Gemeinsame Arbeit von Mensch und Elementarwesen

Torf sei geeignet, uns Menschen vor den Auswirkungen der Technik zu schützen. Mit dieser Aussage Rudolf Steiners begann 1920 die Torffaser-Forschungsarbeit. Sie hat Knospen getragen. Gilda Bartel sprach mit Peter Böhlefeld, der seit 1998 dazu forscht und im Unternehmen Wandil eine Palette an Torfprodukten entwickelt hat.


Wie entstand die Idee, die Torffaser zu nutzen?

Es gab 1917 in Berlin eine Faserausstellung. Dort wurde auch die Brennnesselfaser ausgestellt, die Rudolf Steiner für gut befunde hat. Aber die Torffaser sei besser, erwähnte er und gab mündliche Hinweise an Personen: Wenn die Faser veredelt wird, sei sie die festeste, die es im Pflanzenreich gibt, und schütze den Menschen in Zukunft vor den Auswirkungen der Technik.

Man muss zwei geschichtliche Ströme bedenken: Erstens war die Zelluloseherstellung aufgekommen. Zweitens gab es bereits die Suche nach anderen Verwendungsmöglichkeiten von Torf durch die Deutsche Moorgesellschaft.

Um 1919/20 wollte Henri Smits nach seiner Ausbildung als Bergbauingenieur seine Arbeitsleistung der Anthroposophie zur Verfügung stellen. Ihm schwebte die Kupferchloridkristallisation vor. Steiner erwähnte ihm gegenüber die Tragik und Wichtigkeit der noch nicht begonnenen Torffaserveredelung. Smits bekam von Steiner die ersten Anregungen.1 1927 hatte Ita Wegman ein Patent angemeldet und die Unterlagen erhalten und bewahrt. Sie beauftragte Rudolf Hauschka, sich um die Faser zu kümmern. In den 1970er-Jahren hat Hauschka wiederum diese Aufgabe Johannes Kloss übergeben. Es gibt einige Menschen in Europa, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der Veredelung beschäftigt haben. Ich selber sah die technische Entwicklung und suchte nach etwas, das konkret die Kinder vor deren Auswirkungen schützt.

Hast du ein konkretes Beispiel für solche Veränderungen?

Eine Angabe Steiners ist, die Kraft des Antimons auf die Torffaser zu übertragen. Antimon, zu Deutsch Grauspießlanz, besteht aus nadelartigen Kristallen, die in der Erde und im Gestein vorkommen. «Die Kraft des Antimons zu übertragen», klingt zunächst abstrakt. Sich eine Vorstellung davon zu bilden, geht eigentlich nur mit anthroposophischen und in der Homöopathie verwendeten Begriffen. Mit ihnen kann man in Kräften denken. Antimon ist durch bestimmte Kräfte gebildet worden, die man lösen und übertragen kann. Dies kann zum Beispiel durch eine Behandlung der Torffaser in Bädern mit bestimmten Potenzen erreicht werden.

Welche Eigenschaften hat Antimon?

Antimon ist diaelektrisch und diamagnetisch, was im physikalischen Sinne die Querstellung der Kristalle zum Magnetfeld meint. Es gibt Antimonverbindungen, die verrauchen, wenn Plus und Minus angelegt wird. Antimon will mit Elektrizität nichts zu tun haben. Man kann sich vorstellen, dass das Nadelartige eine von den Kräften ist, die es braucht. Gleichzeitig bietet Antimon den Raum für die anderen Kräfte, die noch an die Faser gebracht werden sollen: die Kräfte von Lärchenharz, Stockrosenschleim und dem Bast der Frucht der Kastanie, der die beiden vermittelt.

Foto: Charlotte Fischer

Kannst du den Prozess genauer beschreiben?

Die Torffaser hat Ätherkräfte, die ins Mineralische gehen, weil sie auf dem Weg ist, Kohle zu werden. Diesen Prozess muss man ins Pflanzliche umkehren. Dafür sind das Lärchenharz und der Stockrosenschleim notwendig. Lärchenharz hat eine stark wärmende, einhüllende Qualität, was die Torffaser wiederum ins Lebendige steigert. Wenn man ihn jedoch pur auf die Fasern aufträgt, gibt es einen klebrigen Klumpen. Lärchenharz ist unwillig, eine Verbindung mit Wasser einzugehen, weshalb man es auch früher als Lack benutzt hat. Diese Unwilligkeit muss man aufbrechen. Jetzt kommt der Stockrosenschleim ins Spiel. Das funktioniert jedoch nur, wenn man diesen vor der Blüte der Stockrose gewinnt. Die aufbauenden Ätherkräfte fangen mit der Blüte an zu zerfallen, weil das Astralische von außen in die Pflanze eingreift. Die Pflanze kommt in Not und treibt die Blüte heraus. Ich habe begonnen, den Schleim aus den Wurzeln der Stockrosen zu gewinnen. Der lässt sich in Wasser verdünnen, aber noch nicht mit Lärchenharz emulgieren. Der Bast der Kastanienfrucht in einer bestimmten Menge dem Schleim zugesetzt, lässt das Lärchenharz emulgieren. Er ist leicht sauer und vermittelt das Harz und den Schleim. Der Bast hat auch eine gewisse Qualität, sich gegen Licht zu wehren, also die Frucht zu schützen. Diese Eigenschaft macht das Lärchenharz und den Schleim emulgierbar.

Die Behandlung mit Ozon ist der vierte und letzte Schritt der Veredelung. Der von Steiner angeregte Unterschied zu den üblichen wissenschaftlichen Verfahren ist, dass er menschliche Prozesse als Grundlage nimmt. Beim Ozon ist das auch so, aber nicht im Wässrigen, sondern im Luftigen. Es kommt darauf an, während der Trocknung das Ozon in rhythmischer Qualität und bestimmter Menge an die Faser heranzubringen. Laut Steiner soll man eine Pressung erzeugen und wieder loslassen, angenähert an den menschlichen Atem, etwa 18 Mal pro Minute. Dabei wird Sauerstoff durch eine Röhre geleitet, um die ein elektrisches Feld generiert wird. Das verdichtet ihn, chemisch von O2 zu O3. Das Ozon wird so über die Torffaser geleitet und sorgt für eine Stabilisierung.

Worin liegt dein Beitrag zur Torffasserveredelung?

Henri Smits ist mit dem Antimon weitergekommen und hatte auch mit den drei anderen Substanzen Versuche gemacht. Steiner hatte nicht genau gesagt, wie die Substanzen zusammenzubringen sind. Ich arbeite heute mit Potenzen und Kräften. Das ist meine eigentliche Weiterentwicklung. Jeder Stoff hat bestimmte Potenzstufen, bei denen er am höchsten zur Entfaltung kommt. Wenn man das Antimon in verschiedenen Potenzen ausprobiert, kann man sehen, dass es in einer D4-Potenz eine deutliche Einwirkung auf die Torffaser hat. Das kann man auch empirisch nachweisen, indem man die Faser verbrennt. Eine behandelte Faser verbrennt schneeweiß und es bleibt ein Ascheskelett übrig, eine unbehandelte Faser verbrennt schwarz und zerfällt. Wenn wir nun mit der nächsten Potenzstufe arbeiten, kann man selbst im Elektronenmikroskop das Antimon nicht mehr nachweisen, auch nicht mehr rein rechnerisch, und trotzdem verbrennt die Faser weiß. Das heißt, wir arbeiten mit scheinbar nichts beziehungsweise nur mit Kräften und verändern die innere Struktur der Torffaser soweit, dass sie nicht mehr wie im sauren Milieu schwarz bis grau verbrennt – also zum Kohlenstoff neigt – sondern basisch wird.

Das Basische in der Faser entsteht durch das Baden in mit Antimon potenziertem Wasser. Hier haben wir den eigentlichen Umwandlungsprozess. Was absteigend ätherisch war, wird nun umgewandelt in ein aufsteigend Lebendiges. Die Behandlung mit der Emulsion ist dann ein Veredelungsprozess.

Ist die veredelte Torffaser ein neues Produkt, das der Mensch in Zusammenarbeit mit dem Naturreich herstellt?

Ja, aber ohne das Naturreich zu degenerieren. Das ist bei der Zelluloseherstellung der Fall. Bei Steiner ist der Gedanke, die vorhandenen Kräfte zu erhalten, zu fördern und umzukehren. Das Moor selbst hat noch Ätherkräfte, die aus einer früheren Zeit stammen. Dadurch sind sie sehr wertvoll. Aber sie haben eine Orientierung auf das Mineralische hin, weil sie sich nicht vollständig abbauen können. Wenn ich es also schaffe, die Ätherkräfte zu retten und sie wieder in den aufsteigenden ätherischen Bereich zu bringen, habe ich eine erhöhte Lebendigkeit. Eine Aussage Steiners ist: Je höher die Lebendigkeit in einem Organismus ist, desto mehr perlt die Elektrizität davon ab. Das ist bei jedem Wesen so, weshalb junge Menschen ein anderes Verhältnis zu Elektrizität haben als ältere, denn ihr ‹Ätherpuffer› ist viel größer. Deshalb spüren junge Menschen in der Regel die Auswirkungen der Elektrizität nicht so sehr.

Überschreitest du damit die Grenze der ‹klassischen Naturwissenschaft›?

Der heutige Naturwissenschaftler sucht in der Materie den Ursprung für die Materie. Damit kann ich mir jedoch keine Kräftevorstellung bilden, die für meine Arbeit notwendig ist. Die goetheanistische Anschauung dagegen bedeutet für mich, eine gewisse Ausbildung meines Inneren zu betreiben. Wenn man diese goetheanistische Anschauung ausbilden will, bildet man sie mit der Außenwelt zusammen aus. Denn die Bedingungen, ob du ein Mineral oder eine Pflanze studierst, sind verschieden. Du musst dich auf das einlassen, was als Bedingung da ist. Und diese muss man sich als Erlebnis und Klarheit ins Bewusstsein rufen können. Ich muss schauen, wie ich zu einer objektiven Anschauung komme, aus dem, was die Sache selbst mitbringt, und dem, was ich mitbringe.

Wenn ich die Gesetze untersuchen will, braucht es die Bereitschaft, die Voraussetzungen infrage zu stellen und zu verändern. Das Objektive entsteht durch mein eigenes inneres Wahrheitsgefühl. Wir wollen heute nicht mehr fragen, ob es Atome gibt, sondern wir wollen beweisen, dass es sie gibt. Damit schließen wir aus, dass Atome eine andere Seinsebene haben könnten.

Foto: Charlotte Fischer

Wie lässt sich die Wirkung der Torffaser nachweisen?

Es gibt Möglichkeiten, die Wirkung von Elektrizität am lebendigen Organismus nachzuweisen. Man kann zum Beispiel das Verhältnis von Herz- und Lungenschlag des Menschen untersuchen. Baut man ein elektromagnetisches Feld in der heute zugelassenen Maximalstärke der Telekom, also 42 Microwatt pro Quadratmeter auf, reagieren 80 Prozent der Menschen auf dieses Feld mit einer erhöhten Herzfrequenz. Im Versuch müsste man nun diese Menschen zum Beispiel in eine Torfdecke einwickeln und die gleiche Messung vornehmen. Das haben wir an der TU Zwickau vor zehn Jahren mit einer Testgruppe aus 13 Menschen gemacht. Sie wurden in einer abgeschirmten Kammer elektromagnetischen Feldern ausgesetzt und hatten je eine Baumwolldecke oder eine Torffaserdecke um den ganzen Körper. Es wurden positive Effekte der Torfdecken festgestellt in Bezug auf den lebendigen Organismus des Individuums.

Im Augenblick suche ich die Zusammenarbeit mit der medizintechnischen Abteilung der Universität Dresden für eine umfangreichere wissenschaftliche Untersuchung. Ziel wäre, ein Forschungsprojekt daraus zu machen. Aber man muss dabei auch bedenken: Wir haben heute kaum mehr die Möglichkeit, eine Nullsituation zu schaffen, in der gar keine Strahlung vorhanden ist. Bei einer Untersuchung wäre es zunächst wichtig, eine alltägliche Situation zu messen, dann eine mit der Torfkleidung. Testpersonen müssten theoretisch permanent unter Decken aus Torf schlafen und Torfkleidung tragen, denn es braucht eine gewisse Zeit, bis die elektromagnetische Wirkung abklingt.

Der Begriff der Elektrizität hat eine Schlüsselfunktion. Was meint er für dich?

Die Wissenschaft gibt keine Erklärung dafür, wo die Elektrizität herkommt oder hingeht, wenn sie nicht mehr zu messen ist, sondern nur, dass sie vorhanden ist. Sie kommt an physikalischen Gegenständen bis zu einem gewissen Grade zur Erscheinung. Das kann man sehen, messen und beschreiben. Sie ist als Kraft in ihrer Herkunft jedoch keine sinnliche Erscheinung.

Die Natur ist in gewissem Sinne wie der Mensch. Du musst sie auch in Verhältnissen anschauen. Wenn Luft zum Beispiel mit hoher Geschwindigkeit durch einen Plastikschlauch gezogen wird, wie beim Staubsauger, entsteht ein elektrostatisches Feld. Durch bestimmte physikalische Verhältnisse kann ich also Elektrizität zur Erscheinung bringen. Man braucht aber einen Apparat, einen Übersetzer, der zeigt, dass sie da ist. Darin ist sie dem Licht verwandt. Auch Licht lebt sich in Verhältnissen dar, ist als Wesen nicht sinnlich. Jeder Gegenstand hat sein eigenes Verhältnis zum Licht, was sich an der Vielfältigkeit der Farben zeigt. Herr Ohm mit seinem Widerstandsgesetz, einem der Grundpfeiler unseres Elektrizitätsverständnisses, zeigt mir die Vielfältigkeit der Verhältnisse der Elektrizität zu den Stoffen, wenn ich die Denkvoraussetzung weglasse, dass Elektrizität durch die Stoffe hindurchwandert. Und genauso hat auch Wärme ihr eigenes Verhältnis zu den einzelnen Gegenständen.

Ich versuchte, diese Verhältnisse exakt zu beschreiben, ohne mich auf die Atomtheorie zu beziehen. Dann konnte ich sagen: An der Oberfläche ist Elektrizität messbar. Sie ist abhängig von der Größe, dem Stoff, der Umgebung, der Feuchtigkeit des Gegenstands. Für mich wurde deutlich, dass Elektrizität ein nichtsinnliches Phänomen ist. Ein Gesetz, wie ich es formulieren würde, wäre: Elektrizität ist ein Phänomen, was an Gegenständen für eine bestimmte Zeit zur Erscheinung kommt. Sie tritt ein, hat einen Höhepunkt und tritt wieder aus.

Durch die Drehung eines Dynamos zum Beispiel wird dieser Vorgang erzeugt und Elektrizität in Erscheinung gerufen. Dadurch entsteht die Frequenz, zum Beispiel 50 Hertz. Deshalb sieht es so aus, als würde die Elektrizität dauernd in Erscheinung sein. Aber in Wirklichkeit bekommt sie immer wieder einen Impuls. Frequenzen sind Impulse, die gegeben werden. Durch Rudolf Steiner wissen wir, dass Elektrizität etwas Untersinnliches ist.

Foto: Charlotte Fischer

Was heißt ‹untersinnlich›?

Erst einmal ‹nicht sinnlich›. Wenn ich als Physiker die physikalische Welt als Grenze dessen, was ich untersuchen will, festlege, dann muss ich feststellen, dass es Dinge gibt, die an dieser Grenze nicht erfassbar sind. Das heißt, ich muss die Wissenschaft wechseln. Ich muss eine Wissenschaft vom Nichtsinnlichen zurate ziehen. Das kann in meinen Augen im Augenblick nur die Anthroposophie. Wir haben also die übersinnlichen Ätherarten und untersinnliche Kräfte, dazu gehört Elektrizität und Magnetismus. Sie sind im irdischen Zusammenhang Teil der Formkräfte. Elektrizität ist in der Erde zu Hause. Wir machen uns das auch zunutze, zum Beispiel beim Blitzableiter. Die Sehnsucht der Erde nach Elektrizität benutze ich also, um das, was oberhalb der Erde ist, zu schützen. Die untersinnliche Kraft ist in den Naturzusammenhängen notwendig, um das Sinnliche überhaupt in Erscheinung zu bringen.

Rudolf Steiner formulierte, dass die veredelte Torffaser vor den Auswirkungen der Technik schützt. Wie ist das in Zusammenhang zu bringen mit der Elektrizität?

Blut- und Nervensystem sind beim Menschen so veranlagt, dass sie ein natürliches Verhältnis zur Elektrizität haben. Der Sinnesmensch hat einen Eindruck, ein elektrischer Vorgang wird in Arbeit gesetzt. Du schaust irgendwohin, dann bewegt sich dein Ätherleib raus, kommt wieder zurück. In dem Moment, wo er wieder an deinen Leib anschlägt, gibt es einen elektrischen Impuls. Das ist notwendig, weil ich mich sonst von dem betrachteten Baum nicht absetzen, abstrahieren könnte. Ich würde mit dem Wesen des Baumes verschmelzen. Damit es für mich wie ein abstrakter Eindruck wird, muss etwas sterben. Elektrizität tötet die Ätherkräfte dieses Vorgangs.

Jede Sinnestätigkeit in mir löst diesen Prozess aus. Das schafft eine Orientierung und führt zu Bewusstsein. Das Bewusstsein kann nur so entstehen, dass der Mensch keine lebendigen Eindrücke hat, sondern sie in sich selbst neu schafft. Durch unsere heutige Technik entsteht ein Übermaß an Elektrizität im oberirdischen Raum, welche ein Verhältnis zu unserem Nerven- und Blutsystem aufnimmt. Die Torffaser in Form der Kleidung oder der Decken verhindert, dass die erhöhte, oberirdische Elektrizität das Hirn, die Nerven und das Blut des Menschen überlastet, und organisiert sie wieder zurück in den irdischen Bereich.

Welche Wesen arbeiten auf welche Weise in der Torffaserveredelung mit bzw. werden bearbeitet?

Auf jeden Fall die gnomenartigen Elementarwesen, denn sie haben ein natürliches Verhältnis zur Elektrizität in der Natur. Sie machen am Pflanzenwesen, was ich am Nerven-Sinnes-System des Menschen erklärt habe. Sie haben ‹Macht› über eine gewisse Menge der Elektrizität. Wenn du morgens die Elektrizität an einer Pflanze misst und dann noch mal zu einem anderen Zeitpunkt, sind die Verhältnisse im Millivoltbereich anders. Pflanzen ernähren sich von Licht und Luft, also von Ätherkräften. Was die Pflanze aufnimmt, muss also auch ersterben, sonst würde es keinen Stoff geben. Das tun diese Elementarwesen. Sie benutzen die degenerierende Kraft der Elektrizität, um Stoff zu verdichten. Die Wesen bringen die Ätherkraft zum Einschlafen, wodurch sich Stoffe überhaupt bilden können innerhalb der Form der Pflanze. Dieser Vorgang währt so lange, wie die Pflanze Stoff anlagert, und hört auf, wenn die Pflanze stirbt. Dann lösen sich die Elementarwesen von dieser Pflanze.

Im Moor wird dieser Vorgang durch das wässrige, saure Milieu unterbrochen. Die Elementarwesen können sich nicht lösen, was man auch daran sieht, dass der Torf eine Vorstufe zur Kohle ist. Deshalb mumifiziert der Torf, statt zu humifizieren. Wenn er humifiziert, wird die Form aufgelöst, die Elementarwesen haben ihre Aufgabe erfüllt, können aus dem Kosmos neue Impulse aufnehmen. Im Moor geschieht ein Abschluss von der Außenwelt und auch vom Kosmos. Wenn wir die Faser mit Antimon baden, hört die Verdichtungsarbeit auf. Die Wesen kommen in eine Art Ruhezustand. Durch das Baden im Pflanzenschleim orientieren sie sich wieder zum Kosmos. Durch das Ozon steigen sie auf und holen noch mal Lichtkräfte heran. Wenn die Torffaser dann zerfällt, die Kleidung sich abgenutzt hat, werden die Wesen frei. Wenn wir den Stoff nicht umwandeln würden, müssten sie in der Torfmoorfaser gebunden bleiben. Ich ‹arbeite› also mit diesen Wesen. Steiner sagte, dass die Wesen durch diese Umwandlung aus einer Art Dankbarkeit dem Menschen gegenüber diesen vor der Auswirkung der Technik bewahren. Ihre Dankbarkeit besteht darin, die Elektrizität dahin zu organisieren, wo sie hingehört, nämlich in den Erdenbereich. Deshalb ist es kein statischer Schutz, sondern ein dynamischer, den die veredelte Torffaser bietet.

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Fußnoten

  1. Notizen und Kommentare von Henri Smits in der sogenannten ‹Schillermappe› im Rudolf-Steiner-Archiv am Goetheanum, Beiträge Nr. 122, Aufgabenstellungen von Rudolf Steiner für wissenschaftliche Forschungen, Rudolf-Steiner-Verlag, 2000.

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