Kunst der Veröffentlichung

Wer dichtet, hält sich nicht an das strenge Regime, das das Abfassen eines Aufsatzes oder Zeitungsartikels erfordert.


Barbara Groher, MET AMOR PHOSE, Ausgestellt bei Aufbruch ins Ungewisse – Kunstschaffen in Zeiten von Corona› Foto: Pieter van der Ree

Alles ist heute möglich, um dem vielfältigen Eigenleben der Sprache zu seinem Recht zu verhelfen. Veröffentlichung und Sichtbarmachung eines Gedichts kennen immer schon viele Wege. Bei Anna Ribeau (Bremen) und Barbara Groher (Arlesheim) werden Gedichte zu Bildern und Teil von Ausstellungen. Beide nutzen auch ihre Website für die Präsentation. Kürzlich hat Reto Andrea Savoldelli (Elsass), Eurythmist, Verleger, Filmemacher und Romanautor, eine neue Edition im Basler Seminar-Verlag begründet, wo lyrische Texte als Hefte im Schnellverfahren und kostengünstig herausgebracht werden. Neben lebenden Autoren wie Raymond Zoller (Montenegro) mit seinem skurrilen, fotografisch erweiterten Panoptikum ‹Vom vondortenschen Multiversum› und lyrischen Gedichten von Diana Uphues-Janning (Westfalen) setzt sich die Edition auch für die Veröffentlichung jener lyrischen Dramen von Edouard Schuré ein, die Rudolf Steiner zusammen mit Marie Steiner in die deutsche Übertragung und zur Aufführung brachte: ‹Das heilige Drama von Eleusis› und ‹Die Kinder des Luzifer›.

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