Im Gespräch erwacht die Seele

Vor 5000 Jahren lenkte göttlicher oder königlicher Wille die Seele, waren Wille, Gefühl und Denken aus dem Umkreis bestimmt. Mit der Geburt der Persönlichkeit wurde die Seele zum Punkt, verlor die Beziehung und gewann sich selbst – und heute?


«Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.»1 Das schreibt Marie von Ebner-Eschenbach und gibt damit für den Jahresanfang einen Hinweis. Vermutlich wird das neue Jahr nicht weniger Überraschungen, nicht weniger Wandel und Brüche bereithalten als das vergangene. Bei jedem solchen Ruck vermag die Seele darin einen Todeskampf oder eine Geburtswehe sehen. Was häufig geschieht, ist, dass sich überhaupt kein tatsächliches Gefühl einstellt und sich dafür eine Grundstimmung der Seele bemächtigt. «Es wird eh alles schlimmer.» Ein Reflex, bei dem die Seele nicht fühlt, sondern sich in ein Stimmungsmuster einrastet. Heinz Bude hat darüber ein Buch geschrieben: ‹Das Gefühl der Welt – über die Macht der Stimmungen.› Darin zeigt er, wie heute wenig bewusste Stimmungen Empfindung und Urteil einseitig färben. Um hier frei zu werden, lohnt es sich, einen Dreischritt der seelischen Entwicklung zu verstehen. Dazu eine Beobachtung vom andern Ende der Welt: Mit einer Reisegruppe stand ich am Fuß der Anden in der Atacamawüste. Die Morgensonne im Rücken, schauten wir auf das Naturschauspiel: Die majestätischen Fünftausender glühten rot, während der Fuß des Gebirges im Dunst in unwirklichem Blau schimmerte – als würde Feuer auf Wasser schwimmen, so sah das gewaltige Naturschauspiel aus. Da murmelte jemand im Angesicht der Farberscheinung: «Gut gemacht!» und brachte so die heutige Entfremdung zum Ausdruck. Selten wurde mir das Fremdsein deutlicher, mit der wir Menschen heute nicht mit ‹in› der Welt, sondern vielmehr auf sie blicken. Nicht anders, als wenn man auf den Bildschirm des PCs blickt, ist die Welt ganz allgemein entrückt und vermag kaum Gefühle in der Seele zu wecken. Wie anders war das in früheren Zeiten, in der Kindheit der Menschheit. Davon erzählen die Mahnworte des Ipuwer, eines ägyptischen Dichters und Arztes,2 der um 2000 v. Chr., als in Ägypten alles drunter und drüber ging, sein Herz ausschüttete. Ausschnitte aus der langen Klage:

Wahrlich, die Gesichter sind bleich
Wahrlich, die Herzen sind gewalttätig, Pest geht durchs Land
Wahrlich, die Menschen sehen aus wie Trauervögel
Wahrlich, die Welt dreht sich wie eine Töpferscheibe
Wahrlich, die Krokodile sind satt von ihrem Fang, die Menschen gehen aus freien Stücken zu ihnen!
Wahrlich, die Wüste ist durch Ägypten ausgebreitet
Wahrlich das Lachen hat aufgehört, man tut es nicht mehr
Wahrlich, man wird taub von dem Lärm
Wahrlich, Groß und Klein sagen: «Ach wäre ich tot!»
Oh gäbe es doch ein Ende mit den Menschen, kein Empfang mehr und keine Geburt
Dann wäre die Welt frei von Lärm und ohne Streit.

Gefühl vor 4000 Jahren! Was man um sich herum erlebt, das spiegelt die Seele 1:1. Wir leben ‹in› Gefühlen. Es ist die in der Anthroposophie beschriebene ‹Empfindungsseele›, in der die Seele zum Spiegel des Äußeren wird. Wie anders zeigt sich dann im antiken Griechenland und Rom das Gefühlsleben.

Gefühl kultivieren

Sei es die Inschrift im delphischen Apollontempel «Meden agan» (deutsch: alles mit Maß), sei es in der aristotelischen Ethik der Mitte, immer geht es in Griechenland darum, die Gefühle zu kultivieren. Hier zählt nicht, in Gefühlen zu leben, die die Natur verschenkt, sondern darum, Gefühle zu gestalten. Im alten Rom wird das inszeniert: Da kehrt Cäsar von seinem Feldzug in Gallien zurück. Millionen säumen die Straßen, Jubel über Jubel. Der Feldherr grüßt die Götter und es scheint, als erwiderten sie seinen Gruß. Da steht hinter dem Cäsar auf dem reich geschmückten Streitwagen ein einfacher Soldat und flüstert ihm ins Ohr: «Memento Mori – Bedenke, auch du bist sterblich.» Das ist Beherrschung der Gefühle! Erinnert Ägypten an die Kindheit der Gefühle, so ist es hier die Jugend, in der man die Gefühle ordnet und ergreift. In Ägypten bestimmt die Umgebung, die Peripherie, was wir fühlen, in Griechenland ist es – vorangetrieben durch die Erfindung des Theaters – die Persönlichkeit, die das Hoch und Tief der Seele zu fassen vermag. Das Gefühl konzentriert sich zum Punkt und wird zum Instrument der Persönlichkeit. Jeder Krieg steigert die Disziplinierung des Gefühls ins Absurde. Die Seele ruft mit jeder Faser danach, zu fliehen, doch Drill und Angst vor den eigenen Reihen zwingen dazu, zu bleiben. Und heute? Als ich vor Jahren Zeuge eines schweren Unfalls auf der Autobahn war, verstand ich es: Auf der Spur neben mir war ein Fahrer eingeschlafen, rammte einen Kleinlaster, der daraufhin schleuderte und umkippte. Im Rückspiegel sah ich ohne Regung das angstverzerrte Gesicht des Fahrers – entrückt, als wäre ich Zuschauer eines Films und nicht einer wirklichen Tragödie. Ich erlebte mich entrückt und ohne Anteilnahme. Erst änderte sich erst nach einer inneren Bewegung, von der jetzt die Rede ist.

Jasminka Bogdanovic, ‹Farbmeditation›, 2013 Tempera auf Nessel, ca. 70 × 45 cm

Was in der Wüste wächst

Die moderne Kunst lehrt es uns in ihren Bildern, Kompositionen und Plastiken. Man schaut auf die zwei Farben Gelb und Orange von Mark Rothko und fühlt nichts, da ist auch kein Titel angegeben, der auf die Sprünge hilft. Gibt man hier nicht auf, sondern schaut und fragt und bietet dem Bild Empfindungen an, dann beginnt insgeheim ein Gespräch mit dem Kunstwerk. Und aus dem Gespräch wachsen Empfindungen – leise und tief. Rudolf Steiner beschreibt diesen Moment in seinem Spruch ‹Sterne sprachen einst zu Menschen›.3 Erst skizziert er das Fremdwerden von der Welt: «Ihr Verstummen ist Weltenschicksal». Dann folgt die Wendung: «In der stummen Stille aber reift / Was Menschen sprechen zu Sternen». Wird das Gefühl im antiken Griechenland mit der Geburt der freien Persönlichkeit zum Punkt, so entfaltet es sich heute aus dem Gespräch, dem Gespräch mit der Welt und mit sich selbst. Ob im Islam oder in Buddhismus und Christentum: Das Wort zu Gott zu richten, das gelingt den in der Wüste Ausgesetzten, in dieser Leere des Gefühls. Der Dialog mit sich und der Welt hat diese Öde als Quell und aus dieser leisen Rede sprießen neue Gefühle. Aus Sprechen und Hören, Vernehmen und Stammeln erwacht das Gefühl, beginnt das Herz, neu zu verstehen. Wie leicht geschieht es, dass ich diese Gefühle übersehe oder geringnehme, weil sie nicht wie ihre emotionalen Vorläufer ‹Empörung› und ‹Begeisterung› brennen, sondern in stiller Glut Zukunft bedeuten. Sucht die griechische Verstandesseele Distanz zur Welt, um ihre Gefühle in den Griff zu bekommen, sucht die heutige Bewusstseinsseele Resonanz, um neue Gefühle hervorzubringen. Sicher standen nicht wenige in der Weihnachtszeit vor diesem Dilemma: Da ist alles auf Innerlichkeit komponiert, der brennende Baum, die Lieder in Terzen, die Andacht der Kinder und man selbst fühlt sich schuldig, dass sich weihnachtliche Stimmung nicht einstellen will.

Wie wäre es, hier keine Schuld zu fühlen, sondern leise und energisch ins Gespräch zu gehen und so die den Augenblick aus sich zu beseelen, eine neues ‹Jetzt› zu erzeugen? Hundert Gelegenheiten jeden Tag. Dabei geht es nicht darum, den Moment seelisch aufzuladen, das wäre zur (ahrimanischen) Gefühlslosigkeit die (luziferische) Sentimentalität. Es geht darum, in sich die Resonanzräume zu bilden, dass etwas vom Verborgenen und Verstellten sich offenbaren kann. «Der Mensch ist die Seele der Natur», sagt Friedrich Hegel. Gefühle neu zu schöpfen, heißt dann, diesen Hegel’schen Satz als Auftrag zu begreifen. Während wir im heutigen Wohlstand die Ressourcen der Erde verbrauchen, ihr Leben verzehren, schenken wir ihr so neues seelisches Leben. Das ist vielleicht ein erster Glanz des Wassermann-Zeitalters. Wir Menschen schenken neues Leben und es kommt, wie im Bild des Wassermanns aus der seelischen Mitte, dem Fühlen der Seele.

Der Wille fährt ein

«Christus aber befiehlt es!» Das sind die Schlussworte der Rede von Papst Urban II. am Konzil von Clermont im November 1095. Tausende treibt der Satz aus Familie und Heimat nach Palästina. Wie das Wort der Pharaonen zum Bau der Pyramiden rief, ist es auch hier noch einmal die Kraft einer irgendwie gearteten höheren Instanz, die den Willen von uns Menschen bestimmt. Einem höheren Willen zu folgen, das ist der Grundzug in der Kindheit der Menschheit, im alten Ägypten, in Babylon und Assyrien. Wie in der Entwicklung des Gefühls, wird auch im Willen mit der griechisch-römischen Kultur aus der Peripherie ein Punkt. Vor 2500 Jahren: Athen hat das Persische Großreich provoziert und jetzt schickt der Großkönig Dareios eine Streitmacht. Die Athener befragen das Orakel von Delphi, das bald 1000 Jahre die Geschicke bestimmte: «Unglückselige, was sitzt ihr noch, flieht von hinnen.»4 Doch gegen den Spruch der Götter stellt sich griechische Heerführer Miltiades der persischen Übermacht und gegen die 150-jährige Tradition der Kriegsführung öffnet er die Phalanx und unterläuft den Regen der persischen Speere und gewinnt die Schlacht. Der Wille fährt in die Persönlichkeit. Jetzt ist es die Idee, das persönlich gesetzte Ziel, das dem Willen Richtung und Kraft gibt. Nicht anders als das Gefühl, wird auch der Wille zum Punkt, zum Instrument der freien Persönlichkeit. Kein Wunder, dass die antiken Mythen und Sagen, von Ödipus über Tantalos bis Antigone, Schuld als Thema haben. Wer sich in seinem Willen vom göttlichen Grund und von der Tradition löst, nimmt Schuld auf sich.

Jasminka Bogdanovic, ‹Horizonte›, 2017 Tempera auf Leinwand, 200 × 80cm

Wer vom Weg nichts weiß

«Ich möchte so gerne, ich weiß nur nicht, was!», singt die Schauspielerin Marika Rökk 1942. So scheint heute der Wille oft zu sein. Er weiß nicht wohin. Das griechische Ideal, wo ein Gedanke den Willen führt, öffnet in seiner Konsequenz das Tor zum Fundamentalismus und führt zu dem abgründigen Satz: «Der Zweck heiligt die Mittel.» Alles ist dem Ziel, dass der Gedanke sich setzt, unterstellt. Wo der Wille zum Punkt wird, wird er zerstörerisch, verlieren wir den Umkreis. Stefan Ruf hat in seinem Buch ‹Klimapsychologie› in diesem Verlust der Peripherie die seelischen Ursachen für die Klimakrise gefunden.5 Wie entwickelt sich, heute der Wille entwickeln? Das zeigt die neue Art, in der wir weltweit filmisch Geschichten erzählen. Von James Bond bis ‹Schindlers Liste›, alle Spielfilme folgen dem griechischen Willensideal: Es gilt einen Bösewicht zu bezwingen, Menschen zu retten, und dieses Ziel zu erreichen, bestimmt die Handlung. Je mehr Steine auf dem Weg dahin liegen, umso höher ist die Spannung. Seit etwa zehn Jahren dominieren nun die Serienformate der Streamingdienste. Hier folgt die Geschichte keiner Linie, wie sie schon Aristoteles in seiner Poetik vorgegeben hat, sondern die Erzählung öffnet ein Schicksalsfeld. Hier gibt es keinen Anfang und kein Ende mehr, sondern ein Beziehungs- und Lebensnetz. Was wird aus dem Ziel? Wie im Leben auch, lässt es sich kaum mehr gedanklich festsetzen, sondern der Weg bildet sich im Dialog von innerem Kompass und der Gegenwart. Der Gedichtanfang von Christian Morgenstern: «Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben», ist deshalb umgekehrt viel treffender: ‹Wer vom Weg nichts weiß, wird das Ziel nicht haben.› Die Frage an Jugendliche: ‹Was willst du denn werden?› ist deshalb eine griechische Frage und keine aus heutiger Zeit. Sie übersieht, dass sich der Lebensweg aus dem Dialog von innerer Ausrichtung und äußerer Beobachtung ergibt. «Navigieren nach bewegten Zielen» heißt dies in ökonomischer Sprache. Wie im Fühlen, entfaltet sich heute der Wille im Gespräch von innerer Triebfeder und dem, was gerade geschieht. Wolfgang Schad, Biologe und Pädagoge, hat diesen Wandel in die Formel gebracht, dass Goethes ‹Faust› das 19. Jahrhundert repräsentiere und ‹Wilhelm Meister›, wo nicht mehr der Wille eines Einzelnen, sondern die Konstellation einer Gruppe die Handlung voranbringt, heutiger Zeit entspreche.

Vom Teil zum Ganzen

In dem Roman ‹Fräulein Smillas Gespür für Schnee› ist von Schnee bei den Inuit die Rede. 60 verschiedene Bezeichnungen gäbe es hier. Was für eine Vielfalt! Sulz und Harsch, Pulver- und Pappschnee mag man kennen, aber 60 Unterschiede wird heute niemand mehr machen können. Das antike Ägypten ist ein Kosmos solcher Einzelheiten. So wird in einem chirurgischen Papyrus in 40 Stufen beschrieben, was bei einer Kopfverletzung zu tun ist. Wie anders ist es, als dann der Philosoph Thales an der Pyramide des Cheops steht und dort einen Hierophanten nach deren Höhe fragt. «Das ist Mysterienwissen», habe der Tempeldiener entgegnet, so die Legende. Thales misst die Schattenlänge seines Stockes und die der Pyramide und findet so die Höhe des Bauwerks: 150 Meter. Heute lernen es Schülerinnen und Schüler in der 6. Klasse als zweiten Strahlensatz. Es ist die eine Idee, das mathematische Gesetz, das alle Erscheinungen zusammenfasst und auf einen Punkt verdichtet. «Alles kommt aus dem Wasser!» «Alles stammt vom Feuer!», das sind die griechischen Kosmologien, die die ganze Schöpfung auf eine Idee zurückführen. Vom Teil schreitet der Verstand zum Ganzen, beginnt das Wie und Warum zu fassen und verliert dabei das Wer. Mit dem griechischen Denken gelingt es, die Welt zu beherrschen, die Natur sich untertan zu machen. Doch die Gesetze, mit denen man so die Welt im Geiste fasst, haben kein Leben, und so drängt das Denken in Idee und Gesetzen das Leben zurück, bringt den Tod.

Meister und Meisterin des Denkens werden

Vor hundert Jahren entdeckten die Physiker und Physikerinnen, dass in der Natur das Entweder-oder nicht immer gilt, sondern Widersprüchlichkeit zur Schöpfung gehört. Was am Licht sich zeigte, dass es als Teilchen und als Strahlung sich zeigt, je nachdem, wie man fragt, das zeigt sich heute auf allen Feldern. Objektivität und Subjektivität verschwimmen ineinander, das Teil und das Ganze kommen ins Gespräch und so sollte heute das Denken beschaffen sein, dass es ins Gespräch tritt vom Einzelnen und Allgemeinen. Die Lehrerin, die von Temperament und Jahrsiebt weiß, nimmt doch den einen Schüler als einzelnen, ureinzelnen Schüler. Joseph Weizenbaum6 unterscheidet so menschliches und technisches Denken. Er nimmt die drei Ausbildungsgrade Lehrling, Geselle und Meister als Bild: Der Lehrling, die Auszubildende lernt die Regeln des Faches, als Geselle, Gesellin beherrscht man das Regelwerk. Als Meister oder Meisterin weiß man, wann die Regeln nicht gelten. Meisterschaft im Denken bedeutet nach Weizenbaum, im Spiel vom dem Einen und dem Allen von Regel und Einzelfall spielen zu können, sie bedeutet, den Widerspruch anzunehmen. Wie im Gefühl und im Willen, erwacht die Seele im Denken, wo sie den Dialog, das Gespräch von Punkt und Umkreis erobert.

Jasminka Bogdanovic, ‹Horizonte›, 2017 Tempera auf Leinwand, ca. 180 × 80 cm

Ist in klassisch-griechischer Zeit die Seele im Willen, im Denken und Fühlen aus einer Einheit mit dem Umkreis zum Punkt geworden und hat sich so selbst ergreifen können, so erwacht sie heute für das Gespräch von Umkreis und Punkt, von Ich und Welt. In Ägypten war die Seele getragen von der Umgebung. Verlor sie diesen Umkreis, so war sie selbst verloren. In Griechenland und Rom wurde sie zur Persönlichkeit, und wo ihr das nicht gelang, war sie verloren, drohte ihr der Tod. Auf heute übertragen heißt das, dass wir heute existieren, es uns tatsächlich gibt, wo wir in dieses Gespräch finden. Wenn das Gespräch versiegt, hört man auf zu existieren. Wie werde ich fähig für dieses Gespräch? Indem ich in meiner Seele dort das Gespräch suche, wo es am meisten fehlt, wo es stumm ist, wo Schatten der Seele verdrängt und ungesehen sind. Wo es gelingt, zum eigenen Schatten Ja zu sagen, den Drachen reiten zu lernen, wie es Veit Lindau7 beschreibt, gewinnt die Seele den Schlüssel, das Gespräch von Punkt und Umkreis, von Ich und Welt feiern zu lernen und so in Wille, Gefühl und Denken aufzuerstehen.

Print Friendly, PDF & Email

Footnotes

  1. Marie von Ebner-Eschenbach, Ein Spätgeborener, 1875. Vorangestelltes Motto.
  2. Mahnworte des Ipuwer aus Erich Hornung, Gesänge vom Nil. Zürich 1990.
  3. Diesen Spruch habe ich ausführlich behandelt in ‹Das Gespräch mit dem Kosmos›, in: Jean Claude Lin (Hg.), Was ist Anthroposophie. Stuttgart 2017.
  4. Das Orakel von Delphi, Geschichte und Texte. Stuttgart 2001.
  5. Stefan Ruf, Klimapsychologie – Atmosphärisches Bewusstsein als Weg aus der Klimakrise. Frankfurt a. M. 2019.
  6. Joseph Weizenbaum, Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft. Berlin 1978.
  7. Veit Lindau, Schattenwerk. München 2021.

Letzte Kommentare