Piding, Deutschland. Demeter-Betrieb unterstützt die Wildpflanzen-Artenvielfalt.
Für ihr Engagement im Erhalt sogenannter Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) wurde die Biomolkerei Berchtesgadener Land im Mai von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung als genetisches Erhaltungsgebiet ausgezeichnet. Im Mittelpunkt stehen dabei die an Artenvielfalt reichen Dauergrünlandflächen des Demeter-Hofs der Familie Langwieder in Oberstarz bei Teisendorf. Der Familienbetrieb ist seit 1994 Mitglied der Molkereigenossenschaft. Die etwa 5,5 Hektar umfassenden Flächen seines Dauergrünlands werden als Weide- und Futterwiesen für die Demeter-Milcherzeugung genutzt. Durch die extensive Bewirtschaftung konnten sich dort im Laufe der Jahrzehnte stabile Pflanzenpopulationen von bis zu 24 WEL-Arten entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Gewöhnliche Schafgarbe, Echter Kümmel, Wilde Möhre, Walderdbeere und Echter Baldrian. Anders als bei der Lagerung in Genbanken erfolgt die Erhaltung der Wildpflanzen auf den Wiesen eingebettet in ein lebendiges Ökosystem. In ihrem natürlichen Lebensraum können sich die Pflanzen somit zum Beispiel weiterentwickeln. Um ihre Erhaltung auch zukünftig zu gewährleisten, hat sich die Familie Langwieder freiwillig dazu verpflichtet, die bisherige Wirtschaftsweise auf den Flächen fortzuführen.
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Foto Sean Robertson

