Der DOK-Versuch

Leimental, Schweiz. Eine Zusammenfassung des weltweit einzigartigen Forschungsprojekts.


Der DOK-Versuch ist eine langfristig angelegte Studie, die seit 1978 vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), dem Schweizer Agroscope sowie weiteren Partnerorganisationen koordiniert wird. Auf 96 Parzellen im Leimental bei Basel werden drei verschiedene landwirtschaftliche Systeme untereinander verglichen: dynamischer (D), organischer (O) und konventioneller (K) Agrarbau. Dynamisch steht für biodynamische Landwirtschaft, organisch steht für biologischen Anbau und konventionell bezeichnet Landwirtschaft, die den Einsatz von künstlich hergestellten Düngern und Pestiziden umfasst. Die Wahl der angebauten Sorten, darunter Weizen, Mais, Soja und Kartoffeln, die Fruchtfolge sowie die Bodenbearbeitung sind dabei bei allen Parzellen gleich. Art und Menge des verwendeten Düngers sowie die Pflanzenschutzmaßnahmen unterscheiden sich jedoch maßgeblich. Die dynamischen Felder werden mit kompostiertem Mist und die organischen Felder mit verrottetem Mist gedüngt. Die konventionellen Parzellen bekommen teils eine Mischung aus verrottetem Mist sowie mineralischem Dünger und teils nur mineralischen Dünger. Die Unkrautbeseitigung findet auf den dynamischen und organischen Feldern ausschließlich mechanisch statt; die Schädlingsbekämpfung erfolgt nur mit Präparaten des Biolandbaus und bei den dynamischen Parzellen zusätzlich mit biodynamischen Präparaten. Die konventionellen Felder werden dagegen mit chemisch-synthetischen Mitteln präpariert. Nach 45 Jahren Studienlaufzeit lassen sich deutliche Ergebnisse erkennen: Die biodynamischen und organischen Felder weisen etwa 20 Prozent weniger Erträge auf als die konventionellen Parzellen. Gleichzeitig benötigen sie etwa 40 bis 65 Prozent weniger Dünger sowie 19 bis 50 Prozent weniger Energieinput. Bemerkenswert ist zudem, dass in allen Feldern der Humusgehalt über einen Zeitraum von 21 Jahren deutlich abgenommen hat – nur in den dynamischen Feldern ist die Bodenqualität stabil geblieben. Der biodynamische Landbau weist zudem die geringsten klimaschädigenden Auswirkungen auf.


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Quelle DOK-Versuch

Bild Luftansicht der DoK-Felder, Foto: FiBL

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