Demokratisch und autark werden ‒ Biodynamik in Asien

Sundeep Kamath und Will Bratton im Gespräch

Sundeep Kamath ist der Generalsekretär der All India Organic Network Association. Er ist der ehemalige Sekretär der Biodynamic Association of India. Zurzeit berät er die Bundesregierung von Bhutan bei Zertifizierungen sowie die Landesregierung von Nagaland und mehrere Gemeinden und Provinzen auf den Philippinen bei ihren Plänen, vollständig auf biologischen Anbau umzustellen. Er war im Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in Indien und gehört zu den Gründungsvätern der Waldorfschule in Bangalore, der Bangalore Steiner School. Die Fragen stellte Will Bratton im Podcast ‹Biodynamic Guild› (Juli 2022).


Wie und wann hast du zur Biodynamik gefunden?

Sundeep Kamath Vor ungefähr 13, 14 Jahren war ich ein ‹durchschnittlicher› Mann, der eine Führungsposition im Unternehmen America Online hatte. Eines Tages schaute ich fern, als ein Typ mit einem Pferd über eine Bühne ritt und über die Beziehung des Kosmos zum Boden sprach. Das berührte mein Herz. Die einzigen zwei Dinge, die ich von diesem Programm mitnahm, waren: Biodynamik und Rudolf Steiner. Durch diese Sendung wurde mir in meinem tiefsten Inneren bewusst, was ich zu tun hatte. Davor hatte ich nichts mit Landwirtschaft zu tun. Ich leitete eine Charta für ein großes Firmenbüro. Danach hatten wir hier eine anthroposophische Ausbildung, eine medizinische Ausbildung ganz in der Nähe des Büros. Ich bin im Grunde genommen dorthin gegangen, um mehr über Biodynamik herauszufinden. Dort lernte ich meine erste anthroposophische Mentorin kennen, Michaela Glöckler. Sie leitete damals die Medizinische Sektion. Ich sagte ihr: «Doktor Michaela, ich möchte etwas mit Biodynamik machen.» Und sie sagte mir, Bangalore brauche eine Waldorfschule. Ich solle nicht ein Landwirtschaftsprojekt, sondern eine Waldorfschule gründen. Ich sagte ihr, dass ich nichts über Bildung wisse – nicht etwa, dass ich etwas über Landwirtschaft wusste. Ich sagte: «Wie würde ich eine Schule gründen?» Dieses Hin und Her fand jeden Tag während des siebentägigen Trainingsprogramms statt. Ich sagte ‹Landwirtschaft› und sie sagte ‹Bildung›. Am letzten Tag sagte sie zu mir: «Warum gründest du die Schule nicht auf einem Bauernhof?»

Sundeep Kamath

Und genau das geschah ein paar Jahre später. Sie kam 2010 und eröffnete die erste Waldorfschule in Bangalore, die Bangalore Steiner School, wo ich zusammen mit sieben anderen Eltern und elf Kindern der Gründungsvater war. Wir begannen auf der Farm meines Freundes. Also habe ich das ein paar Jahre lang gemacht. Ich kündigte meinen Job, und in zwei Jahren wuchs die Schule unglaublich. Ich glaube, wir haben in unserem dritten Betriebsjahr die Zahl von 100 Kindern überschritten. Dann unterstützte mich Michaela, damit ich an meiner ersten Landwirtschaftstagung in Dornach teilnehmen konnte. Davor traf ich hier meinen ersten Lehrer für Biodynamik, Jake. Zusammen mit ihm gründeten wir eine Hochschule. Er kam auf diese Idee. Ich kümmerte mich um den Unterricht und die Spendensammlung. Es war wirklich aufregend für mich, mit jungen Menschen zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass sie nicht in die Städte gehen und dort zu Flüchtlingen werden. Wenn sie in die Stadt kommen, haben sie sehr schlecht bezahlte Jobs, wie zum Beispiel Wächter oder Taxifahrer, und leben in Slums. Sie können ein wirklich gutes Leben haben, wenn sie professionelle Landwirte werden. Die Hochschule besteht immer noch. Sie verkürzten das Programm auf ein Jahr. Mein Lehrer und ich sind nicht mehr daran beteiligt, aber für ein Semester war ich im Vorstand und dann Sekretär für zwei Semester. Und ich nenne mich jetzt einen ‹biodynamischen Evangelisten›, der überall hingeht. Ich verdiene auch einen Teil meines Einkommens mit der Beratung großer Projekte, die auf Biodynamik umgestellt werden. Und das Beste ist, das der Begriff ‹biodynamischer Evangelist› wirklich beschreibt, was ich hauptsächlich tue.

Welche Geschichte hat die Biodynamik in Indien?

Vor ein paar Jahren gab mir ein Freund die kleine Wochenzeitschrift ‹Biodynamics USA› von 1957. Es gab eine Dame namens Evelyn, die ungefähr im Jahr 1956 nach Indien kam und eine Reihe von Präparaten mitbrachte – die Kompoststarter. Das ist, was wir wissen, zumindest wurde es in der ersten dokumentierten Verwendung der Präparate zur Kompostherstellung im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu so dargestellt. Danach gab es Mitte der 80er-Jahre zwei Projekte in Indien. Das eine ist der Makaibari-Tee, der sich für Demeter entschieden hat, und das andere ist das Projekt Kurinji im Süden, das mit Mangos arbeitet. Diese beiden Initiativen sind die ersten Projekte von Demeter in Indien. Sie erhielten Beratung aus Deutschland.

In den 80er-Jahren gab es im Grunde keinen Biostandard. Es gab kein amerikanisches nationales Bioprogramm. Es gab keine indischen und europäischen Programme, und sogar die EU ließ zehn Jahre auf sich warten. Demeter war schon vor der Entstehung dieser nationalen Biostandards eines der wichtigsten Industrieprojekte. Im Jahr 1993 gab es eine Reihe von Gandhianern, die sich sehr für die organische Landwirtschaft im südindischen Ort Indore, der früheren Hauptstadt des Zentralstaates Madhya Pradesh, interessierten. Dieser Moment verursachte mir eine Gänsehaut. Sie gingen für eine Studienreise über ökologische Landwirtschaft nach Neuseeland und trafen dort einen Mann namens Peter Proctor, der über Biodynamik sprach. Ihr Interesse war geweckt und sie luden ihn ein. So entstand in Indore 1993 die erste biodynamische Schulung zur Herstellung der BD500-Präparate und zum Pflanzkalender. Interessanterweise war es auch in Indore, wo Sir Albert Howard 70 Jahre zuvor die Kompostierung im Innenraum vorgestellt hatte.

Der ökologische Landbau erwachte tatsächlich erstmals durch das Buch ‹The Agricultural Testament› [Das landwirtschaftliche Testament] von Sir Albert Howard. Er war in Indien und entdeckte dort die traditionellen Methoden der Landwirtschaft und des Kompostierens. Nicht weit entfernt von diesem Ort, in derselben Landwirtschaftsschule, wurden die BD500-Präparate gelehrt. Und später wurden die Präparate in den Fellowship Ashram gebracht. 1995 entstand das am längsten laufende biodynamische Trainingsprogramm, das jährlich stattfindet. Danach ist die Biodynamik rasant gewachsen, weil die indischen Bäuerinnen und Bauern aus mehreren Gründen bereit waren, sich der Biodynamik zu widmen. Der erste Grund ist, dass die Kuh sehr zentral für die indische Landwirtschaft ist, sodass fast jeder kleine Hof in Indien eine Kuh hält. Zum Zweiten erinnern sich die Leute an den Pflanzkalender ihrer Großeltern. Sie akzeptieren den biodynamischen Ansatz einfach und spüren, dass er ein Teil von ihnen ist.

Doktor Michaela, ich möchte etwas mit Biodynamik machen.

Sundeep Kamath

Als ich Sekretär der Biodynamic Association of India war, führten wir eine Studie durch. Darin schätzen wir, dass es etwa 100 000 Landwirte und Landwirtinnen gibt, die eine Art von Biodynamik betreiben. Die typische Zählmethode ist die Zertifizierung. Aber in dieser Gegend der Welt ist die Zertifizierung nicht sehr verbreitet. Wir haben vielleicht ein paar Tausend zertifizierte Landwirtschaften. Auf unsere Schätzung kommen wir aufgrund der Anzahl der verkauften Präparate. Es ist also sehr aufregend, Biodynamik wächst enorm. Für die Kompostherstellung kann man staatliche Subventionen erhalten – ebenso als Unternehmen, das die Biodynamik fördert und biodynamische Schulungen durchführt.

Als ich vor ein paar Wochen auf den Philippinen war, habe ich herausgefunden, dass biodynamische Präparate dort zugelassen sind und zum philippinischen Biostandard gehören. In diesem Teil der Welt ist es viel einfacher, weil die Menschen, sobald sie Biodynamik nutzen, die Magie sehen. Ich arbeite jetzt zum Beispiel an einem Reisprojekt, das viele Jahre lang biologisch betrieben wurde. Seit auf biodynamisch umgestellt wurde, sehen die Bauern und Bäuerinnen in den Reisfeldern einen dunkleren Grünton im Vergleich zum biologischen Anbau. Sie beobachten auch, dass alle Reisstiele aufrecht stehen. Und weil sie diese Veränderungen sehen, nehmen sie die neue Methode schnell an.

Frauen beim Reispflanzen in Odisha, Indien. Foto: Jagamohan Senapati, unsplash

Wie läuft die Herstellung von Präparaten in Indien ab?

Wie gesagt, viele Kleinbauern und -bäuerinnen beschäftigen sich mit der Biodynamik, und es ist einfach, die Präparate für das Feld herzustellen. Letzteres ist jedoch etwas anspruchsvoller. Die Kompostpräparate erfordern viel Arbeit. Als Peter Proctor hier war, gründete er einige Zentren in Indien. Eines 1991 im Himalaja und ein anderes im Süden, wo das Training mit meinem Lehrer James stattfindet. Diese Zentren waren die Hauptlieferanten für Präparate in Indien. Es ist nicht so, dass jeder Hof seine eigenen Präparate herstellt. Erstens ist es für die Herstellung von Kompostpräparaten nicht überall einfach, alle Pflanzen zu bekommen. Und während das 500-Präparat einfach herzustellen ist, ist es im Gegenteil sehr schwierig für viele Kleinhöfe, für eine so kleine Menge die Zutaten zu bekommen und zu vermahlen. Der durchschnittliche Hof in Indien ist weniger als ein Hektar groß und alle haben eine Kuh, also einen Milchviehbetrieb. Es gibt viel zu tun.

Sie müssten also ein paar Stunden damit verbringen, ein Präparat herzustellen, von dem sie nur ein Gramm benötigen. Nur Großprojekte wie Kaffeefarmen, die über tausend Hektar umfassen, stellen große Mengen an Präparaten für sich selbst her. Die Kompostpräparate werden jedoch immer von außen gekauft.

Wir denken, dass jeder Mensch die Präparate herstellen kann – das ist sehr demokratisch.

Was sind die Herausforderungen der Arbeit mit den Rinderteilen in einer weitgehend hinduistischen Nation?

Eine sehr interessante Frage und sehr, sehr relevant für unsere heutige Zeit, denn vor sechs, sieben Jahren hatten wir kein Problem. Die Präparate konnten überall hergestellt werden. Wir haben einen so großen Rinderbestand: 300 Millionen Tiere. Selbst wenn man davon ausgeht, dass jedes Jahr zehn Prozent von ihnen sterben, ist es immer noch ziemlich viel. Vor ein paar Jahren kam eine rechte Partei an die Macht und startete ein Kuhschlachtverbot – nicht in allen Staaten, aber in der Mehrheit im Norden. Wegen dieser Einschränkung sind die Leute sehr zögerlich, etwas zu benutzen, was mit Teilen einer Kuh hergestellt wird. Allerdings ist das nicht überall im Land so. Im Süden sind wir viel liberaler und in Tamil Nadu und Kerala können wir sie uneingeschränkt herstellen. Aber in bestimmten Regionen benutzen die Menschen jetzt Ziegen.

Gibt es alternative Präparatehüllen oder etwas, was verwendet wird, das in Indien einzigartig ist?

Wir verwenden ein paar Teile, die in einigen Regionen des Landes überhaupt nicht verfügbar sind, beispielsweise die Hirschblase oder die Eiche, die nur im Himalaja vorhanden ist. Die Hirschjagd ist in Indien außerdem verboten. Wir haben weltweit ein Problem mit Baldrian und suchen nach der Alternative dafür. Es gibt einen Bedarf an Alternativen, aber dieser kann nur von Leuten erfüllt werden, die sich zunächst mit Präparaten vertraut machen. Wenn man sich auskennt, kann man Beobachtungsmodelle verwenden, um nach Alternativen zu suchen. Wir verwenden Jatamansi als Alternative zu Baldrian in Ayurveda. Aber er blüht überhaupt nicht. Das Gebaren der Pflanze ist ganz anders. Es gibt viele positive Erfahrungen auf den Philippinen. Wir haben etwas gefunden, das einem Ersatz sehr nahekommt. Ich habe bei einem Projekt in Thailand Experimente mit Büffelhörnern gemacht. Aber wir waren überhaupt nicht zufrieden mit der Qualität des BD500, das vom Büffelhorn kam.

An welchem Projekt arbeitest du gerade mit der asiatischen Gesellschaft der Präparatehersteller?

Ich war sehr inspiriert von der Gemeinschaft der amerikanischen Präparatehersteller, die sich einmal im Jahr trifft. Ich hörte auch Geschichten von der französischen Vereinigung: Wenn dort ein Mitglied eine schlechte Ernte von Kamille hat, kann es sich im Netzwerk umhören, und wenn jemand mehr Kamille hat, teilen sie die Zutaten.

Die Philippinen und Thailand gehen viel stärker in Richtung Biodynamik, aber wir können die Präparate nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern auch aus nachhaltiger Sicht nicht einfach übernehmen. Daher ist es sinnvoller, dass dort mit der Herstellung der Präparate vor Ort begonnen wird, doch dafür sind Zutaten nötig. Manchmal brauchen sie getrocknete Blumen, aber sie brauchen vor allem das Wissen. Deshalb planen wir jedes Jahr Schulungen. Die Idee der asiatischen Gesellschaft der Präparatehersteller ist es, jedes Land zu unterstützen, sowohl in der Menge der Präparate, die es benötigt, als auch in der Aneignung von Wissen, um autark zu sein.

Es gibt eine Denkrichtung, die aus Australien kommt und besagt, dass die Herstellung von Präparaten eine Art Meisterhandwerk ist, das nur von wenigen Auserwählten irgendwo auf einem Berg gemacht werden kann. Dies war der vorherrschende Gedanke in vielen Regionen Asiens. In Indien hatten wir Glück, denn wir hatten Peter Proctor, und in Sri Lanka hatten wir Richard Ponting. Wir haben also früh gelernt, dass die Blumen an manchen Orten wachsen und man sie dorthin bringen kann, wo es unmöglich ist, sie anzubauen. Leider dominierte im übrigen Asien die australische Denkrichtung. Was dazu führte, dass man diese Präparate immer aus Australien bekommen musste und dass sie niemals von dir und mir hergestellt werden könnten, weil wir keine erhabenen Seelen sind oder irgendeine Art von Qualifikation haben. Wir denken, dass jeder Mensch die Präparate herstellen kann – das ist sehr demokratisch. Es ist der Geist von: «Vielleicht haben wir im Moment nicht das beste Handwerk, aber zumindest ist es meins und ich lerne.»

Als Gemeinschaft müssen wir nicht lokal sein. Die Klimakrise lösen nicht die USA oder Indien allein. Wir müssen es gemeinsam tun. Wir müssen uns die Hände reichen.

Welches Projekt berätst du momentan?

In Indien arbeite ich gerade an einem Projekt für Basmati-Reis, das sehr beliebt ist. Die Produktion von biodynamischem Reis soll verdoppelt werden. Wir haben viele Projekte in Indien, die ich nicht berate, aber ich helfe dabei, einen Käufer in Deutschland für Gewürze zu finden, und wir sind der größte biodynamische Teeproduzent der Welt. Wir arbeiten in Indien auch viel mit Mangos, aber hauptsächlich mit Gewürzen. In Thailand gibt es einen sehr interessanten Pionier, der ein Stück Land gekauft hat, das in einem katastrophalen Zustand war. Es wurde für den Sandabbau verwendet und hatte einen wirklich, wirklich schlechten Boden, wenn es überhaupt einen Boden gab. Der Pionier hatte 20 Jahre lang organisch gearbeitet und fand keine Lösung. Doch dann entdeckte er die Biodynamik. Die Veränderung des Bodens in nur einem Jahr war sehr sichtbar, weil die Präparate für seine Gemüsefarm benutzt wurden. Sie ist zwölf Hektar groß. Er hat auch eine 350 Hektar große Kokosnussfarm. Auf der Gemüsefarm haben wir ab 2016 mit Biodynamik begonnen. Die Veränderung auf dem Bauernhof und die Qualität der Produkte sind unglaublich. Er stellt Thai-Curry und Kokosmilch her, die es bald in Demeter-Qualität geben wird.

Ein Mann beim Reispflanzen in Indien. Foto: Murthy, unsplash.

Auf den Philippinen will man jetzt einen Verband gründen, um die vielen kleinen Stellen, an denen es Biodynamik gibt, zu verbinden. Die größte Geschichte dort ist die Gemeinde Kauswagan, angeführt von Bürgermeister Rommel – einem unglaublichen Bürgermeister. Er hat dieser Gemeinde Frieden und Wohlstand gebracht, indem er sein Waffen-zu-Farm-Programm startete. Es war eine vom Krieg zerrissene Gemeinde. Es gab muslimische Terroristen, die um Land kämpften, und es gab immer Bomben und Morde. Er brachte die Vision, dass all diese Terroristen Bauern würden. Er sagte ihnen: Wenn du dein Gewehr aufgibst und deine Waffen niederlegst, gebe ich dir Land und du kannst mit Landwirtschaft beginnen. Jetzt sind all diese Leute Biobauern. Nachdem sie zehn Jahre lang organisch angebaut haben, wollen sie die nächste Stufe angehen und biodynamisch werden. Das ist also ein sehr herausforderndes Projekt, für das ich die weltweite biodynamische Gemeinschaft ansprechen werde. Sie wollen die erste biodynamische Gemeinde sein. Es ist eine eher kleine Gemeinde auf den Philippinen, aber es ist ein Anfang, um Biodynamik im großen Maßstab zu betreiben. Wir können eine ganze Gemeinde umwandeln.

Eine wirklich sinnvolle Mission. Gibt es noch etwas, das du mit uns teilen möchtest?

Ich möchte nur sagen, dass ich sehr froh bin, dass ihr die Biodynamic Guild gegründet habt. Ich denke, wir können mehr darauf aufbauen – wir brauchen sie wirklich. Es ist ein Handwerk. Präparate herzustellen ist eine Kunstform. Als Gemeinschaft müssen wir nicht lokal sein. Wenn man sich die Klimakrise anschaut, dann ist das etwas, das die USA allein oder Indien allein nicht lösen kann. Wir müssen es gemeinsam tun. Wir müssen uns wirklich die Hände reichen. Es muss gemeinsam geschehen. Dasselbe gilt für die Nahrungsmittelkrise in vielen Ländern. In Sri Lanka hatten sie gerade eine riesige Krise. Die biodynamische Landwirtschaft ist die Antwort auf die Probleme der Ernährungssicherheit und des Klimawandels. Nur wenn wir uns gemeinsam die Hände reichen, können wir diese Problem angehen. Ich bin Vater von zwei Kindern. Einer der Hauptgründe, warum ich tue, was ich tue, ist, dass ich etwas Besseres hinterlassen und Orte schaffen möchte, die für sie bedeutungsvoller sind. Wir wollen unseren Kindern keine Wüsten hinterlassen. Deshalb hoffe ich, dass wir alle zusammenarbeiten und diese Krisen wirklich auf unsere eigene kleine Art und Weise angehen können.

Genau – ein größeres menschliches Schicksal! Nochmals vielen Dank, Sundeep.


Mehr zu Sundeep Kamaths Arbeit: Biodynamic Advisors, Biodynamic Guild

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  1. Sehr erfreulich und macht Mut. Die Bildunterschriften sind jedoch falsch. Es handelt sich beides Mal um die Pflanzung von Reis, nicht um die Ernte. Die Reispflanzen werden in kleinen Beeten vorgezogen und dann im endgültigen Abstand von Hand ausgepflanzt. Auf diese Weise sind bei entsprechenden Klimabedingungen drei Ernten pro Jahr möglich.

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