Unwissenschaftlich und manipulativ

Thomas Mayer und ein Kreis von über 50 anonym auftretenden Menschen in der Schweiz und in Deutschland berichten in dem Buch ‹Corona-Impfungen aus spiritueller Sicht› über ihre «übersinnlichen Beobachtungen» zur Covid-19-Erkrankung und den Corona-Impfungen.


Die verschiedenen Arbeitsgruppen, die miteinander lose verknüpft scheinen, gehen dabei von einem lebendigen Wesen jedes Impfstoffs aus. Die Impfstoffe wurden ‹untersucht›, indem man z. B. Impfstoffampullen in der Hand hielt. Dabei werden Wahrnehmungen «extrem böser» Wesen mit einem «Vernichtungswillen» (S. 84) gegen alles Menschliche und entsprechend zerstörerische Wirkungen der Impfstoffe geschildert.

In einem kürzeren Abschnitt berichten Therapeuten über ihre Erfahrungen an Geimpften, bei denen sie Verdichtung und weniger Schwingungsfähigkeit im Gewebe und Verhärtung im Seelischen spürten und eine Schädigung der Aura der Geimpften schildern. Die Autoren beschreiben ausführlich Corona-Impfschäden, die sie an Verstorbenen beobachtet hätten. Deren nachtodliches Leben würde durch die Impfstoffe massiv beeinträchtigt mit entsprechenden Folgen für künftige Inkarnationen. Aber auch die Covid-Erkrankung selbst sei «so massiv wie fünf [welche?] Krankheiten zusammen» (S. 136).

Verschwörerische Grundhaltung des Buches

Das Buch besteht aus vier Teilen: Wahrnehmungsberichten, Beiträgen anderer Autoren, Diskussion und Zusammenfassung. Im Abschnitt ‹Physisch Sichtbares› behaupten die Autoren, es gäbe wirksame Medikamente, die aber absichtlich verschwiegen würden, um Impfdruck aufzubauen. Auch Lockdowns und die Einschränkung der Grundrechte seien dafür ein erpresserisches Mittel. Der PCR-Test habe eine Schlüsselrolle, um positiv Getestete als infiziert zu bezeichnen, obwohl er «bestenfalls eine ‹Kontamination›» (S. 23) sei. Die Impfungen seien wirkungslos, aber stark gesundheitsschädlich und mit hohen Todeszahlen behaftet. Im Diskussionsteil geht Mayer noch weiter. Sars-CoV-2 sei im Labor erzeugt worden in «schwarzmagischer» (S. 305) Intention. Die Freisetzung des Virus sei kein Unfall gewesen, sondern von einer internationalen «Impf- und Virusmafia» (S. 308) bewusst herbeigeführt worden.

Geisteswissenschaftliche Minimalkriterien nicht erfüllt

Die systematische, selbstkritische Übung und Entwicklung übersinnlicher Wahrnehmungsfähigkeit ist ein erklärtes Ziel des anthroposophischen Schulungsweges. Wenn Menschen auf diesem Weg tätig sein wollen, bedarf dies, noch in viel strengerem Maße als bei herkömmlicher wissenschaftlicher Forschung, einer entsprechenden Transparenz und methodischen Sauberkeit. Zu den üblichen Grundvoraussetzungen wissenschaftlicher Arbeit gehören Gewissenhaftigkeit, selbstkritisches Hinterfragen des eigenen Vorgehens, Transparenz bzgl. der Bedingtheit von Untersuchungsmethodik und -gegenstand, Zurückhaltung von Urteilen, Offenlegung von Motivations- und Interessenkonflikten etc. Dieses Buch erfüllt diese Anforderungen in keiner Weise:

• Mit angeblich über 50 anonymen AutorInnen fehlt ein Mindestmaß an Transparenz.

• Das Buch verortet sich von vorneherein so extrem im corona- und impfskeptischen Narrativ und damit negativen Vorerwartungen, dass eine objektive Beobachtungssituation nicht gegeben war. Auch der sensationelle Stil weist darauf hin, dass es an notwendiger Nüchternheit und Unvoreingenommenheit mangelte. An keiner erkennbaren Stelle des Buches wird ein selbstkritisches Hinterfragen des eigenen Vorgehens erkennbar.

• Es gibt keinerlei Hinweise auf sonstige wissenschaftliche Tätigkeiten der geheim gehaltenen Gruppen. Es gibt unserer Kenntnis nach auch keine diskursiven Arbeitsbeziehungen dieser Gruppen zur Anthroposophischen Medizin.

• Das Buch versucht massiv Angst zu schüren und ist nicht freilassend, wie es von seriöser Geisteswissenschaft zu erwarten wäre. Mit nicht überprüfbaren Aussagen wird vor der Impfung gewarnt, wie vormals in kirchlichen Drohungen vor Höllenqualen. Die Autoren bedienen denselben Angstreflex, den sie der Politik vorwerfen.

• In der naturwissenschaftlichen Forschung kommt man, abhängig vom Beobachtungskontext, oft zu abweichenden Resultaten. Auch bei der Lektüre von Texten Rudolf Steiners trifft man auf zumindest scheinbare Widersprüche, wenn geistige Sachverhalte von verschiedenen Perspektiven angeschaut werden. Bei Mayer und seinen Mitarbeitern gibt es nur Eindeutigkeit: Alle 50 Menschen kommen immer wieder zum gleichen, unwiderruflichen Ergebnis. Dies entbehrt jeder Glaubwürdigkeit.

• Unter anthroposophischen Ärztinnen und Ärzten, zu denen die Autoren dieser Rezension gehören, sind viele in die Betreuung von Covid-PatientInnen sowie geimpften und ungeimpften Menschen involviert und verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz aus geschulter Beobachtung. Unsere eigenen Beobachtungen widersprechen der Darstellung in dem von Mayer vorgelegten Buch.

Schaden für die Anthroposophie

Dieses Werk ist methodisch in allen erkennbaren Bereichen nicht seriös, es ist unwissenschaftlich, manipulativ und hat mit anthroposophischer Geisteswissenschaft und Anthroposophischer Medizin nichts zu tun. Gerade beim Anliegen, Signaturen der gegenwärtigen Zeitsituation tiefer zu verstehen, braucht es eine solide wissenschaftliche Methodik, der sich die Anthroposophie und die durch sie inspirierte Medizin verpflichtet fühlen.

Der Schaden für die Anthroposophie, der durch dieses sich gut verkaufende Buch entstehen wird, ist noch nicht abzusehen. Die Co-Autoren und -Autorinnen bleiben anonym, weil sie «nicht Ziel einer Diffamierungskampagne» (S. 17) werden wollen, scheuen sich jedoch nicht, Rudolf Steiner und seine Anthroposophie für ihre zweifelhafte Arbeit zu vereinnahmen, denn Rudolf Steiner hätte genau das vorausgesagt, was in dem Buch beschrieben wird. Dieser Anspruch muss klar zurückgewiesen werden. In dem von Rudolf Steiner selbst veröffentlichten Werk findet sich kein Anhalt zu einer solchen Aussage, weder im Inhalt und noch sehr viel weniger in der methodischen Art und Weise der Darstellung.


Grafik: Fabian Roschka

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  1. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Stellungnahme, ich war erschüttert über die Begeisterung und die Gefolgschaft , die dieses Buch hervorgerufen hat. Unerträgliches wird von TM über die Verstorbenen gesagt. Ungeprüft wird solches und anderes nachgeplappert und zur Grundlage für durchaus persönliche Entscheidungen genommen, alles auch hier wieder in Rudolf Steiners Namen . Der Schaden, der da angerichtet wird, ist in mehrfacher Hinsicht erheblich.
    Herzlich
    Dorothea Schulz

  2. Danke.
    Dieses Buch wurde von eine antroposophische Freundin in Deutschland zitiert. „Das“ Vaccin solle die Empathie beeintrachtigen.
    Mir scheinen gerade die ‚Koronakritiker‘ empathiegeschädigt zu sein. Keine Empathie mit überbelastete Medici oder Kranke die nicht operiert werden können, weil so viel Betten von Ungeïmpfte besetzt werden.
    Soldners Beitrag „Immunsystem und Personlichkeit“ scheint hier auch ein schönes Licht auf die Umweltoffenheit.

  3. Schon korrekt. Aber Anthroposophie ist auch Liebe und Weitsicht. Und dieser mangelt es in der Stellungnahme. Sie geht selbst auf Konfrontation und bewegt sich nur als Institution. Ich finde das sehr schade.

  4. „Unwissenschaftlich und manipulativ“

    Bedauerlich, dass Sie sich derart von dem Kreis um Thomas Mayer abgrenzen. Diese radikale Reaktion einer Verpanzerung und Totalabgrenzung gegenüber dieser Publikation schlägt vermutlich alle Türen zu, hin zu einer Kommunikation mit den AutorInnen. Nun, wenn man sich als maßgebende, Zentralinstanz versteht, kann man natürlich nicht anders, als individuelle Forschungswege strikt abzulehnen. Der Gedanke, dass man als Hüter des wahren Weges aber auch IMMER Lernende bleibt, auch als Vertreter eines mächtigen Goetheanum, sollte hierbei doch immer auch mitbedacht sein.
    Zudem: Ihre Besprechung ist ihrerseits manipulativ und läßt entscheidende Haltungen des Buches völlig unberücksichtigt. Liest man es vollständig, und mit offenem Sinn, findet man, es wird mitnichten die mRNA-Injektion verteufelt – sie wird differenziert betrachtet, und läßt der und dem aufmerksam Lesenden durchaus inneren Freiraum.
    Gottseidank, die Freiheit der AutorInnen dieses Buches, weiter auf ihrem eingeschlagenen Weg zu forschen, kann Ihnen glücklicherweise NICHT genommen werden.
    Es grüßt freundlich
    Christoph Köhler

    1. Danke diesen Worten schliesse ich mich gerne an. Was da wieder an Überheblichkeit ausgesandt wird, lässt mich das Goetheanum- wo ich noch 2020 am Faust und der Tagung zur Med. Jubiläumsfeier teilgenommen hatte – für wohl sehr lange Zeit fernbleiben!

  5. Ihr Artikel ist sehr interessant. Ich verfolge das Thema Impfung/Anthroposophie seit Jahren, weil es mir auch eine persönliche Grenze aufzeigt, die der Hellsichtigkeit. Ich halte die Anthroposophie für einen einzigartigen zukunftsweisenden Impuls und nicht nur für eine Theorie oder Weltanschauung. Wie ist es aber mit der Forschung, der hellsichtigen Forschung? Ist hier nicht eine Nagelprobe der Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie gegenüber dem gegenwärtigen naiven bzw. hauptsächlich materialistischen Wissenschaftsbegriff gegeben, denn wie positioniert die Anthroposophie ihre Wissenschaftlichkeit zur Wissenschaft der Zeit? Ist diese Positionierung differenziert und bewusst gegeben (Ein Beispiel wäre für diese differenzierte Positionierung wären für mich die Arbeiten von Peter Heusser)?
    Wenn Sie schreiben „Gerade beim Anliegen, Signaturen der gegenwärtigen Zeitsituation tiefer zu verstehen, braucht es eine solide wissenschaftliche Methodik, der sich die Anthroposophie und die durch sie inspirierte Medizin verpflichtet fühlen.“, dann muss ich sie fragen: Wie sehen Sie denn Corona aus geisteswissenschaftlicher Sicht, im Sinne einer Signatur der Zeit? Wie ist die Wirkung einer rMNA Impfung, die Steiner noch nicht (physisch) kannte?Und was ist dementsprechend auch ein Heilmittel oder ein Ausweg? Gibt es dazu Ergebnisse geistiger Forschung vom Goetheanum? Wie wurden Sie gewonnen und geprüft? Ich finde dazu wenige Quellen und bin sehr dankbar für Hinweise. Ich habe das Buch von Herrn Mayer, aber bisher nur punktuell hineingeschaut. Was sind fehlerhafte, aber in authentischen Wahrheitsbemühungen gegründete Artikel, welche sind prinzipiell falsch im Sinne einer geisteswissenschaftlichen Froschungsausrichtung? Die Ansätze von Herrn Mayer in Bezug auf Meditation und der Versuch, damit die Gesellschaft zu erreichen, scheint mir sehr wertvoll. Ich würde an ihrem Artikel die Kritik anbringen, dass sie zwar auf wissenschaftliche Fundierung verweisen, aber in Bezug auf die hellsichtige Forschung keine Klarheit bringen, speziell in Bezug auf Corona. Diese Haltung erscheint mir nicht einer möglichen Konstruktivität oder differenzierten Stellungnahme Weiterentwicklung des Themas gerecht zu werden. Wenn man ehrlich ist – hat denn die Anthroposophische Gesellschaft hier eine klare geistige Einschätzung der Situation? Oder wenigstens im Sinn des „Kompatibilitätskriteriums“ von Steiner der logischen Nachvollziehbarkeit eine dialektische Einschätzung? Der Begriff der „Unwissenschaftlichkeit“ bereits im Titel finde ich jedenfalls sehr hart, denn dies ist ja auch der Standardvorwurf gegenüber der anthroposophischen geistigen Forschung. Mit Freundliche Grüßen, Jonas Hofmeier

  6. Sehr geehrte Damen und Herren, leider kenne ich das angeführte Buch noch nicht. Zu beachten ist jedoch die Aussage der 50 Autoren, vermutlich selbst anthroposophische Mediziner, dass diese sich, bei Veröffentlichung ihrer Person, den Diffamierungen, usw. aussetzen würden. Dieser ungeheurliche Vorgang ist ja bereits seit fast 2 Jahren üblich geworden, gerade bei den vielen „Fachleuten“, deren Namen oder Organisationen hinreichend bekannt sind! Das Besondere in diesem Buch sind jedoch dort beschriebene, sogen. „Übersinnliche Phänomene“, die nur geisteswissenschaftlich geschulten Menschen zu eigen gemacht werden können. Solche Menschen sind allerdings nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden zu beurteilen, dafür braucht es schon eine geisteswissenschaftliche Methode, z.B. die des „Schulungsweges“, wie sie von Rudolf Steiner mitgeteilt wurde. Es sind dann diese „besonderen Fähigkeiten“, welche, wenigstens zum Teil, auch anthroposophische Ärzte haben sollten; spricht deshalb auch R. Steiner für die Ärzte von „Heilkunst“. Und gerade diese „Kunst“ ergänzt die „Naturwissenschaftlichkeit“ der „Schulmedizin“. Es ist geradezu die „Kunst“ das „Notwendige“ in seinem Beruf, was einen Mediziner heute auszeichnet, möchte er mehr vom Menschen verstehen und helfen können. Mit unserer fast allgegenwärtigen „Wissenschaftsgläubigkeit“, mit ihrer „spezivischen Beweisführung“, lassen wir so allmählich die „Kunst“ aus vielen Lebensbereichen verschwinden, nicht nur aus den anthroposophischen Bereichen. Als Maler und ehem. Professor für Kunst weiß ich, wovon ich spreche! Wenn wir also diesen 50 Autoren gerecht werden sollen, wäre es zwar wünschenswert, diese Menschen zu kennen, aber noch viel wichtiger ist es, bei ihnen eine gewisse „Ehrlichkeit“ und damit „Nachvollziehbarkeit“ und „Vertrauen“ zu erfahren. Wer von den Lesern hat schon diese geschulte „Höhere Fähigkeit“ zur wirklichen Beurteilung einer Aussagegültigkeit? Mit vielen Grüßen verbleibe ich, Prof. Michael Kohr.

  7. Sehr geehrte Herren Schoen-Angerer, Girke, Soldner und Breitkreuz,

    Beim Lesen Ihrer Rezension musste ich feststellen, dass Sie mir nicht eine Hilfe zur Beurteilung des Buches vorgelegt haben (darin sehe ich den Sinn einer Rezension), sondern eine Verurteilung des Buches und diskriminierende Aussagen zum Autor und seinem Team gemacht haben.
    Selbst wenn Sie inhaltlich recht haben sollten (auf dieses Thema will ich hier nicht eingehen, das fordert eine intensive gemeinsame Auseinandersetzung über mehrere Gesprächsstunden): Wozu dient eine solche Form der Kommunikation? Was wollen Sie damit erreichen?
    Ich habe Sie so verstanden, dass Sie als leitende Persönlichkeiten der med. Sektion/ anthrop. Medizin nicht nur die medizinische Seite von Corona souverän beurteilen, sondern auch genau wissen, was Steiner mit übersinnlicher Forschung wollte, und wer die Kompetenz zu dieser Forschung besitzt. Ihre Beurteilungen machen aber nicht transparent, wo Sie Mängel sehen bei den Autoren, sondern sprechen eine sehr unkollegiale Verurteilung aus.
    Ihre anthroposophischen Kollegen bezeichnen sich im Buch als Übende und Forschende im Bereich „Übersinnliche Wahrnehmung“, (was für mich bis in die Formulierungsweise klar erkennbar wird), nicht aber als Mediziner und schon gar nicht als Experten zum Thema Corona. Sie bleiben klar in ihrem Fachbereich und verurteilen auch keiner Weise den Weg, den anthroposophische Mediziner gehen, die anders denken und wahrnehmen als sie selber. Sie wollen ergänzend zur anthroposophischen Medizin arbeiten, nicht in Konkurrenz oder im Sinne eines besser Wissens oder Könnens.
    Schon allein der Blick auf Corona von Seiten eines Mediziners oder von Seiten eines spirituell Übenden, heilenden und beratenden Menschen (dafür gibt es leider keine Berufsbezeichnung), wird sicher unterschiedliche Wahrnehmungen zutage fördern, wobei natürlich ein Mediziner durchaus gleichzeitig beides können kann und viele der Autoren wohl auch Therapeuten etc. sein mögen.
    Sie schreiben: „Die systematische, selbstkritische Übung und Entwicklung übersinnlicher Wahrnehmungsfähigkeit ist ein erklärtes Ziel des anthroposophischen Schulungsweges.“ Sie erwähnen aber nicht, worum es bei diesen Übungen geht, somit bleibt intransparent, was Sie unter diesem Weg verstehen, wo sich die Autoren des Buches nicht daran gehalten haben, und wo Sie ihn in Steiners Werk verortet finden.
    Hier ein einziger sehr kleiner Aspekt aus „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“ damit das Thema Schulungsweg wenigstens ansatzweise konkret fassbar wird:
    EIN REGES INNENLEBEN ENTWICKELN. Im TB auf S. 26 gibt Steiner eine sehr klare Übung dazu: „…Er soll vielmehr in solchen Augenblicken in aller Stille nachklingen lassen, was er erlebt hat, was ihm die äußere Welt gesagt hat.“
    Ich arbeite an dieser Übung mit meine Klienten in folgender Weise:
    „Nimm dir Zeit, in aktiv zentrierter Aufmerksamkeit bei einer Wahrnehmung
    zu verweilen. Dann schaffe einen Moment der Stille und lasse durch passiv
    periphere Wahrnehmung den Nachklang (ein anderes Wort dafür ist Resonanz) in dein
    Bewusstsein eintreten. Wenn du willst, gib dem Nachklang einen Ausdruck durch Worte,
    Farben oder etwas anderes, so dass er sich in deinem Bewusstsein
    verankert.“
    Ich habe es in meiner 12 jährigen Tätigkeit nur sehr selten erlebt, dass ein Klient keinen Nachklang erlebt hat. Dadurch wurde für mich eindrücklich erlebbar, dass heute jeder Mensch Anlagen zur übersinnlichen Wahrnehmung hat. Je besser der Zugang zu seinen Gefühlen und Gedankenkräften ist, desto klarer sind die Anfänge der Hellsichtigkeit. Ich nenne es lieber „Herzsichtigkeit“. Denn die seelisch-geistigen Hintergründe des Wahrgenommenen zeigen sich im eigenen Bewusstsein, wenn Herz und Gedankenkraft zusammenkommen.
    Im Weiteren gibt es im 8gliedrigen Pfad, Übung 1,“Die richtige Meinung“ den Hinweis: „…..bei Zuhören der Reden der Mitmenschen versuchen, ganz still zu werden in seinem Innern und auf alle Zustimmung, namentlich alles abfällige Urteilen und Kritisieren auch in Gedanken und Gefühlen zu verzichten.“ Wenn man diese Übung konsequent lebt, kann Boden entstehen für gegenseitiges Verständnis statt Verurteilung.
    Es entsteht dabei folgende Erfahrung: Durch das Verzichten auf das Urteil wird die Gewohnheit des beurteilenden Denkens verwandelt in die Fähigkeit, alle Elemente in einem grossen Kreis gleichzeitig, gleichwertig und folglich auch wertfrei nebeneinander zu schauen. Ich formuliere die Wirkung dieser Übung so: „Wenn du diesen Kreis in deinem Bewusstsein wertfrei halten kannst, eröffnen sich deinem seelisch-geistigen Blick die Verbindungen und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Aspekten: Du denkst nicht mehr ausschliessend sondern einschliessend und verwandelst so Vorstellung in Bewusstsein.“
    Ich wünsche Ihnen Mut, Kreise für gemeinsames Bewusstsein zu schaffen, wo die unterschiedlichen Anstrengungen der Menschen, die sich um die Not, die Corona und die gesellschaftlichen Begleiterscheinungen auslösen, ihren Platz haben. Die Wirksamkeit selber wird das Urteil sprechen, keiner von uns Menschen muss sich mehr dazu hergeben, seine Mitmenschen zu verurteilen.
    Mit freundlichen Grüssen, Pascale Fischli, Psychologische Beraterin, Villeret

  8. Meine Einschätzung des Buches von Thomas Mayer ist, dass es keinesfalls einen Anspruch auf wissenschaftliche Objektivität im Sinne der klassischen Naturwissenschaften erhebt. Ich sehe es als Betrachtung. Und betrachten kann, darf und soll jeder von uns! Das Buch ist, grob gesagt, einerseits eine Sammlung von verschiedensten persönlichen Beobachtungen auf sinnlicher und übersinnlicher Basis, die dem Leser zur eigenen Beurteilung vorgelegt werden und zweitens eine Darstellung von zum Denken anregenden Fakten, die allesamt sauber und vollständig mit Quellenangaben versehen sind.

    Dennoch: man wird auch hier, zugegebenermassen, wie in jedem Werk, egal, aus welcher Ecke es kommt, gewisse Schwachstellen finden, wenn man danach sucht. Diese lassen sich beliebig aufblasen oder ohne den notwendigen Kontext zitieren, sofern dies beabsichtigt ist. Doch wenn man Thomas Mayer schon mangelnde Seriosität vorwirft: Wie seriös ist diese Art von Buchbesprechung, wenn man überhaupt von einer solchen reden möchte, so unausgewogen wie dieser Artikel daher kommt? Kein einziger würdigender Satz, das ist schon dicke Post. Bei allem Respekt, aber hat überhaupt jeder der Unterzeichner seine Hausaufgaben gemacht und das Buch mindestens ein Mal von Anfang bis zum Schluss gelesen? Und was soll mit dem populistisch-reisserischen Titel bezweckt werden? Das Wort «manipulativ» ist ja zum Glück nur allzu offensichtlich ein Rohrkrepierer der vier Autoren. Solcher Journalismus gehört für mich nicht ins Goetheanum!

    Dass sich die an dem Buch beteiligten Menschen durch nicht Offenlegung ihrer Namen schützen wollen, entspricht sicher nicht dem wissenschaftlichen Modus Operandi, es ist mir aber unter den gegebenen Bedingungen mehr als verständlich, sind doch Diffamierungen, Jobverlust bis hin zu massiven Drohungen aufgrund von abweichenden Meinungen heute an der Tagesordnung, nota bene in unserer so genannt freien Gesellschaft mit ihrem angeblich so hohen Toleranzspektrum für Minderheiten…(!)

    Dem Buch wird eine verschwörerische Grundhaltung vorgeworfen. Nun, dass grundsätzlich und unabhängig von diesem Buch solche Tendenzen existieren, auch in anthroposophischen Kreisen, und dass diese durchaus problematisch sind, möchte ich nicht bezweifeln. Und doch finde ich im konkret vorliegenden Text die allermeisten sogenannten Behauptungen ausreichend bis gut durch Quellen belegt. Dass einiges, was uns in den vergangenen zwei Jahren in der Tagespresse und von Seiten der Politik aufgetischt wurde, auf Lügen und Ungereimtheiten aufgebaut ist, das ist inzwischen trotz aller «Faktenchecker» und Vernebelungsversuche allgemein bekannt. Wenn einzelne dieser Aspekte in dem Buch angesprochen werden, hat das für mich mit Verschwörung nicht das Geringste zu tun – es geht mehr darum, ob man hinschauen will (oder darf) oder nicht. Also, liebes Goetheanum und geschätzte Autoren: greifen Sie bitte nicht in dieselbe journalistische Schublade, wie dies schon andere Medien im Überfluss tun. Anstatt andere der Verschwörung zu bezichtigen (wer gibt eigentlich Ihnen das Recht zu sagen, was Verschwörungstheorie ist und was nicht?) wären in meinen Augen mehr mutige, klare Statements angesagt, die halt unter Umständen auch mal dem Mainstream einen Schuss vor den Bug setzen. Statt dessen spüre ich vor allem Anpassung und Hilflosigkeit, bei der man sich zumindest nicht die Finger dreckig macht.

    Das schlecht Reden von anders oder unkonventionell Denkenden und die damit einhergehende Spaltung hat ja leider auch in der Anthroposophie eine gewisse Tradition – das ging bereits zu Steiners Zeiten los und ein Ende ist offensichtlich nicht abzusehen. Doch damit, liebe Mitmenschen, kommen wir keinen Schritt weiter. So wie ich die Anthroposophie verstehe (ich selbst würde mich als Langzeit-Lehrling der Anthroposophie bezeichnen), beinhaltet diese immer und immer wieder die Erneuerung, sonst kann sie überhaupt nicht funktionieren, sonst können wir die aktuellen Herausforderungen nicht angehen, die Probleme der neuen Zeit nicht lösen, denn Probleme kann man NIE aus dem Denken heraus lösen, aus dem sie entstanden sind. Aus dem Blickwinkel eines «bewahrenden oder konservierenden Anthroposophen» mag ein Buch wie das Mayers vielleicht eine Gefahr darstellen. Aber wer nimmt sich denn hier das Recht heraus, die gültigen Standards in der Anthroposophie zu setzen, wer masst sich hier an, zu verkünden, was genau Wissenschaftlichkeit im Sinne des anthroposophisch erweiterten Menschenbildes ist oder zu sein hat?

    Haben wir es genau hier nicht auch mit dem Kernproblem unserer heutigen Zeit zu tun: der Angst? Wir stecken durch die Vorkommnisse der jüngsten Zeit in einer kollektiven Angstneurose, die sogar viele Kriterien einer Hypnose erfüllt. Das klare, ich-hafte Denken setzt aus, wir sind fremdbestimmt, der gesunde Menschenverstand geht flöten. Damit einher geht doch auch die Angst vor unkonventionellem Denken und neuen, undogmatischen Erklärungsversuchen. Betonung auf «Versuchen». Denn bei Versuchen fängt alles an. Und diese bringen naturgemäss immer ein gewisses Mass an Kontroverse mit sich, das soll und muss so sein.

    Auch wenn die Form, wie es daher kommt, sicherlich noch Entwicklungspotential hat – ich persönlich halte das, was Thomas Mayer schreibt und tut für mutig und interessant. Was nun aber der Anthroposophie wirklichen, echten Schaden zufügt und ob das Buch daran Anteil hat, das kann sich jetzt an dieser Stelle jeder selbst überlegen. Ich sage nur: Bühne frei für Menschen, die sich mit ihren Ideen und möglichen neuen Wegen exponieren, so lassen wir fixe Normen hinter uns und gelangen zur lustvoll erfahrbaren Lebens-Kunst! Was davon Bestand hat, wird allein die Zukunft zeigen. Und nicht zuletzt: schauen wir doch, dass wir in unserer Mitte, im Herzen bleiben, anstatt ins (Ver-)Urteilen zu verfallen.

  9. Moin aus dem hohen Norden!
    Als ich anfing, das Goetheanum zu lesen, gab es viele Leserbriefe und Kommentare, die sich sehr kritisch und zT auch herabwürdigend mit Äusserungen anderer Menschen auseinandersetzten.
    Das habe ich häufig als selbstgerecht und unangenehm empfunden.
    Entweder – oder, leider nicht sowohl als auch.
    Irgendwann hörte das auf, ich profitierte von positiv formulierten, anregenden und inhaltlich sehr informativen Berichten.
    Vor einiger Zeit gab es eine Rezension von dem Buch von Iris Paxino „Gespräche mit der Engelwelt“.
    Hier bemerkte ich zum ersten Mal wieder dieses Aburteilen …..warum kann man nicht die Vielfalt würdigen?
    Man muss dieses Buch nicht gut finden, aber man muss es auch nicht auseinanderpflücken.

    Als ich den Artikel über Thomas Mayer las, war ich fassungslos.
    Wie kann man einen Menschen, der sich ernsthaft mit Meditation und übersinnlicher Forschung beschäftigt, so verunglimpfen, und dann noch im Goetheanum?
    Ich kenne Thomas Mayer persönlich als einen Menschen, dem Meditation auf anthroposophischer Grundlage ein großes Herzensanliegen ist.
    Als die Coronapandemie begann, haben die anthroposophischen Ärzte einhellig die Impfung begrüsst, auch „wenn man noch nicht alles darüber weiß“.
    Von den geforderten Langzeitstudien ist mir nichts bekannt, und immer mehr werden Impfnebenwirkungen, Impfschäden etc bekannt.
    Ärzte, die nicht mehr impfen wollen , weil sie Bedenken bekommen haben, werden zT massiv angegriffen, auch von Entlassungen hat man schon gehört.
    Ich kann zwar verstehen, dass die medizinische Sektion sich ob der Angriffe auf die Anthroposophie nicht laut in die 1.Reihe stellen – aber Ansatzpunkte, wie man dieses Geschehen geistig verstehen könnte, gab es in meinen Augen sehr wenig.
    Ich kenne viele, die das Buch von Thomas Mayer (einschließlich meiner Person)sehr dankbar gekauft und weiter gegeben haben, da sich hier Möglichkeiten über die Hintergründe auftaten.
    Dieses Buch hat mir und allen, die ich kenne, keine Angst gemacht , im Gegenteil!
    Es hat mir Mut gemacht, besser zu verstehen, was da gerade passiert und wie man gut damit umgehen kann.
    Auch die Bedenken gegen die Impfungen, die bei mir immer stärker wurden, konnte ich mir durch die Forschungen von Thomas Mayer erklären.
    Ich hätte mir gewünscht, dass von den anthroposophischen Ärzten dazu mehr gekommen wäre…stattdessen nun dieser Artikel.
    Ich hätte mir auch gewünscht, dass dieses „Gespräch“ persönlich zwischen den Betroffenen stattgefunden hätte und nicht in der Öffentlichkeit.
    Sehr dankbar bin ich über das Buch von Peter Self: „Geistiges Überleben“, wo er uns daran erinnert, welche Aufgabe die Anthroposophie in der jetzigen Zeit hat.
    Er verweist auch auf Bernard Lievegoed und dessen Autobiographie „Durch das Nadelöhr“ und sein letztes Vermächtnis „Über die Rettung der Seele“ (aufgeschrieben von Jelle van der Meulen).
    Diese Bücher kann ich nur wärmstens empfehlen.
    Lievegoed schaut auf das Geschehen von 1921, also 100 Jahre zurück.
    Damals wurde die Anthroposophie samt Rudolf Steiner auch massiv angegriffen, auch in den Medien.
    Lievegoed sagt im Grunde voraus, dass die Angriffe sich wiederholen werden, er schätzt, dass der „Tiefpunkt des Kampfes zwischen 2020 und 2040 liegen wird“ und fragt sich, ob die Anthroposophie und deren Mitglieder darauf vorbereitet sind.
    Das zukünftige Wirken Ahrimans wird sehr genau geschildert und man glaubt, er beschreibt unsere Zeit, samt Wirken der Pharmaindustrie und wie wichtig es ist, sich mit den Strategien derGegenmächte auseinanderzusetzen.
    Vieles von dem findet man bei Thomas Mayer wieder.
    Man muss nicht mit allem einverstanden sein, aber hellsichtige Wahrnehmungen in der geistigen Welt, die Steiner uns ja auch immer wieder zur Verfügung stellt, ist eben etwas anderes als evidenzbasierte Forschung.
    Die vernichtende Kritik an dem Buch macht mich sehr betroffen und erinnert mich an frühere Zeiten…
    Zum Schluß noch einmal Lievegoed (1992 in „Über die Rettung der Seele“):
    Es geht um die Zukunft und die großen geistigen Linien, die helfenden Mächte und die Kräfte der Zerstörung.
    Lievegoed ist der Meinung, dass die Anthroposophische Gesellschaften in den 30er Jahren ihr Mitspracherecht verwirkt hat, weil sie sich selbst zerstritten habe, ohne sich um die abgründige Not der Zeit zu kümmern.
    Er rechne damit, dass sich diese Geschichte in gewisser Weise, wenn auch in anderer Zeit wiederholt, denn:
    „die geistigen Mächte, die den Nationalsozialismus inspiriert haben, sind nicht tot. Die warten auf eine neue Chance, und die wird sicher kommen.Du brauchst dich nur umzuschauen!
    Natürlich werden sich die Mächte des Bösen auf eine völlig neue Art manifestieren, völlig anders als in den dreißiger Jahren. Und es ist sehr die Frage, ob die anthroposophische Bewegung diesmal tatsächlich darauf vorbereitet ist.“
    „In der medizinischen Bewegung wird das Syndikat der pharmazeutischen Industrie, die über Milliarden verfügt, mit „sozialer Gewalt“ bestimmte Produkte auf den Markt drücken und andere dagegen zurückhalten. Auch solche Produkte, von denen man weiß, dass sie für Menschen schädlich sind, werden mit vollem Wissen verbreitet werden. Die pharmazeutische Industrie wird alle verfügbaren Mittel einsetzen, um die anthroposophische Medizin mundtot zu machen.“
    Er fügt noch an:
    „Doch untergründig wird die anthroposophische Bewegung wachsen“.

    Was für ein mutiger,großartiger, weisheitsvoller Mann!

    Reinhild Dirks

  10. Vielen Dank! Ich würde mir mehr derartige Positionierung von den Institutionen der Anthroposophie wünschen.

    Wir haben das Buch geschenkt bekommen. Ich kann mich ihrer Kritik nur anschließen.

    Es blutet mir das Herz, wenn man weiss, wie wichtig es Rudolf Steiner war, die Geisteswissenschaft zu „unter das Volk zu bringen“. Wenn man liest, wie sie schützen kann.
    Mit diesem Buch erreicht der Autor seine Echokammer sowie Menschen die schon in Angst und Unsicherheit leben. Ja, diese werden noch mehr verängstigt. Alle anderen schreckt er ab und fördert Vorbehalte gegen die Anthroposophen und die Geisteswissenschaft.

    Es baut ein unheimliches Bedrohungsszenario auf.
    Die Qualifikation der 50 Hellsichtigen ist in keiner Weise dargelegt und nachvollziehbar. Es gibt gerade in diesem Bereich viele, die sich berufen fühlen und glauben, Zugang zur Wahrheit zu haben. Leider kommen dabei viele verschiedene und sich widersprechende Wahrheiten ans Licht der Welt. Da kann man sich dann die passende aussuchen?

    Es ist auch manipulativ geschrieben – im Zweifelsfall nimmt Thomas Mayer in seinem Sinne an, aus Möglichkeiten werden Gewissheiten. Es sind auch Fehler darin (die immer passieren können).

    Da fehlt so ziemlich alles, was einem Rudolf Steiner für jedweden Erkenntnisweg in jedweder Welt empfiehlt!

  11. Als eine Buchrezension als abwägende Beurteilung kann man den Beitrag leider nicht bezeichnen. Er ist zu deutlich der Versuch, den durch einen eventuell kommenden Mediensturm für die anthroposophische Medizin entstehenden Schaden durch Abgrenzung vom Buch zu verringern. So verständlich die Sorge als Triebkraft für den Artikel ist, sollte sie doch weniger Raum bekommen. Es wird damit kaum etwas gewonnen werden können, der befürchtete Sturm wird sich nicht beeinflussen lassen. Dagegen wird durch das stark Antipathische, durch das Zurückstoßen des Buches, seiner Autoren und seiner positiven Leser erst einmal eine Spaltung der anthroposophischen Bewegung gefördert. Der gesellschaftliche Riss, der so auch durch die Bewegung läuft, vom Buch schon verstärkt, wird durch die Rezension nur größer. Schade! Ich habe natürlich keine Patentlösung und will nicht als Besserwisser auftreten, aber eine neutralere, mehr erkenntnisfördernde Grundhaltung wäre gut gewesen.

  12. Ein Bekannter war vor einiger Zeit bei einem Seminar von Th.Mayer, wo es um den Kontakt zu Verstorbenen ging. Nach einer halben Stunde hatten alle 50-60 Teilnehmenden „Kontakt zu ihren Verstorbenen“ und redeten munter davon…

    So viel zur Seriosität seiner Arbeit.

    Und dieser Bekannnte ist ansonsten ähnlichen spirituellen Erfahrungen eher zugeneigt, war aber von dem dortigen Vorgehen selbst befremdet.

  13. Das sehe ich auch so. Der Beitrag ist voreingenommen. Warum meint die Anthroposophie sich neuerdings dem Impfnarrativ anbiedern zu müssen.
    Die staatl. Institutionen und die Mainstreammedien lassen nichts aus, um sog. „Impfskepiker“ in den Dreck zu ziehen. Von daher sollte man es wohl auch zulassen können, dass ein Buch auch mal eine Gegenseite darstellt.

  14. Ich habe nun die Rezension und alle Kommentare zur Rezension und zum Buch und das Buch selber gelesen und werde davon müde und etwaa traurig. Es spricht meiner Empfingung gemäss aus der Rezension eine gewisse Angst, dass die Anthroposophie auf ein gesellschaftliches Abstellgleis geraten könnte. Meiner Meinung nach sollte aus Aengsten heraus nicht geschrieben oder gar veröffentlicht werden.

  15. Ich möchte den Autoren ausdrücklich für diesen Artikel danken. Ich selbst hatte versucht mit Thomas Mayer über ähnliche Fragen in einen Austausch zu kommen und wurde auf sehr arrogante Weise abgetan. Diese klaren Aussagen des Artikels zu diesem Buch, dass großen Schaden anrichten wird, tun gut zu lesen.

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