarg. Nun bin ich wie die Schlucht; ich spüre in meiner Tiefe dieses Bächlein singen, und mein Fleisch dient ihm als Gebüsch, bis es zum Lichte aufsteigt.

Gabriela Mistral
Aus: Gedichte der Mütter. In: Gabriela Mistral, Spürst du meine Zärtlichkeit? Zürich 1981, S. 18 f.


In der Tiefe, in der Schwere unmerklich Halt zu geben, ist eine mütterliche Qualität, die dem Nebel, dem Wind, dem Wasser die Möglichkeit schenkt, spielerisch aufzustreben: Rasch als eine Selbstverständlichkeit abgetan, wird die Mütterlichkeit der Erde nicht erkannt.


Kommentar Johanna Lamprecht
Zeichnung Philipp Tok

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

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Unser Körper ist allem Sichtbaren, Geformten ähnlich. Als Leib angeschaut, entsteht er als lebendige Gestalt. Und Anthroposophie lässt sich lesen als geistiger Leib für das Ich. Eine Meditation zwischen Ostern...

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

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Dornach, Schweiz. Internationale Fortbildung für Medizin und Heilpädagogik Am 30. September beginnt das internationale, interdisziplinäre CALM-LD-Ausbildungsprogramm, das von der Medizinischen...
Hardwick, USA. Die Gemeinschaften freuen sich über neue Freiwillige Die aktuelle politische Lage in den USA lässt viele Menschen zögern,...
In wenigen Wochen beginnen die Proben für die drei ‹Faust›-Sommerspiele im Juli. Jetzt trafen sich die Spielenden Sangita Singh (Gretchen)...
Kampagne zum Erhalt von Homöopathie und Anthroposophischer Medizin in Deutschland. Mit der Initiative ‹Mittwochs-Märsche der Weißkittel – es ist fünf nach zwölf!›...

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