Wir inkarnieren auf einem Planeten, dessen Entwicklung mit dem Schicksal von uns Menschen zusammenhängt. Die ‹Große Mutter› ist unser Leib. Wir haben eine karmische Beziehung mit der Erde. Das Primärerlebnis ist das einer Einheit, einer...
Die Erlösung ungefühlter Gefühle aus der Kindheit lässt den inneren Menschen in der Seele auferstehen. Zu dieser Nachreifung ruft das Ich in jeder einzelnen Biografie – und zugleich das Ich der Menschheit. Werde erwachsen – werden wir erwachsen. Es...

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Schwerpunktbeiträge

Die Erlösung ungefühlter Gefühle aus der Kindheit lässt den inneren Menschen in der Seele auferstehen. Zu dieser Nachreifung ruft das Ich in jeder einzelnen Biografie – und zugleich das Ich der Menschheit. Werde erwachsen – werden wir erwachsen. Es ist meine...
Wo erleben wir Momente eines ‹Stirb und werde!›? An welchen Stellen oder in welchen Momenten sind wir selbst betroffen von einem Auferstehungserleben? Und wie tritt es ins Bewusstsein? Wir baten einige Sektionsleitende am Goetheanum um kleine, durchaus...

Gegenwart sehen

Aktuelle medizinische Forschungs­ergebnisse zeigen einen Zusammen­hang zwischen Komplikationen während der Schwangerschaft und Entwicklungs­störungen in der frühen Kindheit. Inwieweit wird die...
Zum Festakt des Abschlusses der Gesamtausgabe Rudolf Steiners waren die 453 Bände auf der Goetheanum-Bühne ausgebreitet. In Grußworten und Erinnerungen...

Zeitsymptome

Gegenwart sehen 

Aktuelle medizinische Forschungs­ergebnisse zeigen einen Zusammen­hang zwischen Komplikationen während der Schwangerschaft und Entwicklungs­störungen in der frühen Kindheit. Inwieweit wird die Lebensqualität eines Kindes bereits während der Schwangerschaft bestimmt? In den...
Technologische Intelligenz lässt uns neu verstehen, wer wir Menschen sind. Das Prinzip ‹Geist ist niemals ohne Materie; Materie ist niemals ohne Geist› gehört zur Überzeugung vieler spiritueller Richtungen, doch wie erfahren...
Zum Festakt des Abschlusses der Gesamtausgabe Rudolf Steiners waren die 453 Bände auf der Goetheanum-Bühne ausgebreitet. In Grußworten und Erinnerungen ging es um großen Dank und leise Mahnung. Cornelius Bohlen,...
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Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Durch Medien, die uns eine Sache vermitteln wollen, entfernt sich das unmittelbare Erleben ein Stück weiter vom Leib und wird zunehmend als berechenbares Verhältnis rekonstruiert. Dabei können Schnitte entstehen, durch die Bewusstsein aufleuchtet. Wie kann der Mensch in das Innere einer Rose eintreten? Er vermag dies, indem er ihre Farbe...
Wir spazieren durch eine Ausstellung über die Zeit des Kaisers Augustus. Vor uns eine faszinierende Büste von Cicero, dann andere...
Ist der Satz «Ich kann nicht» Wirklichkeit oder eine Vorstellung, die lähmt? Wer den Widerstand als etwas Eigenes erkennt, findet Schritt für Schritt ins Können, getragen von Sinn und von der Kraft der Freude. Eine Äußerung, die wir oft angesichts einer herausfordernden Aufgabe aus unserem seelischen Begrenztsein heraus zu machen...

Sprüche · Kolumne

Früher sah ich nicht das wahre Bild der Erde. Die Erde hat die Haltung einer Frau mit einem Kind in den Armen (mit ihren Geschöpfen in ihren breiten Armen).

Ich lerne den mütterlichen Sinn der Dinge kennen. Die Bergkette, die mich anblickt, ist auch eine Mutter, und abends spielt der feine Nebel wie ein Kind auf ihren Schultern und Knien.

Ich erinnere mich jetzt an eine Schlucht im Tale. Durch ihr tiefes Bett lief singend ein Wildbach, den das Gebüsch noch vor den Blicken verbarg. Nun bin ich wie die Schlucht; ich spüre in meiner Tiefe dieses Bächlein singen, und mein Fleisch dient ihm als Gebüsch, bis es zum Lichte aufsteigt.

Gabriela Mistral
Aus: Gedichte der Mütter. In: Gabriela Mistral, Spürst du meine Zärtlichkeit? Zürich 1981, S. 18 f.


In der Tiefe, in der Schwere unmerklich Halt zu geben, ist eine mütterliche Qualität, die dem Nebel, dem Wind, dem Wasser die Möglichkeit schenkt, spielerisch aufzustreben: Rasch als eine Selbstverständlichkeit abgetan, wird die Mütterlichkeit der Erde nicht erkannt.


Kommentar Johanna Lamprecht
Zeichnung Philipp Tok

Wie wäre es, wenn du für dich selbst die Mutterschaft übernehmen würdest? Diese Frage wurde in eine Menschenrunde hineingestellt, vor dem inneren Auge die Pietà Michelangelos, kurz nach Ostern:

Die Welt würde für einen Moment aufhören. Es wäre still und weich und warm. Es wäre wie das Schaffen eines liebevollen Raumes für mich, wie eine schöne Einsamkeit, in der die Dinge Zeit haben. Ich könnte mir diese hüllende Geste selbst geben und müsste sie nicht im Außen suchen. Es wäre eine Honigstimmung, die jegliche Fremdheit ausschließt. Ein Bejahen dessen, was entsteht, ohne dass man irgendetwas weiß. Ich könnte mir selbst im Schoß liegen und mich selbst tragen. Aber ich bin untragbar für mich. Und habe ich mich selbst denn schon geboren? Und müsste ich auch meinen eigenen Leichnam tragen können, all jenes, was stirbt in mir, was schwer auszuhalten ist an mir? Wenn auch mein ‹Krüppelsein› geboren werden kann, nur dann bin ich ganz hier. Das ist unglaublich schwer, wie eine Geburt. Dafür brauche ich jedoch die Hilfe anderer. Wie gebäre ich also die Mutter in mir? Ich kann meinen Engel lieben und ihn zu mir einladen, sodass ich in ihm wohnen kann. Meinem eigenen Geistwesen gegenüber kann ich selbst Mutter sein, doch in dieser Welt ist es ein Geschenk, von meiner Mutter geboren worden zu sein. Danke.


Bild Pietà von Michelangelo, ca. 1499, Petersdom, Vatikanstadt, CC BY-SA 4.0

Forum

Dialoge · Rückblicke · Hinweise 

Als für Marcel Proust ein Kuss ausblieb, gebar die Sehnsucht ihm seine zukünftige Sprache. Gehüllt vom Prinzip der Mutter und der bedingungslosen Liebe gebären wir uns immer wieder neu. ‹Auf...
Unser Körper ist allem Sichtbaren, Geformten ähnlich. Als Leib angeschaut, entsteht er als lebendige Gestalt. Und Anthroposophie lässt sich lesen als geistiger Leib für das Ich. Eine Meditation zwischen Ostern...
Durch Medien, die uns eine Sache vermitteln wollen, entfernt sich das unmittelbare Erleben ein Stück weiter vom Leib und wird zunehmend als berechenbares Verhältnis rekonstruiert. Dabei können Schnitte entstehen, durch...
Wir spazieren durch eine Ausstellung über die Zeit des Kaisers Augustus. Vor uns eine faszinierende Büste von Cicero, dann andere markante Gestalten, Statthalter und reiche Römerinnen, außerdem Fragmente städtischer Architektur,...

Worte

Sprüche und Kolumne

Forschung und Leben

Buenos Aires, Argentinien / Santiago de Chile, Chile. Solidarische Landwirtschaft in Lateinamerika Eines der Schlüsselziele in der Arbeit der Biodynamic Federation Demeter International (BFDI) ist es, biodynamische Gemeinschaften an so vielen Orten wie möglich aufzubauen und in ihrem Wirken zu unterstützen. Insbesondere sogenannte Bottom-up-Initiativen, deren Struktur auf partizipatorischen sozialen Prozessen basiert, spielen laut BFDI eine essenzielle Rolle bei der Entwicklung biodynamischer Gemeinschaften...
Mannheim, Deutschland. Ein Pazifist spricht über Möglichkeiten in einer Welt im Krieg Ist Pazifismus noch zeitgemäß? Diese Frage stellt sich...
«Hast nichts von Bärbelchen gehört?», so fragt in Goethes ‹Faust› Lieschen ihre Freundin Gretchen. Es ist eine rhetorische, vergiftete Frage,...
Paris, Frankreich. Seminar mit Ausstellungsbesuch zu Hilma af Klint. Integrität bezeichnet die Übereinstimmung des eigenen Handelns mit festen moralischen und...

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