Brüssel, Belgien. Ganzheitliches Bildungsprojekt für gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im digitalen Zeitalter.
Eine der größten pädagogischen Herausforderungen von heute ist die Aufgabe, Kindern und Jugendlichen einen differenzierten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Es geht darum, eine Balance zu finden zwischen einer grundlegenden digitalen Kompetenz, die Voraussetzung für das tägliche Leben sowie für viele Ausbildungen und Berufsfelder ist, und einer gleichzeitigen Unabhängigkeit, die es jungen Menschen erlaubt, selbst zu entscheiden, wann, wofür und wie viel sie digitale Medien nutzen. Das EU-finanzierte Projekt HERMMES setzt genau dort an. Der Name steht für ‹Holistic Education, Resilience and Media Maturity in Educational Settings›, deutsch: ‹Ganzheitliche Bildung, Resilienz und Medienreife in pädagogischen Umgebungen›. Es ist ein Zusammenschluss von Partnerorganisationen, die ihren Sitz in verschiedenen europäischen Ländern haben. Viele von ihnen vertreten einen waldorfpädagogischen Ansatz. Das übergreifende Ziel des Projekts ist, in pädagogischen Berufen arbeitende Personen sowie Eltern und Bezugspersonen darin zu unterstützen, Schülerinnen und Schülern einen reifen und auf kritischem Denken basierten Umgang mit digitaler Technologie wie dem Internet im Allgemeinen, KI-Werkzeugen wie ChatGPT und sozialen Medien mitzugeben. Ein Fokus des Projekts liegt darauf, einen angemessenen Gebrauch von digitaler Technologie in verschiedenen Entwicklungsphasen von Kindern und Jugendlichen zu definieren. Die HERMMES-Webseite hält dafür eine Vielzahl von einfach zugänglichen Ressourcen bereit. Darüber hinaus bietet das Projekt drei Trainingsprogramme an, mit denen sich Eltern, Bezugspersonen, Lehrkäfte und Pädagoginnen und Pädagogen weiterbilden können. In den Kursen werden praxisorientiertes Wissen und alltagstaugliche Fähigkeiten vermittelt, mit denen die Teilnehmenden die ganzheitliche Medienbildung an ihr direktes Umfeld weitergeben können.
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Bild Jon Tyson



