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Zur Zeitschrift ‹Steiner Studies›: Stellungnahme des Vorstands

Verschiedene Anfragen zu der geplanten akademisch-wissenschaftlichen Zeitschrift ‹Steiner Studies› erreichten das Goetheanum. Es ist dies ein nicht mit der Anthroposophischen Gesellschaft zusammenhängendes Projekt des Verlages frommann-holzboog.


In dem für seine kritischen Editionen bekannten Verlag (u. a. Fichte, Herder, Schelling und Valentin Andreae) erscheint im Bereich Philosophie seit 2013 eine zehnbändige Ausgabe des schriftlichen Werkes von Rudolf Steiner, herausgegeben von Christian Clement.

Die philologisch vorbildlich erfolgte Edition ist der Grundstein für einen universitär-wissenschaftlichen Diskurs zu und über Rudolf Steiner, der prinzipiell zu begrüßen ist. Aufbauend auf diese gesicherten Texteditionen sollen in der zweisprachigen, elektronisch herausgegebenen Zeitschrift Beiträge mit Bezug auf das schriftliche Werk Rudolf Steiners und weitere Themen veröffentlicht werden. Die Professoren Dr. Christian Clement (Universität Utah) und Dr. phil. Hartmut Traub (Alanus-Hochschule) bilden die Redaktion. Sie wenden bei der Veröffentlichung von Beiträgen ein für wissenschaftliche Zeitschriften übliches Peer-Review-Verfahren an, in dem die Beiträge anonym beurteilt und auf ihre wissenschaftliche Qualität begutachtet werden. Für diesen Beirat, dem u. a. Prof. Helmut Zander als in der Öffentlichkeit als ‹Steiner-Experte› angesehener Kritiker angehört, erging die Einladung auch an Dr. Wolf-Ulrich Klünker (Professor für Philosophie und Erkenntnisgrundlagen der Anthroposophie) und Dr. Jost Schieren (Dekan Fachbereich Bildungswissenschaft). Nach reiflicher Überlegung gingen sie auf das Angebot ein, um an der Beurteilung und dem Niveau von akademisch-wissenschaftlichen Beiträgen zu Rudolf Steiner mitzuwirken. Im Sinne der Diskurs- und Allianzfähigkeit der Anthroposophie zollen wir dieser Entscheidung unseren Respekt und begrüßen sie mit Blick auf die zukünftige Beurteilung der Anthroposophie im wissenschaftlichen Raum. Ziel sollte sein, die Anthroposophie als geisteswissenschaftlichen Erkenntnisweg zu beschreiben, der dem gegenständlichen Bewusstsein die Wirklichkeit der geistigen Welt erschließen will. Über die Qualität und Ausrichtung der ‹Steiner Studies› kann nach Erscheinen der ersten Nummern geurteilt werden.

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