In der westlichen öffentlichen Debatte und in den Medien hat sich eine Formulierung weitgehend etabliert: Der Krieg in der Ukraine sei ein ‹unprovozierter Angriffskrieg›. Er sei das Ergebnis des imperialistischen Willens eines russischen Führers, dem das Streben nach zaristischer Größe unterstellt wird. Wer dieser These widerspricht, steht sofort im Verdacht, ‹russische Propaganda› zu betreiben.
Diese Lesart hat den Vorteil der Einfachheit: Sie unterscheidet klar zwischen Angreifenden und Opfern, benennt einen Schuldigen und definiert eine Seite des Guten und eine Seite des Bösen. Zugleich polarisiert sie die Deutung und klammert andere, fundierte Perspektiven aus, die nicht einfach als ‹russische Propaganda› abgetan werden können – wie wir sehen werden.
Es geht hier keineswegs darum, einen Krieg zu rechtfertigen. Der vorliegende Artikel versteht sich in erster Linie als Friedensappell. Er soll aufzeigen, dass eine vereinfachende Sichtweise der Komplexität der Realität nicht gerecht wird und das Verständnis des Krieges – und damit dessen Beendigung – verhindert. An erster Stelle steht das Leid der Menschen, die den Grausamkeiten des Krieges hilflos ausgesetzt sind: Männer, Frauen, Kinder und zerrissene Familien, die in der Ukraine täglich die Hölle durchleben. Mit ihnen denken wir auch an die Opfer anderer verheerender Kriegsschauplätze, besonders im Nahen Osten.
Einseitige Schuldzuweisungen werden der Komplexität der Ursachen eines Konfliktes – das lehrt auch das Privatleben – nicht gerecht. Deshalb sind sie der sichere Weg, die Eskalation der Gewalt weiter voranzutreiben. Die Geschichte zeigt, dass vereinfachende Interpretationen von Verantwortlichkeiten – wie am Ende des Ersten Weltkriegs – katastrophale Folgen haben können. Konfliktlösung erfordert Selbstüberwindung: «Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu entfernen.» Es geht hier nicht um Moralisierung, sondern um Erkenntnispraxis: «Dann wirst du klar sehen.»
Das Sicherheitsdilemma
In den internationalen Beziehungen gibt es einen klassischen theoretischen Rahmen: das ‹Sicherheitsdilemma›, das John Herz erstmals 1950 formulierte und das bis heute studiert wird. Diese Theorie entstand aus der Analyse des Ersten Weltkriegs. Stärkt Staat A seine Sicherheit, nimmt Staat B dies als Bedrohung wahr und rüstet seinerseits auf. Das wiederum bestätigt Staat A in der Einschätzung, dass Staat B eine Bedrohung darstellt. So entsteht eine Spirale, die zu einem Krieg führen kann, ohne dass eine der Parteien ihn gewollt hat. Fazit: Ein Staat muss sich nicht nur um sein Sicherheitssystem kümmern, sondern auch um die Wahrnehmung, die andere von der eigenen militärischen Ertüchtigung haben.
Nach der Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 weist Stephen Walt, Professor an der Harvard University, auf dieses Grundprinzip des Sicherheitsdilemmas hin. In ‹Foreign Policy› schreibt er: «NATO-Vertreter mögen Russlands Ängste als abwegig oder als ‹Mythen› betrachten, aber das bedeutet keineswegs, dass sie völlig absurd sind oder dass die Russen nicht wirklich daran glauben.» Und weiter: «Die Befürchtung, dass die Ukraine rasch in den westlichen Einflussbereich abrutschen würde, verstärkte die russischen Ängste und veranlasste Putin, einen illegalen, kostspieligen und nun langwierigen Präventivkrieg zu beginnen.»1
Diese Analyse zeigt, wie Verantwortlichkeiten miteinander verflochten sind. Es geht nicht darum, wer moralisch recht oder unrecht hat, sondern darum, die Sichtweise des anderen zu berücksichtigen.Dazu ruft der Realismus auf. Eine als existenziell empfundene Bedrohung – ob begründet oder nicht – führt zu potenziell gefährlichen Gegenreaktionen. Frieden entsteht nur aktiv, unter Berücksichtigung der Sichtweise, der Interessen, der Ängste und der Sorgen des Gesprächspartners.
Frühwarnungen und Taubheit
Bereits 1993, lange bevor Putin Staatschef wurde, war den USA bewusst, dass die Frage der NATO-Erweiterung für die russische Seite von entscheidender Bedeutung war. Am 15. September 1993 schrieb Boris Jelzin in einem Brief an Bill Clinton, dass «der Geist des Vertrags […] die Option einer Ausweitung des NATO-Raums nach Osten ausschließt».2 Es steht zwar nicht im Vertrag geschrieben, aber die Sorge der Russen ist schon damals spürbar. – Im darauffolgenden Monat bestätigte James Collins, Geschäftsträger in Moskau, in einem internen Telegramm an Bill Clinton, dass die NATO-Frage «für die Russen ein sensibler Punkt» sei und dass «egal wie differenziert, wenn die NATO eine Politik verfolgt, die eine Erweiterung nach Mittel- und Osteuropa vorsieht, ohne Russland die Tür offen zu halten, wird dies in Moskau allgemein als gegen Russland und nur gegen Russland gerichtet interpretiert werden.»3
Dieses Gefahrenbewusstsein hielt in der russisch-amerikanischen Diplomatie weiterhin an. 1997 bezeichnete George Kennan, einer der bedeutendsten amerikanischen Strategen des 20. Jahrhunderts, die NATO-Erweiterungspläne als «den schicksalhaftesten Fehler der amerikanischen Politik in der gesamten Zeit nach dem Kalten Krieg.»4 Er sah voraus, dass eine solche Entscheidung «die nationalistischen, antiwestlichen und militaristischen Tendenzen in der russischen Öffentlichkeit» schüren und zur «Wiederherstellung der Atmosphäre des Kalten Krieges» führen würde. Alles, was danach geschah, entsprach fast wortwörtlich seiner Prognose.
Im Februar 2008 warnte William Burns, damals US-Botschafter in Moskau, in einem später von WikiLeaks veröffentlichten Telegramm vor der NATO-Erweiterung um die Ukraine: Für Russland bleibe sie ein «emotionales und sensibles» Thema; zugleich drohe sie die Ukraine zu spalten, Gewalt bis hin zu Bürgerkrieg auszulösen und Russland zu einer Intervention zu drängen.5 Zwei Monate später ignorierte der Bukarester NATO-Gipfel diese Warnung und erklärte, die Ukraine und Georgien sollten NATO-Mitglieder werden.
Am 5. März 2014, kurz nach dem Maidan und der Annexion der Krim, warnte Henry Kissinger in der ‹Washington Post›: Er verurteilte die Annexion, hielt aber fest: «Die Ukraine sollte nicht der NATO beitreten» und müsse eine Brücke zwischen Ost und West bleiben.6 Er wurde jedoch ignoriert. Im Dezember 2021 verlangte Russland Gespräche und einen Verzicht auf weitere NATO-Erweiterung. Die NATO und die USA lehnten am 26. Januar 2022 unter Verweis auf die ukrainische Souveränität ab; wenige Wochen später begann die Offensive.
Im Rahmen des Sicherheitsdilemmas zeigen diese Beispiele, dass die USA und die NATO bei ihren Entscheidungen die von Russland wahrgenommene Bedrohung nicht berücksichtigen wollten. Selbstverständlich trägt Russland die Verantwortung für seinen militärischen Einsatz und dessen Folgen. Doch durch ihre Nichtachtung – sei sie nun auf Fehltritte oder auf eine Strategie zurückzuführen – machen sich die USA und die NATO mitverantwortlich für die Situation.
Fehltritte oder Strategien?
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Jeffrey Sachs, ehemaliger Sonderberater mehrerer UN-Generalsekretäre, geht einen Schritt weiter: In einer Rede vor dem Europäischen Parlament am 19. Februar 20257 deutet er den Konflikt als Strategie, nicht als bloßen Fehlgriff. Er verortet sie historisch bei Lord Palmerston, britischer Premierminister ab 1855, der während des Krimkriegs die Idee vertrat, Russland am Schwarzen Meer einzudämmen. Fortgeführt werde dieser Ansatz in Halford Mackinders ‹Heartland›-Theorie: Wer das Herz Eurasiens kontrolliert, beherrscht die ‹Weltinsel›. Daraus folge für Seemächte – allen voran Großbritannien und die USA –, eine russisch-mitteleuropäische Annäherung zu verhindern. Sachs nennt zudem Zbigniew Brzeziński als Fortführer dieser Sicht8, in der die Ukraine als geopolitischer Knotenpunkt erscheint.
2015 gab George Friedman, Gründer von Stratfor und Geopolitical Futures, eine Erklärung ab, die auf dieser Theorie beruht9: «Das Hauptinteresse der Vereinigten Staaten, um das wir seit einem Jahrhundert Kriege geführt haben – den Ersten, den Zweiten und den Kalten Krieg –, war stets das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland. Denn gemeinsam sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen könnte, und es galt sicherzustellen, dass dies nicht geschieht.» Friedman zeichnet nicht nur eine nüchterne Strategie, sondern deutet eine tief sitzende US-Angst an: Ein Bündnis zwischen Deutschland und Russland sei «die einzige Konstellation, die den Vereinigten Staaten seit Jahrhunderten eine Höllenangst bereitet».
Es sind zwar nur Perspektiven, doch sie stammen von amerikanischen Geopolitik-Experten. Mary Elise Sarotte, die die Archive der US-Diplomatie ausgewertet hat, sieht eher Orientierungslosigkeit als eine kohärente Strategie. Jeffrey Sachs betont hingegen, dass diese strategischen Muster trotz Regierungswechseln deutlich erkennbar bleiben. Sicher ist: Entscheidungen in Washington entstehen aus internen Machtkämpfen und konkurrierenden Sichtweisen. Vereinfachungen greifen daher zu kurz. Gute Absichten können zugleich mit Ungeschicklichkeiten, Imperialismus, Fehlern und gefährlichen Strategien koexistieren.
Auch auf russischer Seite gibt es imperialistische Kräfte. Sie sollten ebenfalls nicht als alleinige Ursache herangezogen werden.Während sich die USA als auserwählte Garanten der Freiheit in der Welt verstehen, ist Russland seit Jahrhunderten von der Vorstellung geprägt, das auserwählte Volk zu sein, berufen zur Errichtung der künftigen christlichen Stadt: manchmal ‹Drittes Rom› genannt. Diese Idee einer russischen ‹Mission› kann spirituell aufgefasst werden, kann aber auch Imperialismus, Nationalismus oder den Wunsch nach Großmachtstatus schüren. Auch hier vermischen sich, wie in den USA, gute Absichten, strategische Visionen, imperialistische Ambitionen, Ängste und Fehleinschätzungen.
Weitere Verweigerung eines Dialogs
An den Entwicklungen trägt schließlich auch die EU Mitverantwortung. Seit 2007 verhandelte sie mit der Ukraine über ein Assoziierungsabkommen (DCFTA), dessen Unterzeichnung Ende November 2013 in Vilnius geplant war. Gleichzeitig war die Ukraine durch Abkommen mit Russland gebunden (u. a. GUS-Freihandelszone, Naftogaz-Gazprom-Vertrag), die sich schwer mit dem DCFTA vereinbaren ließen. Russland verlangte daher wiederholt trilaterale Gespräche, doch die EU lehnte sie mit Verweis auf die ukrainische Souveränität ab. Die Ausgrenzung russischer Anliegen trug zu einem Handelskrieg bei und ließ die Ukraine zwischen den Machtblöcken zerrieben zurück.
Am 21. November 2013 stoppt die Janukowitsch-Regierung die Vorbereitungen für die Unterzeichnung und schlägt erneut trilaterale Verhandlungen vor, um die handelspolitischen Folgen des Abkommens zu klären. Brüssel lehnt erneut ab. Der Maidan beginnt bereits in der Nacht. Der Vorschlag wird auf dem Gipfel in Vilnius erneut abgelehnt. Janukowitsch flieht im Februar 2014 nach Russland; die Krim wird im März annektiert; im Frühjahr bricht der Krieg im Donbass aus. Das in William Burns’ Telegramm dargelegte Szenario wird Realität.
So versteht man, warum Jeffrey Sachs bei seiner Rede vor dem Europäischen Parlament im Jahr 2025 sagte: «Ihr werdet noch lange Zeit mit Russland zusammenleben müssen. Also verhandelt bitte mit Russland. Sowohl für Europa als auch für Russland stehen echte Sicherheitsprobleme auf dem Spiel. Doch großspurige Äußerungen und Russophobie dienen eurer Sicherheit überhaupt nicht. Sie dienen auch der Sicherheit der Ukraine überhaupt nicht.»
Wohlstand und Genies der Kulturen
In dieser Rede vor dem Europäischen Parlament skizziert Jeffrey Sachs seine Zukunftsperspektive: «Wenn wir unseren Verstand, unsere Ressourcen und unsere Energie darauf richten, können wir das weltweite Energiesystem im Sinne der Klimasicherheit umgestalten. Wir können die Artenvielfalt schützen. Wir können sicherstellen, dass jedes Kind eine hochwertige Bildung erhält.» Was brauchen wir dafür? Frieden. Für Sachs baut jeder Krieg auf einem Irrtum auf. «Wir kämpfen nicht um Lebensraum. Diese Idee, die im Wesentlichen von Malthus stammt und später zu einer Nazi-Idee wurde, war schon immer falsch: ein grundlegender intellektueller Irrtum. Wir hatten Rassenkriege und nationale Überlebenskämpfe aus der Angst heraus, dass nicht genug für alle auf diesem Planeten da sei, sodass wir in einem Kampf ums Überleben stünden. Als Ökonom kann ich Ihnen sagen: Wir haben auf diesem Planeten genug für die nachhaltige Entwicklung aller. Mehr als genug.»
So kommt er Rudolf Steiner nahe, der in einem Vortrag von 1905 über die Ursachen der Kriege10 auf dasselbe Problem hinwies: Solange wir an der Vorstellung festhalten, dass der Kampf ums Überleben und der Wettbewerb die Triebkräfte der Evolution sind, werden wir Kriege hervorbringen. Steiner verweist dabei auf den russischen Zoologen Karl Fjodorowitsch Kessler, für den nicht der ‹Kampf ums Dasein›, sondern die ‹Gegenseitige Hilfe› der Hebel der Evolution ist. Es ist möglicherweise kein Zufall, dass Kessler, der Prophet dieser neuen Konzeption, seine Forschungen in der Ukraine, entlang des Dnjepr sowie an den Küsten des Asowschen und des Schwarzen Meeres, durchführte.
Krieg zerstört und verarmt. Gegenseitige Hilfe und Geschwisterlichkeit können eine blühende Wirtschaft ermöglichen und das menschliche Genie in kultureller Vielfalt entfalten. Jede Kultur besitzt ihr eigenes Genie, das sich jedoch verhüllt, sobald Konfrontation und Krieg Einzug halten. Wo Kampf ums Überleben und Wettbewerb dominieren, treten Schatten und Doppelgänger hervor: die scharfen Zähne und räuberischen Blicke der USA, Russlands, Europas, Chinas usw. Jeder politische Raum trägt einen Egoismus in sich. Gegenseitige Hilfe und Zuwendung helfen, ihn zu überwinden und das Zusammenspiel der Genies der Völker und Kulturen zu erkennen. Ihr Reichtum wächst, je mehr sie einander wahrnehmen und befruchten.
Das ist die Tragödie unserer Zeit: Während die Menschheit eigentlich reif genug sein sollte, die Vielfalt der kulturellen Genies wahrzunehmen und zu schätzen, erleben wir ein Wiederaufleben von Nationalismus und Imperialismus, das uns nur egoistische Doppelgänger sehen lässt.
Anthroposophie als Multiperspektivismus
Sich von Nationalismus und Imperialismus zu lösen, heißt, die eigene Sichtweise zu wandeln. Der andere ist dann nicht Konkurrent oder Bedrohung, sondern spirituelle Entdeckung und gemeinsamer Reichtum. Dazu gehört, aus sich herauszutreten, die eigenen Maßstäbe zu prüfen und anderen Kulturen keine Vorstellungen aufzuzwingen. Das verlangt einen multiperspektivischen Erkenntnisweg.
Der Multiperspektivismus ist eine grundlegende Stärke der Anthroposophie: Sie betrachtet die Welt zugleich aus verschiedenen Blickwinkeln – spirituell und materiell, idealistisch und realistisch, westlich und östlich. Ein solcher vielstimmiger Ansatz gehört zu ganzheitlicher Erkenntnis. Jede Perspektive ist wie eine Musiknote im Gesamtwerk, das der Komplexität der Wirklichkeit gerecht wird. Steiner beschreibt dies unter anderem in dem unvollendeten Buch ‹Anthroposophie›. Er veranschaulicht den menschlichen Erkenntnisprozess am Bild eines Baumes: Jede Ansicht – gemalt oder fotografiert – gibt ihn «von einem bestimmten Gesichtspunkt aus, in voller Wahrheit wieder. Wählt man einen anderen Gesichtspunkt, so wird das Bild ganz anders. Und erst eine Reihe von Bildern, von den verschiedensten Gesichtspunkten aus, kann durch das Zusammenwirken eine Gesamtvorstellung des Baumes geben.» Ebenso verhalte es sich mit allen Dingen und Wesenheiten der Welt: Was der Mensch über sie sagen kann, muss er als ‹Ansichten› formulieren, «die von verschiedenen Gesichtspunkten aus gelten» – im Sinnlichen wie im Geistigen.11
Dieser Ansatz verlangt, voreilige Urteile zurückzuhalten und die Blickwinkel zu erweitern. Pazifismus beginnt im Denken. Auch jeder Mensch ist an sich eine eigene Perspektive. So wird Interesse am Standpunkt des anderen zur inneren Haltung. Interesse an anderen Kulturen kann Nationalismus und Imperialismus überwinden. Denn: «Was ist erquicklicher als Licht? Das Gespräch!» Entscheidend ist, wie wir in einer von Beschleunigung und Effizienz geprägten Welt Räume für Entschleunigung und Multiperspektivismus schaffen können.
Bild ‹Rythmes›, Robert Delaunay, 1934, gemeinfrei
Fußnoten
- Stephen M. Walt, Does Anyone Still Understand the ‹Security Dilemma›? Foreign Policy, 26. Juli 2022.
- Boris Yeltsin, Retranslation of Yeltsin Letter on NATO Expansion, 15. September 1993. NATO Expansion: What Yeltsin Heard. National Security Archive Briefing Book No. 621, Document 4, 16. März 2018.
- James F. Collins, Your October 21–23 Visit to Moscow – Key Foreign Policy Issues, Briefing Memorandum an Außenminister Warren Christopher, Oktober 1993. NATO Expansion: What Yeltsin Heard. National Security Archive Briefing Book No. 621, Document 6, 16. März 2018.
- George F. Kennan, A Fateful Error. New York Times, 5. Februar 1997.
- William J. Burns (U.S. Ambassador, Moscow), Nyet Means Nyet: Russia’s NATO Enlargement Redlines. Diplomatic Cable, 1. Februar 2008, Ref. 08MOSCOW265, published by WikiLeaks.
- Henry A. Kissinger, How the Ukraine crisis ends. The Washington Post, 5. März 2014.
- Jeffrey D. Sachs, Speech at the EU Parliament. The Geopolitics of Peace (event hosted by Michael von der Schulenburg, MEP), European Parliament, Brussels, 19. Februar 2025.
- Zbigniew Brzeziński, The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives. Basic Books, New York 1997.
- George Friedman, Europe: Destined for Conflict? Vortrag am Chicago Council on Global Affairs, 4. Februar 2015.
- Rudolf Steiner, Unsere Weltlage. Krieg, Frieden und die Wissenschaft des Geistes. Vortrag, Berlin, 12. Oktober 1905, in: Die Welträtsel und die Anthroposophie, GA 54, Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach.
- Rudolf Steiner, Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910. Kapitel: Der Charakter einer Anthroposophie. GA 45, Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach.

