Ytterjärna, Schweden. Gesehen, gefühlt, verstanden: aus dem Leben von Aleksandra Domanska, Garten-Koordinatorin beim Youth Initiative Program in Schweden.
Es war ein sehr trockener Frühling. Kaum Regen. Die Sonne schien fast jeden Tag. Hier im Norden sind die Tage zu dieser Jahreszeit endlos – das komplette Gegenteil des Winters. An einem der wenigen Regentage waren die Tropfen eine Erfrischung. Stundenlang fielen sie sanft auf den Boden, und die Erde trank. Die Luft roch anders. Alle Grüntöne wirkten intensiver als zuvor und ließen die Schönheit des Parks von Ytterjärna noch stärker leuchten. Ich war allein. Die Vögel waren still, es gab keine anderen Spazierenden, keine Anzeichen von Tieren. Doch einsam war ich nicht. In der nassen Stille spürte ich eine tiefe Verbundenheit mit dem Land – fast so, als sähe ich es zum ersten Mal. Ich sah die Arbeit unzähliger Hände, die Bäume gepflanzt, Wege angelegt und Wassersysteme geschaffen hatten. Ich sah den positiven Einfluss des Menschen auf die Natur – ohne Gewalt, mit Fürsorge. Stundenlang wanderte ich durch den Park, den ich so gut zu kennen glaubte; entdeckte neue Pflanzen und Muster. Völlig durchnässt, aber mit warmem Herzen, kam ich schließlich nach Hause. In mir war Frieden bei dem Gedanken, dass es noch mehr solcher Orte auf der Welt gibt, an denen Menschen im Einklang mit der Natur leben.
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