Poesie

Immer wenn ein Mensch
sich aus den Fesseln der Welt
gelöst,
fällt
vom Glanz deines Auges
ein Strahl in sein Herz,
und es hebt
heimlich zu klingen an,
leise zu singen an –
schwebt
flügelleicht lichtwärts.

Glaubt dich zu finden
in seligem Wähnen –
findet dich nie.
Aber aufs Neue,
wieder und wieder
im Glücke, in Tränen
suchen die Sänger
deine unhörbare
Melodie.

Erika Beltle, aus: Erika Beltle, Gesammelte Gedichte, Stuttgart 2008, S. 274.


Melodien, die sich aus Momenten der Erlösung erheben – lassen wir sie hörbar oder unhörbar klingen?


Kommentar von Johanna Lamprecht

Zeichnung von Philipp Tok

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