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Wo sind die inneren Bilder?

Solch ein Festival von Figuren- und Puppenspiel zusammen mit Eurythmie habe es noch nie gegeben, eröffnet Claudia Kissling das Gespräch.


Sie ist mit Stefan Hasler für das Kinderkultur-Festival verantwortlich, das vom 22. bis 24. November am Goetheanum Figuren, Puppenspiel und Eurythmie für Kinder zeigt. Auf allen drei Feldern gehe es um die Frage, wie man mit den Kräften des Lebendigen, des Ätherischen umgehen könne, oder anders: «Wie kommen wir vom inneren Bild zum äußeren Bild?» Der Weg, so Kissling, liege darin, sich zu fragen, was das Wesentliche einer Geschichte sei. Daraus ergebe sich dann der innere Gehalt der Figuren und deren Bewegungsablauf. So entstehe dann eine höhere Wahrnehmungsebene. Wie entsteht der Zauber, den diese Kunst bereithält? Kissling: «Es begeistert», was so viel bedeute, als dass man vom Geist berührt werde. Deshalb gebe es keine Altersbeschränkung, denn in jedem Alter könne das innere Kind in uns berührt werden. Nachdenklich wird Kissling bei der Frage, wie es den einzelnen Gruppen geht. Es sei wirtschaftlich eine enorme Herausforderung. Obwohl an Schulfesten die Aufführungen immer voll seien, könnten die Spieler kaum von dieser Arbeit leben. Die schweizweit bekannte Tokkel-Bühne mit ihrem Tonnenzelt als Bühne wird am Goetheanum ihre letzte Aufführung geben. Eine Lebenswerk, so Claudia Kissling, schließen Silvia und Christoph Bossard damit ab. Zukünftig werden sie in der Fortbildung aktiv sein. Woran liegt die schwierige Situation? Heute werde alles ins Bild gesetzt, sodass man von Bildern scheinbar gesättigt sei. «Aber wo sind die Wahrbilder?», fragt Kissling. Am Wochenende vom 22. bis 24. November kann man nach ihnen suchen, vom ‹Abenteuer im Mühlenweiher› des Theaters Anis über das Märchen ‹Der Goldene Vogel› des Theaters im Ohrensessel bis zu den ‹Bremer Stadtmusikanten› des Goetheanum-Eurythmie-Ensembles. Im Februar folgt dann eine Tagung zum Puppen- und Figurenspiel angesichts der Digitalisierung in der Pädagogik.

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