Anthroposophie der Philosophie

Es ist ein weiter Bogen, den Eckart Förster am Wochenende vom 24. bis 26. Februar spannt, eine Reise durch 2000 Jahre Denkgeschichte.


Fresko von Raffaello Sanzio, ‹Philosophie›, ca 1508, Vatikanische Museen.

Im ersten Teil des Seminars fragen wir, ob eine unbefangene Betrachtung der Geschichte der Philosophie deren Einteilung in vier große Epochen bestätigt, wie sie Rudolf Steiner in den ‹Rätseln der Philosophie› beschrieben hat und welche sich wie die «Arten eines Naturreiches» voneinander unterscheiden sollen. Dabei wollen wir die Geschichte der Philosophie so betrachten, wie Goethe die Natur betrachtet hat, und sehen, ob wir einen «prägnanten Punkt», ein «Aperçu» im Sinne Goethes ausmachen können, die uns eine begründete Entscheidung unserer Frage erlauben. Im zweiten Teil des Seminars sollen die Ergebnisse ausgewertet und die Philosophie im Lichte der Anthroposophie betrachtet werden. Die leitenden Fragen dabei sind: a) Welche übersinnlichen, geistigen Impulse liegen der philosophischen Gedankenentwicklung zugrunde? b) Welche Bedeutung kommt der philosophischen Gedankenentwicklung im Zuge der menschlichen Seelenentwicklung zu? c) Welche Art ‹Wesen› ist die Philosophie und warum hat Rudolf Steiner sie als «eine Göttin» bezeichnet? Das Seminar setzt keine philosophischen Fachkenntnisse voraus, sondern ist für all jene gedacht, die an philosophischen Fragen und an der menschlichen Bewusstseinsentwicklung interessiert sind. «Um mich, in mir wohnt Ruhe», so beginnt Hegels Gedicht ‹Eleusis›. Diesem Edelstein philosophischer Lyrik widmet sich zwischen den Vorträgen der Eurythmist Nicolás Prestifilippo.


Veranstaltung Ist die Philosophie eine Göttin? – Zu Rudolf Steiners Philosophieverständnis. Studientagung vom 24. bis 26. Februar 2023.

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