Aufbruch ins Ungewisse

Kunstschaffen in Zeiten von Corona. Austellung im Goetheanum vom 4. Juli bis 30. August 2020, Vernissage Samstag 4. Juli, 18 Uhr. Auf Einladung der Sektion für Bildende Künste.


«Das Blau der Blume sagt, dass der Planet geküsst sein möchte.»

Barbara Groher

25 Künstlerinnen und Künstler zeigen Werke, die seit dem Ausbruch der Coronakrise entstanden sind. Der Umgang mit Ungewissheit, Informationsflut und Angst, aber auch mit den Möglichkeiten einer Bewusstseinsänderung und sozialem Wandel finden in den gezeigten Arbeiten einen vielfältigen Ausdruck.

«Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch …», schreibt Hölderlin in seinem Gedicht ‹Patmos›. In Zeiten der Bedrohung werden die Fragen nach der Existenz wieder vorrangig. Besinnung wird notwendig. Viele Künstlerinnen und Künstler weltweit haben hingelauscht und in der Stille der Isolation zu erfassen versucht, was da Neues an uns Menschen herankommt. Was sich in den Werken andeutet, ist ein Aufbruch in eigene innere Tiefen: Empfindungen und Ahnungen werden zugelassen, steigen auf, werden umgesetzt. Während die einen Abgründe, Bedrohungen und Zerrissenheit zum Ausdruck bringen, setzen die anderen das Rettende, das Licht und die Liebe ins Bild.

‹Étude pour Chaosmos›, Jean-Paul Ingrand FR.

Kunst kann zum Schlüssel und zur Notwendigkeit werden, durch Krisen zu kommen und durch sie neue Wege zu finden. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Herausforderungen der Zeit neu und anders zu sehen und sich auf die Sichtweisen und Ausdrucksformen einzulassen, die uns die beteiligten Künstlerinnen und Künstler schenken.

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung

Emanuela Assenza DE, Sibylle Birkenmeier CH, Jasminka Bogdanovic CH, Charles Blockey CH, Zoltan Döbröntai HU, John Ermel CH, Heikedine Günther DE, Esther Gerster CH, Barbara Groher CH, Doris Harpers IT, Jean-Paul Ingrid FR, Anita Kreisl CH, Bettina Müller CH, Astrid Oelssner CH, Ulrich Oelssner CH, Pieter van der Ree NL, Barbara Schnetzler CH, Cecil von Spronsen DE, Espen Tharaldsen NO, Dorothea Tempelton CH, Anjuli Theiss CH, Daniel Wenger CH, Doorlie Gerdes NL, Irene van der Laag NL, Luigi Fiumara UKR, Paul Gerard Reeh NL und Lars Frerichs NL. Es ist möglich, dass sich weitere Kunstschaffende der Ausstellung anschließen.

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