Walkringen, Schweiz. Pflanzenzüchtung und Selbsterziehung als Kulturaufgabe.
Am 5. September jährt sich der Geburtstag des Saatgutpioniers Ilmar Randuja zum 100. Mal. Aus diesem Anlass hat Michaela Spaar ein Buch über Randuja und seine wegweisende Pionierleistung für die biologisch-dynamische Samenzucht verfasst. Im Nachlass des 2024 verstorbenen Saatgutpioniers finden sich viele Texte, Gedichte, Notizblätter, Briefe und Tagebucheintragungen. Sie geben wesentliche Hinweise und neue Gesichtspunkte zu seinem spirituellen Ringen und Suchen, insbesondere auch in Verbindung mit seiner gärtnerischen und züchterischen Tätigkeit. Den roten Faden dieser Darstellung bildet die für Randuja wichtige Erkenntnis, dass die innere Arbeit an den Seelenkräften einen entscheidenden, heilsamen Einfluss auf die Pflanzen ausübt. Dieses Motiv begleitete das Tun und Wirken des Pflanzenzüchters sein Leben lang. Die Autorin Michaela Spaar, Kulturhistorikerin und Kräuterfachfrau, konnte mehrere intensive Gespräche mit dem über 90-jährigen Pionier führen. Auch dabei wurde deutlich, dass er neben seinem unermüdlichen äußeren Tätigsein für Erde und Pflanzenwelt ein intensives seelisch-geistiges Leben pflegte. Schwerpunkt der Publikation bilden somit die spirituellen Aspekte seines Lebens und Wirkens, seine Inspirations- und Kraftquellen, in Verbindung mit seinen Lebensstationen. Am 5. September findet eine Vernissage mit Lesung durch die Autorin im Rahmen einer Tagung zu Randujas 100. Geburtstag im Sozial- und Kulturzentrum Rüttihubelbad in Walkringen statt. Getagt wird am 5. und 6. September; dabei werden sein Lebenswerk gewürdigt, zentrale Entwicklungen der biologisch-dynamischen Samenzucht beleuchtet und Perspektiven für deren Zukunft aufgezeigt.
Mehr Erato Kulturbüro
Kontakt kulturbuero@zapp.ch
Bild Jonathan Kemper

