Foto: Xue Li

Von der Burg zum Forum

Vom Dornacher Hügel ist die Rede, wenn man das Goetheanum geografisch beschreiben möchte, und diese Topografie teilt der Bau mit dem Campus der Alanus-Hochschule in Alfter und mit dem Institut für Waldorfpädagogik in Witten-Annen. Das Ensemble anthroposophischer Einrichtungen in Stuttgart trägt es im Straßennamen: Uhlandshöhe.


Alle diese anthroposophischen Einrichtungen stehen auf einer Anhöhe. So gut die Aussicht von solchen Orten ist, so sind sie damit zugleich entrückt, erinnern an jene Bauten, für die man Hügel suchte: Burgen und Häuser an der bürgerlichen besseren Lage. Der Weg ins Treiben, ins Leben führt in die urbane Niederung. Lage ist viel, aber nicht alles, davon können die Verantwortlichen des Scala Basel, des Anthroposophischen Zentrums in Kassel oder an der Leopoldstraße in München ein Lied singen. Der Weg von der Burg zum Forum verlangt, auch imaginäre Mauern zu sprengen, verlangt, Aus- und Übersicht zu lassen und von der Höhe in die Mitte zu wechseln. Interessant, so heißt die anthroposophische Adresse in Hamburg und so lautet der Name des der Anthroposophie nahestehenden Kultur- und Gastronomiezentrums in Basel.


Foto Xue Li

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  1. Peter Selgs Ausführungen lassen an Deutlichkeit und Eindringlichkeit nichts zu wünschen übrig. Jeder Anthroposoph müsste tief betroffen sein, weil Rudolf Steiners Analyse des Zustandes der Anthroposophischen Gesellschaft und der Mentalität der Mitglieder bis heute teilweise Gültigkeit hat.

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