Zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten tritt die Frage der Erde in die Menschheit wie ein Samen. Werden wir das Vermächtnis der Erde bezeugen – werden wir wirksam? Vor vielen Jahren, während eines meiner ersten Aufenthalte im Heiligen Land, überfiel mich blitzartig der Gedanke, dass, wo ich wandere, ich möglicherweise in die Spuren eines anderen Wanderers trete. Des Wanderers schlechthin. Des ganz anderen. Es war am Ufer des Sees Genezareth. Selbstverständlich war mir klar, dass der Boden, auf...
Vor 100 Jahren, am 2. Mai 1924, starb die Künstlerin und Gefährtin Rudolf Steiners Edith Maryon. Ein Gespräch mit Barbara Schnetzler und Rembert Biemond über die britische Bildhauerin. Die Fragen stellte Wolfgang Held. Wie kam es, Rembert Biemond, dass du dich schon in den 90er-Jahren mit Edith Maryons Werk und Biografie beschäftigt hast? Rembert Biemond Wie viele andere war ich an der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft interessiert. Sechs Vorstandsmitglieder gab es 1924 inklusive Rudolf Steiner – aber...
Gerhard Kienle (1923–1983), Begründer des Gemeinschafts­krankenhauses Herdecke und der Universität Witten/Herdecke, war in Politik und Kultur ebenso engagiert wie in der Anthroposophischen Gesellschaft. Das war ein Spagat, der nach Kienle keiner sein sollte und auch heute ein scharfes Licht auf den Selbstbezug in der Anthroposophischen Gesellschaft wirft. In einem Brief schrieb Kienle im Juli 1954 über seine Arbeit in der Tübinger Universitätsnervenklinik (unter Prof. Ernst Kretschmer): «Es wissen alle, dass ich Anthroposoph bin, ich mache...
Ostern hat etwas Abgründiges. Ein Abgrund, aus dem das Licht scheint. Das Zarte ist eine Möglichkeit, durch die Dunkelheit zu gehen und selbst ein kleines Licht zu werden, das die...

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