Quo vadis Europa?

Karlsruhe, Deutschland. Netzwerktreffen von Dreigliederung Deutschland, Österreich und Schweiz.


Aufbruchsstimmung entstand beim Netzwerktreffen der Dreigliederungsbewegung, das Ende März in der Parzival-Schule in Karlsruhe stattfand. Zum ersten Mal trafen sich Vertretende des Netzwerks Dreigliederung Deutschland gemeinsam mit Mitgliedern des Netzwerks Dreigliederung Österreich und von Dreigliederung Schweiz. Schwerpunkt des Treffens war die Frage: ‹Wo liegt die Verantwortung (Mittel-)Europas heute?› Zu diesem Thema sprachen Fionn Meier, Stephan Eisenhut und Gerald Häfner aus unterschiedlichen Perspektiven. Eisenhut betonte die Bedeutung der persönlichen Begegnung, damit wir nicht von äußeren, anonymen Kräften überrollt werden; Meier sprach über die Wichtigkeit des ‹Nationalökonomischen Kurses› von Rudolf Steiner als Voraussetzung dafür, wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen und gestalten zu können; Gerald Häfner wies darauf hin, welche Quellkraft das europäische Geistesleben immer noch habe, und verwies auf die populärer werdende Idee des Verantwortungseigentums. Diese Vorträge waren auch für die Öffentlichkeit zugänglich; weit über hundert Menschen erschienen. Jonathan Keller von Confoedera, der Bewegung zur Entwicklung einer wesensgemäßen Wirtschaftsweise, und Axel Burkart hielten Morgenvorträge. Die Stiftung Edith Maryon zeigte den Film ‹Land in Sicht›, der Projekte vorstellte, für die Boden der Spekulation entrissen wurde. Zahlreiche Kurzreferate und Kolloquien gaben Einblicke in Forschungsthemen wie Grund und Boden, Geld, Eigentum und Wissenschaftsfreiheit an Universitäten – ein reichhaltiges Programm, das mit einem Markt der Initiativen, Büchertischen, Arbeitsgruppen, gemeinsamem Singen und vielen persönlichen Begegnungen ergänzt wurde. Trotz vieler Freiräume blieb ein Bedauern, dass man mit den Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Richtungen noch mehr hätte ins Gespräch kommen wollen. Insgesamt aber war die Stimmung inspiriert und inspirierend.


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Foto Florian Hoyer

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