Philipp Reubke, Leitungsmitglied der Pädagogischen Sektion am Goetheanum, spricht in seinem Vortrag über den Ursprung von Lernschwierigkeiten aus waldorfpädagogischer Perspektive. Praktisch fundiert durch seine zwanzigjährige Berufserfahrung als Kindergärtner bezieht er sich dabei vor allem auf die ersten sieben Lebensjahre. Schwierigkeiten im intellektuellen Bereich im Schulkindalter haben laut Reubke oftmals mit einer fehlenden emotionalen und körperlichen Reifung in diesen ersten Lebensjahren zu tun. Diese Reife wird vor allem durch drei Einflüsse gefördert: die physische Umgebung, welche durch die Sinne wahrgenommen wird, die kulturelle Umgebung, die sich Kinder durch das Nachahmen der Erwachsenen aneignen, und das freies Spiel in Eigeninitiative. Gerade Letzteres ist essenziell für eine gesunde Entwicklung. Reubke führt aus, wie Erzieherinnen und Erzieher in Krippe und Kindergarten diese so wichtige Reifung der Körpersinne unterstützen können.
Auf goetheanum.tv Eigeninitiative und freies Spiel – Sich im Körper in der frühen Kindheit beheimaten

