Atmen in der Klimakrise

Die Sektion für Landwirtschaft und die Jugendsektion veranstalteten vom 11. bis 14. Februar die Jahrestagung zum Klima ‹Atmen in der Klimakrise›. 1080 Teilnehmende aus 65 Ländern nahmen an der digitalen Veranstaltung teil.


Nimmt man regionale partizipierende Treffen hinzu, so Lin Bautze von der Sektion für Landwirtschaft, so waren es 1500 bis 1800 Teilnehmende. Dabei überraschte vor allem die hohe Anzahl aus Südamerika und den Philippinen. Die Bühne des Großen Saals wurde zum Sendeort, die Südbühne zum Technikraum. Drei Kameras waren Richtung Zuschauerraum auf die Vortragenden und die Gesprächsgruppen gerichtet, sodass die farbigen Fenster des Saals den Hintergrund bei der Übertragung bildeten. Eine kleine Gruppe der Vortragenden und Organisatoren war dabei im Saal anwesend, sodass auch dort ein Hörraum entstand.

Klimatagung 2021, Foto: Paul Stender

Zur Tagung gehört auch die Gesprächsarbeit an den Michaelbriefen von Rudolf Steiner. Ueli Hurter beschrieb, dass es auch über das digitale Medium möglich war, eine spirituelle Atmosphäre herzustellen. In 20 Arbeitsgruppen, sogenannten ‹Future Labs›, in deutscher, englischer oder spanischer Sprache kamen dann Interessierte zu speziellen Themen zusammen. Ein berührender Moment war beispielsweise, als Charles Eisenstein – seinen Vortrag hat er aus den USA gehalten – betonte, die Erde als Lebewesen als realen Gedanken zu nehmen, weshalb jede kleine gärtnerische ökologische Arbeit wertvoll sei, weil sie die Erde fühlen lasse, man kümmere sich um sie. Constanza Kaliks schilderte, dass viele Teilnehmende die Gesprächskanäle, ‹Chat-Rooms›, rege nutzten. So entstand nicht nur eine Verbindung zum Goetheanum, sondern auch untereinander weltweit. Das betraf auch Menschen, die es sich  – unabhängig von den Corona-Einschränkungen – wirtschaftlich nicht leisten können, ans Goetheanum zu reisen. Angesichts der digitalen Begegnungsformen, so Kaliks, müsse die physische Begegnung einen neuen höheren Wert bekommen.

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