Jung bleiben

Jung bin ich dort, wo ich wahrnehmungsfähig bleibe und wissen will. Ich kann immer in etwas hineinfließen oder etwas in mich einströmen lassen, um zu erfahren, was es damit auf sich hat. Egal in welchem Alter, kann ich staunen. Staunen ist verbunden mit Freude und weckt zudem noch Lebenskräfte. Ich kann der Tendenz nach immer eine Kundschafterin sein, die Wege, Territorien, Zusammenhänge, das Andere entdeckt. Ein kleines bisschen Abenteuerlust gehört dazu. Der Wille will spielen, will wissen, wie es sich anfühlt. Er sucht die Welt und nicht das Absolute. Alter (und damit auch Jugend) ist ein Zeitwesen. Solange wir also noch hier auf dieser Welt sind, können wir auch jung sein: etwas zum ersten Mal sehen, auch wenn wir es schon tausendmal gesehen haben, etwas erfahren, was mir neu ist. Damit bleibe und werde ich mir selbst neu. Oder ist es die Welt, die mir so für immer jung bleibt? Ich werde also in zunehmendem Alter die junge Welt?


Bild Eindrücke von der Internationalen Studentenkonferenz (ISC) 2026, Foto: Sabrina Xuan

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