Seelenlicht im Jahreslauf

Weihnachtstagung vom 26. bis 29. Dezember.


Wenn im Herbst goldene Blätter fallen, kahle Baumsilhouetten schwarz in den Himmel ragen, Dunkelheit und Kälte sich ausbreiten, ruft das äußere Absterben zur Einkehr der Seele. Licht und Wärme im Innern zu erzeugen, ist nun die Herausforderung. Der ‹Seelenkalender› spiegelt die atmende Bewegung zwischen Erde und Kosmos als seelisch-geistiges Geschehen, das uns in übender Hingabe in eine neue Schicht der Selbst- und Welterkenntnis führen kann. Er spannt den Bogen von der sommerlichen Hingabe in die Weiten des Kosmos bis zur Geburt des «Geisteskindes im Seelenschoß» auf. Wir möchten mit Ihnen am Goetheanum in der Zeit der zwölf heiligen Nächte vier Tage der Einkehr zur inneren Stärkung als Kraftquelle für das kommende Jahr mit Musik, Beiträgen, Eurythmie, Eurythmiedemonstrationen zu den Sprüchen des ‹Seelenkalenders› sowie mit Gesprächsgruppen und künstlerischem Üben gestalten. Drei Morgenvorträge zum Jahreslauf eröffnen die Tage. Die Abende der Tagung widmen sich drei Künsten: Musik, Eurythmie und Sprechkunst. Am ersten Abend steht das fünfstimmige Chorwerk von Bach ‹Jesu meine Freude› im Zentrum. Am zweiten Abend erzählt die Eurythmie die Geschichte eines Mädchens, dessen Hut vom Wind fortgetragen wird. Ein Hut, der für sie die Fülle ihres Inneren, ihre Lebendigkeit und Stärke verkörpert. In ihrer Trauer bekommt sie Hilfe: Es werden ihr zwei Frauengestalten aus der früheren Geschichte gezeigt, die ähnliches Schicksal erlitten haben – Kassandra und Maria Magdalena. Nach einem Rezitationsabend rundet der Blick in den weihnachtlichen Nachthimmel den Abend ab: ‹Die Sterne – drei Brücken für die Seele›.


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