Wenn Technik das Bewusstsein fördert

Ende März unterzeichnete eine Gruppe von Technologieführern, darunter Elon Musk, einen offenen Brief, in dem sie Schutzmaßnahmen und Vorschriften für künstliche Intelligenz (KI) forderten.


In dem Brief wird eine Reihe allgemeiner Bedenken über die Entwicklung von KI geäußert – die Gefahr der Verbreitung von Fehlinformationen, die Gefahr, dass sinnvolle menschliche Arbeitsplätze ersetzt werden, und die Gefahr, dass wir die Kontrolle über die Zivilisation selbst verlieren. Die Tatsache, dass führende Persönlichkeiten wie Sam Altman, CEO von OpenAI, über die potenziell katastrophalen Auswirkungen von KI besorgt sind, kann zum Nachdenken anregen. Musk, der den berühmten ChatGPT anfangs mitfinanziert hat, warnt schon seit Jahren vor den Gefahren der KI. Seiner Meinung nach ist sie eine größere Gefahr als die Atombombe.

Es ist nicht das erste Mal, dass führende Köpfe der Technologiebranche wegen ihrer Produkte Alarm schlagen. Der Dokumentarfilm ‹The Social Dilemma› aus dem Jahr 2020 zeigte Führungskräfte von Unternehmen wie Instagram und Facebook, die ihren Kindern keinen Zugang zu sozialen Medien gewähren. Während die Politik im Westen keine sehr starken Maßnahmen ergriffen hat, hat China technisch strenge Beschränkungen der Bildschirmzeit für Kinder eingeführt.

Es scheint klar zu sein, dass die technische Entwicklung von sich aus eine Entwicklung des Bewusstseins erfordert, nicht nur auf der Ebene des Rechts und der Ethik, sondern auch auf der Ebene der menschlichen Natur als Ganzes. Diese Forderung, die Rudolf Steiner am Ende seines Lebens formulierte, «dass der Mensch erlebend eine Geist-Erkenntnis findet, in der er sich eben so hoch in die Übernatur erhebt, wie er mit der unternatürlichen technischen Betätigung unter die Natur hinuntersinkt» (GA 26). Eine Forderung, die einige, die sich unmittelbar im Zentrum der Entwicklung dieser Technologien befinden, anscheinend spüren.


Bild Roboter von Boston Dynamics (2019). Foto: Summit/Wikimedia

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