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Steffen Hartmann

‹Vom Schicksal der Töne in unserer Zeit›, lautet das jüngste Buch von Steffen Hartmann. Es spielt sich in unserem Innern ab, davon erzählt diese Schrift.


Weil die Musik von ihrem himmlischen Ursprung in der technischen Vervielfältigung an ein Ende zu kommen droht, geht Steffen Hartmann an den Anfang, wo ein einzelner Ton erklingt – der anders als die einzelne Farbe scheinbar «nackt und neutral» ist. Zwölf Stationen, zwölf Landschaften findet er in Hörversuchen am Institut MenschMusik mit seinen Kollegen. Es überrascht nicht, dass er die fünfte Stufe, wenn der Ton physisch erklingt, dem Tierkreisbild Stier zuspricht, der für das Zeitalter steht, als die Kultur mit Stein und Staat physisch wurde. Drei Schritte der Stille, des Stillwerdens, des Stilleschaffens, so Hartmann, gehen dem Klang voraus. Man schafft einen Hörraum, man erwartet einen Ton, man erwartet ‹den› Ton. So wie aus Tönen Melodien werden, so schreitet Steffen Hartmann von dieser meditativen Tonerfahrung zu Anthroposophie und Hierarchienlehre. Im Klavier sind Gedanke und Musik sich nahe – vielleicht sind deshalb, wie Johannes Greiner, Marcus Schneider oder eben Steffen Hartmann, Pianisten anthroposophische Kulturschaffende.


Steffen Hartmann «Vom Schicksal der Töne in unserer Zeit – musikalische Betrachtungen zur Anthroposophie» Edition Widar

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