Spirituelle Gemeinschaften

Spirituelle Gemeinschaften

Vom 1. bis 4. Februar kamen über 100 junge Menschen am Goetheanum zur Konferenz ‹Februartage› zusammen, um Rudolf Steiners Impuls in der Gegenwart zu verstehen. Unter den Teilnehmenden waren Studenten des anthroposophischen Studiums in Dornach, des Jugendseminars in Frankreich (Foyer Michael) und Mitglieder der verschiedenen Jugendsektionen in Ländern wie den Niederlanden, Lettland, Deutschland und Brasilien.


Das Thema ‹Geistige Gemeinschaft im Dienste der Welt› wurde angeregt durch das Interesse der Organisationsgruppe, Rudolf Steiners Impuls und die Bedeutung der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in der Gegenwart zu verstehen. Wie sieht die Zukunft der Anthroposophie aus? Was bedeutet es, Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft zu sein? Was sind unsere Verantwortungen, Mitglieder einer geistigen Gemeinschaft zu sein? Wie bauen wir sinnvolle Beziehungen auf, um im Dienste unserer Gesellschaften zu arbeiten?

Um diese Fragen zu ergründen, lud ein sehr internationales Team* junge Menschen ein, um über ihre Erfahrungen, zu verschiedenen Arten von Gemeinschaften zu gehören, zu sprechen. Es lebte der Wunsch, eine Plattform für die Stimmen junger Menschen neben denen erfahrenerer Dozenten zur Verfügung zu stellen.

Am Beginn der Veranstaltung sprach Constanza Kaliks über die Geschichte und Entwicklung der Gemeinschaftsbildung. Am Beispiel von Gemeinden wie den Templern und den Franziskanerorden war ihre Rede tonangebend für dynamische Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen der Hierarchie, der Regeln und der Autonomie beschäftigen. Am zweiten Tag bereitete ein Dialog zwischen Bodo von Plato und Robin Schmidt den Weg in eine vertiefende Konversation über die Bedeutung von Beziehungen und von den Interaktionen zwischen den Elementen ‹Ich›, ‹Du› und ‹Wir›.

Diskussionsgruppen zu Themen der Geschich­­te der Anthroposophischen Gesellschaft lösten lebhafte Debatten aus über die Bedeutung des Goetheanum, der ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und die sprachlichen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, wenn wir spirituelle Konzepte und Ideen anderen Menschen außerhalb der Anthroposophie vermitteln. Vier Tage waren einfach nicht ausreichend für alle Konversationen, Debatten, Fragen und Ideen, die sich aus dem Thema der Konferenz ergaben.

Spontan fanden am Abend im Haus der Jugendsektion weitere Gespräche statt über die Natur der Gesellschaft und die Rolle des Goetheanum – nicht nur als ein Zentrum der Anthroposophie, sondern auch als Hochschule, Theater und zeitgenössisches Gebäude mit einer gemischten Identität und dem Potenzial, viel zu geben.

«Vielleicht ist es ein ewig wiederkehrendes aktuelles Thema, über das Leben und die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft wie auch über die Hochschule für Geisteswissenschaften zu reflektieren, doch für mich und die Umstände, in denen sich die Gesellschaft und Hochschule befindet, war es außerordentlich wichtig, dass das Thema von der Jugend neu gedacht wurde», teilte ein Teilnehmer im Nachhinein mit.

Die Konversation hat seitdem weitere beständige Versammlungen im Haus der Jugendsektion inspiriert, was auf ein verstärktes Interesse der Dornacher Jugendgemeinschaft an den Aktivitäten der Gesellschaft und der Zukunft der anthroposophischen Bewegung hinweist.


* Guadalupe Olaizola (Argentinien), Mila Kowarik (Schweiz), Janna de Vries (Niederlande), Ioana Viscrianu (Rumänien) und Andrea de la Cruz (Spanien)

Die nächsten ‹Februartage› finden vom 31. Januar bis 3. Februar 2019 am Goetheanum statt. Über Themenvorschläge und Ideen freuen wir uns: [email protected]

Wenn man droht, an Mensch und Menschheit zu verzweifeln

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