Stuttgart, Deutschland. Am 27. Juni findet die Lange Nacht der Anthroposophie in Stuttgart statt. 15 Einrichtungen mit anthroposophischem Hintergrund tun sich zusammen und bereiten auf dem Campus Uhlandshöhe und anderen Orten ein Festprogramm vor. Sebastian Knust dazu im Interview.
Olivia Girard: Die Lange Nacht der Anthroposophie ist in Deutschland ein bewährtes Format. Nun findet sie in Stuttgart statt?
Sebastian Knust In den vergangenen Jahren wurde dieses Format schon mehrfach, beispielsweise in Hamburg und Freiburg, erprobt. Die Organisierenden vor Ort haben viel positive Resonanz erlebt. Es ist ein Fest, das schon nachmittags um 14 Uhr beginnt und bis Mitternacht dauert. An vielen Orten gibt es Kunst, Workshops, Gesprächspodien, ein Kinderprogramm und viele Aktivitäten. In Stuttgart fand bisher noch keine Lange Nacht statt – dafür das 2025-Steiner-Jubiläum auf dem Schlossplatz Stuttgart zum 100. Todestag von Steiner. Das war ein großartiger Erfolg, an den wir in etwas kleinerer Form und in eigenen Räumen anknüpfen wollen.
Was findet in der Langen Nacht statt?
Man kann zum Beispiel an künstlerischen Aktivitäten teilnehmen: Es gibt Musik-, Eurythmie-, Sprach- und Theaterworkshops, Kunstinstallationen und Aufführungen – auch eine Band ist abends eingeladen. Dann haben wir Panels zu unterschiedlichen Themen wie ‹Karma und Trauma›, ‹Mitte finden in einer polarisierten Welt›, ‹Wirtschaft für Menschen›, ‹Maschinelle und kosmische Intelligenz›, ‹Moderne Spiritualität› und vieles mehr. Es gibt rund um Pädagogik, Geschichte, Medizin, Religion, Anthroposophie, Landwirtschaft ein großes Angebot an Gesprächsformaten. Auch Kinder sollen nicht zu kurz kommen: Es gibt Mitmachangebote an der Waldorfschule für Groß und Klein. Nicht zuletzt bieten wir Führungen an: in die Filderklinik, wo Anthroposophische Medizin täglich zum Einsatz kommt, und auf den biologisch-dynamisch bewirtschafteten Reyerhof. Abends wird das Programm abgerundet durch eine Band, Lagerfeuergespräche und eine Kuhstallbar beim Reyerhof. Selbstverständlich wird überall für leckeres Essen gesorgt!
Was muss man machen, damit man dabei sein kann?
Einfach kommen! Wir benötigen keine Anmeldung und verlangen keinen Eintritt – aber freuen uns natürlich über Spenden! Wir möchten möglichst viele Menschen einladen – auch solche, die Anthroposophie vom Hörensagen kennen und sich gern etwas informieren möchten. Aber auch für Kenner ist jede Menge dabei! Es geht darum, einen schönen Nachmittag und eine inspirierende Nacht zu haben, voller Ideen, Begegnungen, Inspirationen und künstlerischer Eindrücke! Anthroposophie hat so viel zu bieten, und es gibt viele Menschen, die auf dieser Basis fruchtbar und inspirierend arbeiten. Davon möchten wir etwas erlebbar machen!
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Bild Szenen aus ‹Faust› an der Langen Nacht im Steiner-Haus. Faust (Torsten Blanke), Sorge (Rafael Tavares). Foto: Laura Pfaehler

