Fünf goldene Schlüssel

Helle Heckmann ist eine dänische Waldorfkindergärtnerin, die durch ihre Bücher und Vorträge auch international bekannt wurde. Sie arbeitet als Beraterin von Eltern und Erziehenden mit der Idee des ‹slow parenting› – also der Wieder- oder Neuentdeckung des Sichzeitnehmens als Eltern und für die Kinder.


Helle Heckmann mit Kinder. Fotoquelle: Helle Heckmann

Das, was Kinder (heute mehr als alles) brauchen, sei Zeit, konstatiert Helle Heckmann auf ihrer Beratungswebseite. Die erfahrene Erzieherin hat über den Waldorfkindergarten Nøkken in Kopenhagen ein Buch mit dem Untertitel ‹Ein Garten für die Kindheit› geschrieben, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Außerdem bietet sie allen Interessierten, die auf der Suche nach hilfreicher Inspiration für ein Familienleben sind, in dem jedes Familienmitglied atmen und sich geborgen fühlen kann, auch online per Skype oder Telefon ihre individuelle Begleitung an. Auch auf Youtube kann man ihren Ideen in ihren Vorträgen zum Beispiel auf Englisch folgen. Sie spricht von fünf goldenen Schlüsseln, die sie Eltern und Erziehenden aus ihrer Erfahrung für das Gedeihen der Kinder und des Familienlebens mitgeben will. Die Schlüssel heißen: Schlaf, Bewegung, Ernährung, Rhythmus und Liebe. Diese Schlüssel sind gleichwertig und müssen alle in einer ausgewogenen Harmonie miteinander stehen. Sie folgen nicht aufeinander, sondern sie gehören zusammen und bringen das Rad für eine harmonische Erziehung zum Laufen. Bei all diesen Hinweisen orientiert sich Heckmann an den Gewohnheiten der gegenwärtigen Lebenswelt. Zum Beispiel geht sie von einer Situation heute aus, in der es keine Zeit mehr für Ernährung gibt – das Essen soll schnell zubereitet oder schon fertig sein, die gemeinsame Zubereitung oder Einnahme der Mahlzeiten wird immer häufiger weggelassen. Hier geht sie mit den ‹goldenen Schlüsseln› von den einfachsten Möglichkeiten aus, die sich den Erwachsenen bieten, um ihren Kindern etwas Gutes zu tun: von der Wertschätzung der Grundlagen des Lebens und einer Besinnung auf diese. Dann finden auch die Kinder die Ruhe vor, die sie brauchen, um sich stark und gesund zu entwickeln.

Print Friendly, PDF & Email
Zurück
Das Böse

Letzte Kommentare

  • Hallo Celestine, ein sehr schöner,interessanter Bericht über dein Aufwachsen in...
    Avatar
    Adelheid Lucas-Wijgmans, Leer Ostfr.
  • Ich finde den Inhalt des Artikels gut und kann ihm...
    Avatar
    Niike
  • Es scheint, als ob Sie nicht dazu in der Lage...
    Avatar
    Aurelien
  • (bezugnehmend auf Wagner in seiner Bestärkung Wellbrucks) …zu allen drei...
    Avatar
    eufeniks
  • Ja, Superherzlichen Dank Ihnen ! Endlich mal was Konstruktives !...
    Avatar
    Martina Heller-Krug
  • Vielen Dank für diesen horizonterweiternden Beitrag. Aus meiner Beschäftigung mit...
    Avatar
    michael2
  • Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie werfen Fragen auf. Da...
    Avatar
    Hugo Jäggi
  • Vielen Dank für die „ungewöhnliche“ und öffnende Perspektive, die dieser...
    Avatar
    Jens Bodo Meier
  • Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie werfen Fragen auf. Da...
    Avatar
    Hugo Jäggi
  • Die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie werfen Fragen auf. Dass...
    Avatar
    jaehu1941

Facebook