Der Weltengrund hat sich in die Welt vollständig ausgegossen; er hat sich nicht von der Welt zurückgezogen, um sie von außen zu lenken, er treibt sie von innen; er hat sich ihr nicht vorenthalten. Die höchste Form, in der er innerhalb der Wirklichkeit des gewöhnlichen Lebens auftritt, ist das Denken und mit demselben die menschliche Persönlichkeit.
Rudolf Steiner
Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller (1886). GA 2, Dornach 2003, S. 125.
Der Weltengrund im menschlichen Denken und in der menschlichen Persönlichkeit zu erkennen und zu erleben: Ist das nicht die eigentliche Definition der Anthroposophie?
Auswahl und Kommentar Louis Defèche
Zeichnung Philipp Tok

