Im Westtreppenhaus des Goetheanum steht die Steinfigur, deren Antlitz zugleich hinein- und hinausspricht. Die Skulptur ist bei Führungen Anlaufpunkt, denn sie erklärt ohne Worte, was Rudolf Steiner 1924 der anthroposophischen...
Rudolf Steiners Buch ‹Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen›, kurz ‹Grundlegendes›, lässt sich als modernes Mysterienbuch oder auch als Märchenbuch lesen. Die Kapitel sind wie die Farben eines Regenbogens oder die Töne einer Tonleiter – sie sind nicht formelhaft. Das Buch ist keine Enzyklopädie Anthroposophischer Medizin, sondern vielmehr eine Orientierung, um unser Denken auf dem Feld der Medizin in Bewegung zu bringen. Das ist besonders für jüngere Menschen notwendig, da sie einer Gedankenwelt ausgesetzt...
Die Meditation führt über die Elemente und Leiber bis in den Wärmeäther, wo das Ich im Wollen wirkt und moralische Ideale den Organismus beleben. Sie gibt Anlass, auch in goetheanistischer Forschung das Ätherische zu erschließen und das Gute als schöpferische Kraft wirksam zu machen. Die ‹Wärme-Meditation› hatte Rudolf Steiner im Frühjahr 1923 persönlich der jungen Ärztin Helene von Grunelius gegeben. Auch später wurde sie nur persönlich an einzelne Ärzte und Medizinstudierende weitergegeben, denen es ein...
Als die Verantwortlichen der Naturwissenschaftlichen Sektion und der Sektion für Heilpädagogik und soziale Entwicklung bemerkten, dass sie zur selben Zeit eine Konferenz über ‹Wärme› geplant hatten, war der Entschluss, etwas...
Das Feminine sprengt Rollen und weist auf das Potenzial des Möglichen selbst. In ihm wird Verschiedenheit zur schöpferischen Kraft. Zart webt es um unser Anderssein. Wo das Feminine willkommen geheißen wird, entsteht Resonanz – ein neuer Eigenton, der verbindet, statt zu ordnen. Die Befreiung des Weiblichen als Fähigkeit, die nur Frauen zugewiesen wird, hat erst begonnen. Es geht dabei nicht um eine Befreiung dieser Fähigkeiten, sondern um die Befreiung der Fremdbestimmung, die angesichts dieser ‹weiblichen› Qualitäten noch...
Zur ‹Faust›-Inszenierung der Goetheanum-Bühne gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Als Kunstwerk spricht sie für sich. Was ich stattdessen tun möchte, ist, eine Blickrichtungsänderung vorzuschlagen: Blicken wir nicht auf Faust auf...

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