Dornach, Schweiz. Wie lebt es sich als junger Mensch in der heutigen Welt? Wir haben nachgefragt. Antworten von Owen Parker Hughes aus Kanada, Student der Anthroposophie am Goetheanum.
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Wie lässt sich die Anthroposophie auf die Probleme der heutigen Zeit anwenden? Wie kann das Verhältnis zwischen Anthroposophie und der modernen Welt gestaltet werden? Wie muss sich beispielsweise die Waldorfpädagogik positionieren, um in der heutigen Zeit bestehen zu können, und wie könnte sie sich modernen Fragen und Problemen aus anthroposophischer Sicht nähern? Ich finde die Frage sehr wichtig, wie wir Menschen, individuell und kollektiv, die Zukunft gestalten und unsere Weiterentwicklung planen können. Wie sähe ein anthroposophisches Fortschrittsverständnis konkret aus – in Bezug auf Technologie, Kunst und Kultur, Industrie und Produktion oder vielleicht sogar auf Weltraumforschung und andere Dinge, die in der Zukunft auf uns zukommen? Was gilt aus anthroposophischer Sicht als Fortschritt? Sollte Fortschritt nur organisch sein, oder könnten auf Basis der Anthroposophie auch Technologien entwickelt werden? Wo ziehen wir die Grenze beim Biohacking? Mich interessieren die Perspektiven der Anthroposophie dazu. Sollen wir immer weiter versuchen, unsere Grenzen zu überwinden, oder ab einem gewissen Punkt akzeptieren, dass sie vielleicht eine karmische Bedeutung haben? Verstehen wir menschliche Grenzen als Schwäche oder einfach als Aspekte unserer Biologie, die wir in absehbarer Zukunft mithilfe von Technologie anpassen könnten? Sollten wir uns überhaupt auf eine solche Entwicklung einlassen? Überlassen wir die biologische Evolution ihrem Lauf, ohne einzugreifen? Welche künstlichen Optimierungsmaßnahmen sind mit der Anthroposophie vereinbar? Und wie stellen wir sicher, dass sie nicht schädlich sind oder eine Art Atrophie bewirken, die die Menschheit irreparabel schädigt?
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