Was man Himmel nennt

Was man Himmel nennt

Maria Noland ist Doktorandin in Anthropologie und Pädagogik an der Columbia University (New York).


Was machst Du gerade auch noch? Ich laufe jeden Tag in der Natur unter dem, was man Himmel nennt. Und ich bin.

Was macht Dich lebendig? Im Morgengrauen aufwachen, Matcha-Tee zubereiten, meditieren, den täglichen Spruch vom Seelenkalender lesen, zum Yin-Yoga-Kurs gehen.

Woran bist Du zuletzt aufgewacht? An der Einheit, die hinter meiner Wahrnehmung steht: Diejenigen, die ich als Feinde betrachtet habe, sind, auf ihre Weise, Teil meines Ideals. An der Erkenntnis, dass sie eine Kraft darstellen, die kanalisiert und nicht bekämpft werden muss.

Welches Werk hat Dich beeindruckt? Das meines Lehrers für Magie und Schamanismus, des australischen Anthropologen Michael Taussig, dessen totale (und ansteckende) Freiheit gegenüber der Sprache aus all seinen Büchern spricht.

Wofür bist Du dankbar? Dass Menschen in der Politik arbeiten – ich denke insbesondere an die Initiative ELIANT oder an die belgische Anthropologin Marie-Claire Foblets. Sie versuchen, die Politik menschlicher zu gestalten.

Wie hat Dich zuletzt eine fremde Kultur berührt? Im Kino im Film ‹The Day After› des südkoreanischen Regisseurs Hong Sang-Soo. Und bei einem Dichter aus dem gleichen Land, Pak Chaesam, durch seine Gedichtsammlung ‹Enough to Say It’s Far›.

Wo begegnet Dir heute die Zukunft? In dem Geist, der in der New Amsterdam School, der Waldorfgemeinschaft von East Village lebt, wo ich freiwillig arbeite. Ein kleiner Mikrokosmos aus Licht, wo Kinder sich ihrer Freiheit bewusst werden und lernen, sie zu kultivieren.

Der Geist von Shakespeare

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40 Jahre Akademie für Waldorfpädagogik

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