Japanischer Auftakt

Zum Beginn der Probenzeit für die ‹Faust›-Aufführung hat Yuma Ito, Eurythmist im Ensemble, seinen Vater Tomokazu mit dessen Frau und dessen Studierenden mitgebracht. Tomokazu ist Kampfkunsttrainer. Für das Ensemble hat er eine Reihe von Bewegungs- und Erfahrungsübungen zur inneren Stabilität mitgebracht. Bei einer Übung sollte man den Arm um den Nacken einer auf dem Rücken liegenden Person legen und sie in die Sitzposition aufrichten, ohne dass der oder die Liegende hilft. Ergebnis: Die Kraft reicht nicht aus. Sobald man allerdings gleichzeitig den Namen der liegenden Person ruft, hebt sich die liegende Position wie von Zauberhand. Tomokazu: «Wenn du den Namen rufst, dann rufst du die Einheit der Persönlichkeit herein, und das schenkt dem Leib die Kraft, sich auch ohne Willensanstrengung aufzurichten.» Es war eine geheimnisvolle Übung, die die Spielenden an die Kraft der Sprache erinnerte.


‹Faust› im Goetheanum Sommerfestspiel

Bild Wolfgang Held

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