Grenzen der Naturerkenntnis

Grenzen der Naturerkenntnis

Sieglinde Hauer lauscht in die Stille des ‹weißen› Papiers, folgt mit tastenden Pinselstrichen dem Diktat der Farbenlehre Goethes.


«Die habe ich während der Ausbildung in den 1980er-Jahren bei Gerard Wagner kennengelernt», meinte sie lächelnd, als ich sie in ihrem Atelier besuche. Heute geht sie ihren eigenen Weg, gibt Schicht um Schicht Raum, in dem sich Form, Bewegung und Gestalt in ihren Aquarellen bilden – als fühlten oder träumten sie sich in die Musikalität des Äthers ein, um das darin Lebende und Wirkende sichtbar werden zu lassen. Ein Bild ruft sich immer wieder in mein Bewusstsein: Ein Berg erhebt sich mächtig im Bildvordergrund, darin ruht ein Wesen mit einem morgenklaren Gesicht, hell wie der weit entfernte Horizont des Bildes. Es mahnt mich an den Weltenhumor/Berggeist des Menschheitsrepräsentanten von Rudolf Steiner, wirkt aber mütterlich, trägt es doch in seinen Armen all das, was auf dem Gestein zum Leben drängt, und verbindet es mit den fließenden Kräften der Untergründe und des Kosmos.


Bilderausstellung im KunstSchauDepot, Juraweg 2–6, Dornach, +41 79 321 30 38.
25.10.19 bis 10.01. 20. Vernissage: 25.10 19 Uhr

Bild: Der alte Garten I, von Sieglinde Hauer

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