Die Dichtung Paul Celans (1920–1970) ist ein Zeugnis der Schwellenwirklichkeit eines Menschen, der den Holocaust durchschritten und überlebt hat, um zu sprechen. Zwei tiefgreifende Erfahrungen liegen Paul Celans Dichtung zugrunde:...
Über Paul Celan, seine Person, sein lyrisches Werk und sein Leben sind viele gute Bücher und Aufsätze geschrieben worden. Das kann man alles nachlesen. Ich habe mich entschieden, hier nur...
Beiträge von der Weltkonferenz ‹Crossing Bridges – Being Human!› zum 100-jährigen Jubiläum der Anthroposophischen Medizin am Goetheanum vom 12. bis 20. September 2020. «Was groß aber ist am Menschen, das ist, dass er eine Brücke […] ist.» Diesen Ausspruch von Friedrich Nietzsche in ‹Also sprach Zarathustra› ist Grundzug der Anthroposophie und bestimmt in ihren Einrichtungen und Initiativen, von der Schule über die Klinik bis zur Bank, was menschliche Tätigkeit, menschliche Ethik und Passion ausmacht. Es...
«Wer die äußere menschliche Organisation betrachtet, inwieweit sie vom astralischen Leib abhängig ist, der muss Physiologie treiben nicht als Physiker, sondern als Musiker.» Rudolf Steiner Die Kunst wurde von Rudolf...
Die Anthroposophische Medizin ist 1920 zeitgleich mit dem Buch ‹Die Freigabe des lebensunwerten Lebens› (Binding/Hoche) entstanden, einem wegbereitenden Werk der späteren Euthanasie. War dort von «Balastexistenzen» die Rede, von «Menschenhülsen»,...
Weil sich Menschen für etwas interessieren, was es noch nicht gibt, weil sie Mangel erleben und darüber sprechen, weil sie eine Geistfamilie bilden, beginnt Anthroposophische Medizin zu existieren – überall. Unsere Medizin ist noch im Werden und ein Kind der ‹Unzufriedenheit›. «Zufrieden, da wäre ja geholfen, wo ein Gott nicht helfen kann», sagte Novalis. Aus dem Erleben der Unzufriedenheit heraus Frieden suchen, aus dem noch nicht Geschaffenen selbst schöpferisch werden, wie lernt man das? Wenn ich Ansprüche...
Die Tragweite einer ökologischen Medizin umfasst Mensch und Welt. Wir folgen alle einem gemeinsamen Stern. In der Anthroposophischen Medizin geht es darum, diesen Stern zu suchen. Er will erkannt werden....
Wenn wir einem Menschen begegnen, ist der erste Eindruck ein Wärmeerlebnis: Ob wir einen Menschen als seelisch warm oder kalt erleben, prägt, wie man dessen seelische Eigenschaften wahrnimmt: Erfahre ich einen Menschen als intelligent und empfinde ihn zugleich als warm, dann halte ich ihn eher für ‹weise›. Kommt zur Intelligenz ein Kälteerlebnis, so erscheint die Intelligenz eher als ‹Klugheit›. Jede Begegnung zwischen zwei Menschen ist also eine Art von geistig-seelischer ‹Wärmeatmung›. Diese Wärmeatmung hat ihren...

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