Es ist zehn Jahre her, seit ich mit 40 Reisenden beinahe 1000 Kilometer durch die Mongolei zum Altai-Gebirge fuhr. Dort war die Sonnenfinsternis zu sehen und Flüge von Ulan Bator, dieser kältesten Hauptstadt der Erde, waren zu unsicher.

Die Welt bietet uns das trostlose Schauspiel von Regungen des Willens zum Leben, die fort und fort gegeneinanderstehen. Eine Existenz erhält sich durch Bekämpfung und Vernichtung der anderen. Die Welt ist Grausiges in Herrlichem, Sinnloses in Sinnvollem, Leidvolles in Freudvollem. [...]

Was sich im 20. Jahrhundert kundgetan hatte, wird im 21. Jahrhundert zur Wirklichkeit. Nationen werden zunehmend zu einer Weltorganisation, Territorien zu einer einzigen Erde, und Völker und Religionen zu einer einzigen Menschheit.

Nur Dichter nehmen die Welt ernst, diejenigen, die den Ruf haben, abgelenkt zu sein, Träumer, die die Dinge nicht messen, die ihre Schwere nicht kennen. Sie allein kennen die Schwerkraft, das Drama der Dinge und auch, was sie an Licht enthalten.

Wer nachdenkt, fasst sich gern an Kinn oder Nase, knetet die Lippe oder fährt über die Stirn. Niemand käme auf die Idee, das Gleiche mit dem Ohr zu tun. Warum?

Als sich vor einigen Jahren die anthroposophischen Medienschaffenden am Goetheanum trafen, stand auch eine sogenannte Fishbowl-Diskussion auf dem Programm: Walter Kugler, Bodo v. Plato und Nikolai Fuchs saßen zum Gespräch über Öffentlichkeit und Identität in der Mitte und rings herum die 50, 60 Kommunikationsprofis.

600 Inseln sind es von Landsend im Südwesten bis zu den Shetland-Inseln hoch im Norden, die für sich schon 56 einzelne Inseln zählen, von den Inseln Harris und Lewis bis zu Irlands zerfaserter Westküste

«Nicht einen eigentlichen Inhalt also drängt Anthroposophie dem Menschen auf, sondern sie verweist auf eine innere Arbeit und darf gerade nur diese innere Arbeit versprechen, dass sie auf dem Umwege durch dieselbe auch dem Menschen einen Lebensinhalt, einen inneren Halt und innere Sicherheit zu geben vermag.»

Den Gedanken spricht der Publizist und Philosoph Richard Precht im Interview mit Thilo Jung aus: 2000 Jahre haben wir Menschen uns durch den ‹Logos› erklärt und verstanden.

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