Eines für alle

Das Goetheanum solle sich als Ganzes zeigen, bis ins grafische Bild hinein. Das war, so Stefan Hasler, das Motiv, als die Goetheanumleitung Philipp Tok und sein Team bat, ein Logo für das Goetheanum zu entwickeln.


Es gibt das Hochschulzeichen, das Zeichen der Anthroposophischen Gesellschaft, es gibt ein Zeichen der Gärtnerei, der Bauadministration, und auch die Bühne hat ein Logo – welch eine Vielfalt. Finden wir ein Logo, mit dem sich alle verbinden können? Es solle die Architektur des Goetheanum aufnehmen, ohne sie zu illustrieren, es solle organisch sein, an Metamorphose erinnern und womöglich einen dreigliedrigen Rhythmus besitzen. Dabei empfanden die Mitglieder der Goetheanumleitung das bisherige Logo der Goetheanumbühne, das die Durchdringung von Trapez und Quadrat darstellt, als zu abstrakt. Philipp Tok mit Johannes Onneken, Louis Defèche und Fabian Roschka arbeiteten an dem Auftrag und dachten dabei auch an die Vielfalt, in der heute ein Logo erscheint, vom Flyer bis zum Instagramkonto. Johannes Onneken betonte bei der Präsentation, dass man ein Zeichen wie Rudolf Steiners Hochschulzeichen von einem Logo unterscheiden müsse. Ein Zeichen habe seinen Mittelpunkt außerhalb seiner selbst, es verweist, während ein Logo seine Mitte in sich trägt und deshalb einen freieren Umgang erlaubt. Bühne, Kommunikation und Empfang am Goetheanum arbeiten nun mit dem neuen Logo, das architektonisch und pflanzlich zugleich erscheint. Die Sektionen, so der Wunsch, schauen, wie es sich in die grafischen Aufgaben einfügen lässt.

Print Friendly, PDF & Email

Letzte Kommentare