Thousand Oaks / New York City, USA. In den USA formt sich Widerstand gegen den unhinterfragten Einsatz von Internet und KI an Bildungseinrichtungen.
Der Prototyp des Internets sowie von Laptops und Smartphones sind Erfindungen, die alle in den Vereinigten Staaten ihren Ursprung haben. Die USA sind auch eines der ersten Länder, die den Einsatz dieser digitalen Technologien an Schulen und Universitäten staatlich fördern und Bildungseinrichtungen teilweise sogar gesetzlich dazu verpflichten. Seit einigen Jahren gibt es jedoch immer mehr Forschung, die darauf hinweist, dass ein fast uneingeschränkter Zugriff auf das Internet und seit Neuestem auch auf KI-Bots Schülerinnen und Studenten mehr Schaden als Nutzen bringt. Laptops und Tablets im Klassenzimmer und Vorlesungssaal sind zwar nach wie vor Normalität, es gibt jedoch Eltern und Lehrkräfte, die dies kritisch hinterfragen und sich für analogeres Lernen einsetzen. Mütter und Väter lassen ihre Kinder von der Nutzung digitaler Geräte befreien mit dem Verweis auf Studien, die ergeben haben, dass eine hohe Bildschirmzeit zu schlechterer akademischer Leistung führt und dass auf Papier vermittelte Inhalte besser im Gedächtnis bleiben. Lehrkräfte an Schulen und Universitäten sehen sich zudem durch den Zugang zum Internet und vor allem zu KI-Chatbots mit einem Vertrauensproblem konfrontiert. Sie wüssten nicht, ob die Schüler und Studentinnen Aufgaben eigenhändig erledigten oder ob sie ihr eigenes Lernen umgingen, indem sie digitale Technologien nutzten. Ayşe Baltacıoğlu-Brammer, Professorin für Geschichte und Islamwissenschaften an der New York University, hat deshalb konsequent die Verwendung von Laptops und Tablets in ihren Kursen untersagt und die Studierenden stattdessen mit Papiernotizheften ausgestattet. Obwohl manche ihre Entscheidung anfangs anzweifelten, bekommt Baltacıoğlu-Brammer inzwischen positives Feedback von den Studierenden zu ihrem Technologiefreien Unterricht. Sie selbst sagt, dass sie durch die Umstellung zwar etwas mehr Arbeit habe, aber dass dies wettgemacht werde durch die verbesserte Aufmerksamkeit und Beteiligung der Studierenden.
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Bild Dom Fou


