Der Ukrainer Serhii Kopyl (geb. 1979) ist Chefredakteur des anthroposophischen Verlags Nairi und leitet das Zentrum für anthroposophische Bildung Brama in Kiew. Er ist Vorstandsvorsitzender der neu gegründeten ukrainischen Anthroposophischen Gesellschaft und unterrichtet am Steiner-Pädagogik-Seminar....

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Schwerpunktbeiträge

In der Figur der Maria Magdalena erscheint die Überwindung des Todes nicht als Lehre, sondern als innere Erfahrung. Wie verändert sich unser Blick, wenn wir den Auferstandenen in der Seele empfangen? Eine kleine Reise an verschiedene Orte...

Gegenwart sehen

Zum Festakt des Abschlusses der Gesamtausgabe Rudolf Steiners waren die 453 Bände auf der Goetheanum-Bühne ausgebreitet. In Grußworten und Erinnerungen...

Zeitsymptome

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Zum Festakt des Abschlusses der Gesamtausgabe Rudolf Steiners waren die 453 Bände auf der Goetheanum-Bühne ausgebreitet. In Grußworten und Erinnerungen ging es um großen Dank und leise Mahnung. Cornelius Bohlen,...
Zum Tod des Erzählers, Autors und Filmers Alexander Kluge. Der Tod des Filmemachers und Schriftstellers Alexander Kluge hat mich besonders berührt, weil ich persönlichen Kontakt zu ihm hatte, das erste...
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Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Im Berliner Erzählverlag sind die Erinnerungen von Lola Jaerschky (1902–1991) an ihre Häftlingszeit erschienen. Die ehemalige Lehrerin und Eurythmistin an...
Emil Molt war weltzugewandt und kompromisslos überzeugt von der Wirksamkeit des Geistigen. Aus mutiger Intuition ermöglichte er 1919 im ungewöhnlichen Zusammenspiel von Arbeiterschaft und Unternehmer die Gründung der ersten Waldorfschule. Am 14. April war sein 150. Geburtstag. Es gehört doch zu den erstaunlichen Besonderheiten der sozialen Konstellation, die zur Gründung...
Albert Vinzens hat eine eindrückliche Hommage an Hermann Kükelhaus, den früh verstorbenen ‹Dichter im Krieg›, vorgelegt. Mit dem Namen Kükelhaus verbindet man gemeinhin den Vornamen Hugo des bekannten Philosophen, Künstlers und Pädagogen. Das aufgehende Licht der Familie war allerdings dessen 20 Jahre jüngerer Bruder Hermann. 1942 haben Hugo und sein...

Sprüche · Kolumne

Was im Gebet als ‹Himmel› adressiert wird, ist wohl beides zugleich: das immer Vorhandene und doch erst Erscheinende, erst zu Verwirklichende.

Wolfgang Müller
Auf dem Weg, unveröffentlichte Notizen, 2026


Zeichnung Philipp Tok

Wenn Außerirdische die Erde besuchen würden, empfiehlt Peter Sloterdijk Europa als Landeplatz,1 denn hier würden die Aliens die friedlichste Seite der Erde finden. In seinem jüngst erschienenen Buch zu Europa ‹Der Kontinent ohne Eigenschaften› erklärt er seinen Ratschlag: Während die USA seit 100 Jahren imperiale Denkformen verfolgen und «der russische Dämon nach einer Scheintodphase wieder erwacht sei», habe Europa den gesamten Lehrgang des Imperialismus durchlaufen und sei nun in einem «tragischen Bewusstsein» aus der Weltgeschichte ausgetreten. Anders als China, das wirtschaftlich seine imperialen Karten ausspielt, und auch anders als der Nahe Osten, wo die Mächte nach Expansion schielen, sei Europa vom Habenwollen kuriert.

Doch nun – wo die Welt so zusammenrückt – holt das Weltgeschehen Europa ein. Europa, der Weltgeschichte entrückt als wäre es im Urlaub, erlebe nun sein Urlaubsende. So skizziert es der Denkpoet und weiter: Man fühle sich in Europa im Heimreiseverkehr angekommen. Um im Bild zu bleiben: Europa, nun in den Niederungen von Macht- und Interessenpolitik angekommen, ist am Zug, seine Urlaubserfahrung, seine Friedfertigkeit im rauen Alltag zu wahren. Ja, Europa ist am Zug.


Bild Die Statue des Heiligen Wladimir in Kiew 2022, eingehüllt zum Schutz vor russischen Bomben. Foto: Maksym Pozniak Haraburda

Fußnoten

  1. Peter Sloterdijk, To those who have, all shall be given. In: European Voices 6/25.

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Im Berliner Erzählverlag sind die Erinnerungen von Lola Jaerschky (1902–1991) an ihre Häftlingszeit erschienen. Die ehemalige Lehrerin und Eurythmistin an der Rudolf-Steiner-Schule Berlin-Dahlem hatte sich als sogenannte Halbjüdin 1938 entschlossen,...
Emil Molt war weltzugewandt und kompromisslos überzeugt von der Wirksamkeit des Geistigen. Aus mutiger Intuition ermöglichte er 1919 im ungewöhnlichen Zusammenspiel von Arbeiterschaft und Unternehmer die Gründung der ersten Waldorfschule....
Zum 100-jährigen Jubiläum der Ankunft von Gerard Wagner am Goetheanum. Im Jahr 1926, vor 100 Jahren, kam ein 20-jähriger Kunststudent vom Royal College of Art in London zu einer Sommertagung...

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

New York City/Chestnut Ridge, USA. Raffaels Bilder mit anthroposophischem Blick betrachten. Raffaello Sanzio da Urbino, bekannt vor allem unter dem Namen Raffael, war ein italienischer Maler und Architekt, der neben Leonardo da Vinci und Michelangelo als einer der bedeutendsten Künstler der Renaissance gilt. Bis Ende Juni gibt es im Metropolitan Museum of Art (kurz: MET) eine Ausstellung zu sehen, die den...
Köln, Deutschland. Radiosendung über das Höhere Selbst. In seinem WDR-Beitrag ‹Wer bin ich 2.0 – Das Höhere Selbst› stellt der Radioautor Christian Seebaum...
Basel, Schweiz. ‹Heilkraft der Liebe – Heilkraft der Kunst› ist eine neue Gesprächsreihe, die von der Heart-Based Medicine Foundation und dem Philosophicum...
Dornach, Schweiz. Wie lebt es sich als junger Mensch in der heutigen Welt? Wir haben nachgefragt. Antworten von Simon Dijkstra,...
Zur Generalversammlung präsentierte Justus Wittich den Jahresbericht der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Was während der Zusammenkunft von Constanza Kaliks, Stefan Hasler,...
Mansourieh, Libanon. Nothilfekampagne im Libanon. Im Jahr 1974 wurde im libanesischen Mansourieh der erste Kindergarten für Kinder mit Assistenzbedarf eröffnet,...

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