Feier für die Verstorbenen am Goetheanum

Feier für die Verstorbenen am Goetheanum

Blickt man in diesen Wochen hinaus in die Welt, so kann man oft erstaunt sein über die Entscheidungen, die von Regierungen, Parlamenten und anderen Gremien, ja sogar bei Wahlen gefällt werden.


Es scheint schwer zu sein, die Nöte der Menschen und der Natur nicht zu vergrößern! – Wie kann es gelingen, bei den Entscheidungsprozessen, für die man selbst Verantwortung trägt, angemessen zu handeln – «dass gut werde», was man aus Herzen gründen und aus Häuptern zielvoll führen möchte?

Rudolf Steiner hat verschiedentlich darauf aufmerksam gemacht, wie es nötig sei, Bedingungen zu schaffen, sodass die Verstorbenen, die «sogenannten Toten», mitwirken können. Aus solchen Anregungen heraus sammeln sich Menschen in vielen Zusammenhängen in der Novemberzeit, um ihrer zu gedenken, ja, um diese Geister hereinzurufen, sodass ein Bewusstsein von dieser Welt der Verstorbenen gepflegt wird. – 

Auch am Goetheanum wollen wir uns in diesem Jahr wieder zu einer solchen Feier versammeln, und zwar am Samstag, den 9. November, um 17 Uhr. Diese Feier wird wieder einen Schwerpunkt in der Kunst haben: In leichter Abwandlung eines Vorschlags von Rudolf Steiner im Zusammenhang mit einer Mysteriendramenszene wollen wir nach einer Ansprache von Johannes Kühl mit Instrumentalmusik beginnen, mit Gesang und stummer Eurythmie fortsetzen und in der Mitte die Rezitation eines Spruches von Rudolf Steiner und aus dem Prolog des Johannesevangeliums hören. Anschließend werden die gleichen Werke in umgekehrter Reihenfolge aufgeführt, sodass wir die Feier in symmetrischem Aufbau erleben.

Auf diese Weise werden wir der Menschen gedenken, die im vergangenen Jahr im Umkreis des Goetheanum über die Schwelle gegangen sind. Bei der Jahresversammlung im Frühjahr werden wir dann wieder ein Totengedenken für die weltweiten Mitarbeiter der anthroposophischen Bewegung haben.


Mitwirkende Milena Kovarik, Kim Bartlett, Hartwig Jörges, Goetheanum-Eurythmie-Ensemble, Mitglieder der Gruppe Spielraum

Foto: Sofia Lismont

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