Es war eine Tagung am Goetheanum zum Sufismus, der mystischen Prägung im Islam. Auf dem Podium saß neben Christine Gruwez und Joachim Daniel auch Mahmud Kılıç, Professor für Sufismus und Generalsekretär des Islamischen Rates.

«Dieses ewige Hervorgehen dessen, was nicht für die Sinne wahrnehmbar ist, zu einem sinnenfälligen Dasein ist das Wechselspiel zwischen Geist und Materie.»

Ich kann für oder gegen dieses oder jenes argumentieren, jedoch setze ich mich nicht für oder gegen etwas ein, wenn ich argumentiere. Der Einsatz und das Argument sind grundverschieden.

Als ich letzten Sommer mit meinem Sohn eine Fahrradtour machen wollte, merkte ich bald, dass ich seinen Sonnenhut nicht dabeihatte. Fragend stand ich vor ihm und überlegte, ob wir wieder umkehren und den Hut holen müssten.

Ritual zum Staunen: Ein Stürmer, der einen sozusagen lieb gemeinten Pass bekommen hat, der dann doch unerreichbar war, streckt dem Kollegen sofort den hochgereckten Daumen hin: Danke, dass du es versucht hast!

Jedes Mal, wenn das Ethische, das Religiöse, das Erkenntnisleben untergraben wird, wirkt im sozialen Organismus nicht ein gesunder Stoffwechsel und das Wirtschaftsleben muss dann zugrunde gehen…

«Man ist allein mit allem, was man liebt», schreibt Novalis in einem Fragment. Das Zeitalter der Freiheit und der Verantwortung ist auch das Zeitalter der Einsamkeit. Wo ist die Liebe geblieben, aus der die Welt geboren ist?

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