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70 für den ‹Faust›

In sechs Monaten werden nur zwei oder drei Schauspieler oder ein paar Eurythmistinnen auf der Bühne zu sehen sein, doch das ganze Team für die neue ‹Faust›-Inszenierung umfasst über 70 Mitarbeitende – von Dramaturgie und Regie bis Schneiderei und Kommunikation.


Mitte Dezember kam diese Arbeitsgemeinschaft erstmals zu einer kleinen Feier zusammen. Mit dem Dank für die Bereitschaft, sich gemeinsam auf das «Faust-Abenteuer» einzulassen, begrüßte Stefan Hasler als Intendant des Projektes die Versammelten. Eduardo Torres, Regisseur der Eurythmie im ‹Faust›, betonte, dass er und Andrea Pfaehler (Regie Schauspiel) schon lange künstlerisch zusammenarbeiten wollten. Ihre Verschiedenheit und ihre gleichzeitige Freundschaft würden für die Arbeit ein «Feuer» produzieren, das für einen schöpferischen Prozess wichtig sei. Isabelle Fortagne, Regieassistenz, beschrieb, dass bei dieser Inszenierung die Eurythmie eigene Sprecherinnen und Sprecher habe, sodass sich die Schauspielerinnen und -spieler ganz auf die Rolle konzentrieren können. Neu sei ebenfalls, dass die Szene von Euphorion mit drei Sängern (Sopran, Countertenor, Tenor) gesungen wird, nach einer Komposition von Elmar Lampson. Außerdem stellte Isabelle Fortagne den Sprechchor vor, mit dem Agnes Zehnter schon seit September probt. Nils Frischknecht, verantwortlich für das Bühnenbild, gab ebenfalls erste Einblicke. Das Bühnenbild werde schlicht ausfallen und ermöglichen, dass man schnell von Szene zu Szene schreiten könne. «Wir sind eine Großbühne mit der personellen Ausstattung eines Kleintheaters», skizzierte er die enorme Belastung für die Mitarbeitenden hinter der Bühne. Isabelle Fortagne übergab dann das Wort an die Sektionsverantwortlichen Gerald Häfner und Georg Soldner. Es sei das erste Mal nun so, dass vier Sektionen jeweils einen ‹Faust›-Zyklus «umhüllen». Georg Soldner betonte, dass es etwas völlig anderes sei, den ‹Faust› zu lesen oder ihn auf der Bühne zu sehen. Seine Kraft, die Seele zu erreichen und zu verwandeln, entfalte sich erst, wenn er gespielt werde.


Bild stehend, Stefan Hasler, Foto: W. Held

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