Beginn

Du hast den Weg verschluckt
mit dem Blick,
und ich stehe
barfuß im Gras.
In deinem Gesicht: ein Anfang.
Du nimmst
meine Hand in dem kalten
Gestrüpp, deinem Nest,
und wir wandern durchs Tal,
bis der Mund, dieser schmale,
ein Schallwort gebiert
und verliert in das Reich,
das mir nicht mehr gehorcht.

Sigune Schnabel, aus: Sigune Schnabel, Auf Zimmer drei liegt die Sehnsucht, Vechta 2021, S. 9.


Das Wort als Grenze – eine Markierung des Moments, wo Altes nicht mehr gehorcht und ein Anfang geschieht.


Kommentar von Johanna Lamprecht
Zeichnung von Philipp Tok

Print Friendly, PDF & Email

Letzte Kommentare