Sven Saar

Sven Saar

«Unbeirrt, bedächtig, stetig – folgt sie sicher ihrer Bahn. – Hetz und Hast hat sie nicht nötig, – kommt auch so am Ziele an. – Weise ist sie, sanft und milde – und führt Gutes nur im Schilde.»


Diese Zeilen zur Schildkröte sind einer der Zeugnissprüche, die Sven Saar in der Onlinesammlung ‹Waldorf-Ideen-Pool› publiziert hat. Er war Waldorflehrer in Wahlwies und Großbritannien und ist nun in Großbritannien in der Beratung von Waldorflehrern tätig. Selbst dem Absurden unserer Zeit begegnet er mit einem Lächeln, zum Beispiel, als er mir neulich beim Besuch im Goetheanum erzählt, dass die Kultur der Hausbesuche der Waldorfklassenlehrer im Zuge des neuen Bewusstseins über Missbrauch unter Verdacht gerät. Dann zeigt er mir noch eine seiner Ideen für den Unterricht ‹Ein Jahr, ein Baum›. Die Kinder übernehmen als einjährige Hausaufgabe die Patenschaft für einen Baum: Sie beobachten ihn, seine Umgebung und seine Tierwelt Woche für Woche. Sie bemerken das erste Wachstum der Blätter im Frühling, feiern mit dem Baum die erste Blüte, genießen seinen Schatten und führen so ein Baumtagebuch. Was ich vor vielen Jahren an Sven Saar als Unruhe sah, das scheint alles in Ideenkraft übergegangen zu sein.

Versroman als Laut-Sprach-Partitur

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Erst die analoge, dann die digitale Welt

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