Linz, Österreich. Wie lebt es sich als junger Mensch in der heutigen Welt? Wir haben nachgefragt. Antworten von Alva Hitsch aus Österreich, derzeit Teilnehmerin am Youth Initiative Program in Järna, Schweden.
Was bedeutet dir Heimat?
Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, deshalb fühle ich mich zu Hause, wenn viele Menschen um mich herum sind, ich aber trotzdem meinen eigenen Raum habe. Heimat sind für mich auch sichere Orte, an denen ich neue Kraft schöpfe, um dann in der Welt sein zu können. Wenn ich die Frage aus einer tieferen, inneren Perspektive betrachte, würde ich sagen, dass ich mich selbst als Zuhause bezeichne. Heimat ist der Ort in mir, der sicher und immer bei mir ist.
Was lernst du gerade in dir, mit dir?
Um auf die menschlichste Weise in der Welt präsent zu sein, möchte ich mehr Klarheit in mir selbst entwickeln und den Mut haben, diese mit der Welt zu teilen.
Wer oder was inspiriert dich?
Ich werde von Menschen und Dingen inspiriert, die etwas in mir bewegen, die einen Funken an mich weitergeben, ein Gefühl von Leben und davon, was es heißt, Mensch zu sein. Meist bin ich von Leuten berührt, die in meinen Augen sehr menschlich sind.
Was war dein schönster Fehler in letzter Zeit?
Vor ein paar Wochen trat ich bei einem Open Mic mit meiner Blockflöte auf. Ich dachte, ich bräuchte nicht zu üben, da ich ja schon seit 13 Jahren spiele. Doch dann misslangen mir ein paar Stellen und ich musste von vorn anfangen. Das war das Peinlichste, was mir seit Langem passiert ist. Und gleichzeitig habe ich etwas entdeckt, worin ich richtig gut bin. Eine Win-win-Situation!
Auf welche Frage(n) hättest du gern eine Antwort?
Was ist der menschliche Wille und warum ist er so schwer zu ergründen, wo er doch die Lebenskraft des Menschen ist? Warum entscheiden sich so viele Menschen bewusst dafür, unfrei in Körper und Geist zu sein?
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