Berlin, Deutschland. Abstimmen gegen die Streichung von integrativmedizinischen Leistungen.
Ende April hat die deutsche Bundesregierung in einem Kabinettsbeschluss entschieden, dass künstlerische Therapien, Homöopathie und Anthroposophische Medizin aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen gestrichen werden sollen. Dieser Schritt ist Teil eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Vergleich wäre die Einsparung an Kosten jedoch faktisch sehr gering. In einem Newsletter für Eliant schreibt die anthroposophische Ärztin Michaela Glöckler, dass die Integrativmedizin, zu der auch die Anthroposophische Medizin gehört, zwei wichtige Elemente kombiniert: rasch wirksame Interventionen aus der naturwissenschaftlichen Medizin sowie prophylaktische und prozessorientierte Therapien, die durch eine ganzheitliche Stärkung des Systems den Heilungsprozess unterstützen und die Entstehung von Krankheit vorbeugen. Beides sollte als modernes medizinisches Angebot für Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Um die Umsetzung des Kabinettsbeschlusses zu verhindern, finden derzeit deutschlandweit Protestmärsche statt. Eine Petition der Organisation Weil’s hilft bietet zudem die Möglichkeit, seine Stimme gegen die Entscheidung abzugeben.
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Bild Peter Mammitzsch


