World Goetheanum Forum am 25. und 26. September – ‹Assoziation› und ‹Dissoziation› – wirtschaftliche Gesundheit versus gesellschaftliche Gesundheit.
Mit dem Erdüberlastungstag misst die Ökologie, an welchem Tag der menschliche Verbrauch an biologischen Rohstoffen das Angebot und die Fähigkeit der Erde, diese Ressourcen zu erneuern, übersteigt. Zur Jahrhundertwende fiel diese Marke im Jahreslauf auf das Datum, an dem die diesjährige Konferenz der World Goetheanum Association stattfindet. Dieses Jahr liegt der Erschöpfungstag der Erde schon auf dem 30. Juli. Unsere Art, zu wirtschaften, treibt diesen Termin weiter nach vorn. Dass es auch anders geht, zeigen Formen, Wirtschaft neu zu denken – ganzheitlich, verantwortungsvoll und tragfähig für alle. Andrea Valdinoci hat Netzwerke und Unternehmen eingeladen, die hier neue Wege gehen und zeigen, dass eine andere Form des Wirtschaftens möglich ist. Valdinoci: Beim World Goetheanum Forum 2026 widmen wir uns zwei Polen: dem, was gelingt, und dem, was krank macht. Das Forum versteht sich als Forschungs- und Begegnungsraum: ein Ort, an dem Erfahrungen geteilt, Perspektiven erweitert und neue Ansätze gemeinsam weiterentwickelt werden. Dabei sind in diesem Jahr unsere Fragen:
- Was sind Praktiken assoziativen Wirtschaftens?
- Können wir den Begriff ‹Assoziation› neu beleben?
- Welche Prozesse ermöglichen eine zukunftsfähige Wirtschaft?
- Wie entwickeln wir Verbindungsfähigkeit?
Wie wir arbeiten, leben und wirtschaften, ist untrennbar mit unserer persönlichen und gesellschaftlichen Gesundheit verbunden. Die Art, wie wir Werte schaffen, Entscheidungen treffen und Beziehungen gestalten, wirkt tief in unsere Lebensrealität hinein – individuell wie kollektiv. Was in Medizin und Psychologie gilt – Verbindung fördert Gesundheit, Abspaltung führt zu Krankheit –, könnte auch für wirtschaftliche und soziale Prozesse gelten. Wo Beziehungen lebendig sind, entsteht Entwicklung. Wo sie abbrechen, entstehen Spannungen und Krisen. Damit wird Verbindungsfähigkeit zu einer zentralen Zukunftskompetenz – nicht nur im zwischenmenschlichen, sondern auch im wirtschaftlichen Handeln.
Das Forum lädt ein, diese Zusammenhänge gemeinsam zu erforschen, voneinander zu lernen und Impulse für eine Wirtschaft zu entwickeln, die dem Leben dient. Bei diesem Erkunden, Austauschen und Weiterdenken begegnen sich Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben und die ihn suchen.
Bild World Goetheanum Forum 2025, Foto: Sara Lucia Szogs

