So ist das

So ist das

So ist das
Denen wir lieber
aus dem Weg gehen
sind Dein Weg.

Die wir lieber
nicht sehen möchten
sind Dein Blick.

Die wir lieber
nicht hören möchten
sind Deine Stimme.

So ist das.
Und so:
bist Du.
— Kurt Marti, aus: Ungrund Liebe. Klagen, Wünsche, Lieder, Stuttgart 1989, S. 29.

Schlicht, fast unmerkbar ereignet sich der Moment der Umwandlung, der Transformation in diesem Gedicht: im Wörtchen ‹sind›. Sodass die Frage ‹Wer bist Du?› in einem ganz anderen Licht erscheint.

Johanna Lamprecht


Zeichnung: Philipp Tok

Der Menschengeist füllt ...

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Mitgestaltende statt Könige

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