Die Welt und sich selbst heute zu begreifen bedeutet, die Widersprüche und Brüche außen und innen begreifen und ergreifen zu können. Rainer Maria Rilke, Zeitgenosse Rudolf Steiners, gibt dazu einen poetischen Schlüssel mit seinem letzten großen Werk: den ‹Duineser Elegien›.
Du bist mein Atemträger in der Zeit:
Nimm die Ballung meines Lichtwillens in Freiheit in dich ein,
als Anker eines Lebensfeuers, das die Dumpfheit deines Blutes entrostet …
Unvermutet stand die Dämmerung im Raum. «Was erwartest du?», fragte ich. «Zuwendung, Aufmerksamkeit. Schau einfach.» Ich tat’s. Drei Monate sah...
So erinnere ich daran, dass wir von einem Fest sagen, man begeht es. Die Begehung des Festes ist offenbar eine...
Warum plagen wir einer den andern? Das Leben zerrinnt, und es versammelt uns nur einmal wie heute die Zeit. Friedrich von SchillerGedichte. Xenien, mit Johann Wolfgang von Goethe, in: Musenalmanach für das Jahr 1797, hrsg. von Friedrich von Schiller, Tübingen 1796. Ich bin nur selten dem Augenblick gewachsen. Ich vergesse...
Das Bewusstsein zerbricht die Einheit des Lebens. Solange diese Einheit zerbrochen bleibt, schwelgen wir in den unendlichen Windungen der inneren...
Ideen-erfüllt erlebt die Seele Geistes-Licht, wenn der Sinnenschein nur wie Erinnerung in dem Menschen nachklingt. Rudolf Steiner, Der Mensch in...
Das Wahre immerWird es geborenIm ZwischenunsUnd wäre nichtOhne uns Zwischen uns geborenNach dem AtemReinen AustauschsDas Wahre immerZittert esZwischen Schreck und RufZwischen Blick und Stille Aus: François Cheng: ‹A l’orient de tout›. Gallimard. Übersetzt von Louis Defèche und Bodo von Plato. Es gibt das Wahre, das in mir lebt. Wenn der...
Ihr steht wie wenn ihr das Schweigendes Himmels liebtDie Äste weiß gekämmtund wie Winterfinger die kleinen Zweige.Kein Wortgebüsch euch zu...
Ein Gruß des Vogels, aufgelesen am Wegrand – federleichtes Glück. Philip Kovce Die Welt scheint von den Gesetzen der Schwerkraft...








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